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Kelag baut neue Dampfkesselanlage
Spatenstich
Kelag Energie & Wärme investiert 13 Millionen Euro in Wärme- und Prozessdampfversorgung.
Pinkafelds Bürgermeister Adrian Kubat (3.v.r.) mit VertreterInnen der Kelag.
© Kelag
Die Kelag Energie & Wärme beginnt mit der Umsetzung einer neuen Biomasse-Dampfkesselanlage in Pinkafeld. Gemeinsam mit der Prozessdampfversorgung des Dämmstoffherstellers Austrotherm wird die regionale Wärmeversorgung auf erneuerbare Energie umgestellt.
Kernstück des Projekts ist eine Biomasse-Dampfkesselanlage mit einer Leistung von rund sechs Megawatt, die durch Wärmerückgewinnung, eine elektrische Wärmepumpe und Speichertechnologie ergänzt wird. „Mit der neuen Biomasse-Dampfkesselanlage schaffen wir die Grundlage für eine nachhaltige Prozessdampfversorgung von Austrotherm und treiben zugleich die Dekarbonisierung der Fernwärmeversorgung in Pinkafeld voran. Die Verbindung von industrieller Prozessdampfversorgung und Fernwärme ermöglicht eine besonders effiziente Nutzung der erzeugten Energie. Mit einem Investitionsvolumen von rund 13 Millionen Euro schaffen wir die Voraussetzungen dafür, künftig nahezu vollständig auf fossile Energie zu verzichten und Wärme sowie Prozessdampf auf Basis erneuerbarer Energie aus Biomasse bereitzustellen“, erläutert Andrea Domberger, Geschäftsführerin der Kelag Energie & Wärme.
Eine besondere Stärke des Projekts liegt in der intelligenten Verbindung von industrieller Prozessdampfversorgung und städtischer Fernwärme. „Wer durch seine Produkte langfristig Energieeinsparung ermöglicht, muss auch selbst sorgsam mit Energie umgehen. Mit der neuen Biomasse-Dampfkesselanlage stärken wir die Versorgungssicherheit unseres Standorts Pinkafeld und investieren zugleich in eine nachhaltige Energiezukunft. Damit verbinden wir wirtschaftlichen Erfolg mit unserer Verantwortung gegenüber Umwelt und kommenden Generationen“, sagt Christoph Pröbstl, Geschäftsführer der Austrotherm Österreich GmbH.
Pinkafeld zählt zu den Pionierstandorten der Fernwärme in Österreich. Bereits Anfang der 1960er-Jahre wurde hier eine zentrale Wärmeversorgung aufgebaut. Seit mehr als sechs Jahrzehnten versorgt das Fernwärmesystem Betriebe, öffentliche Einrichtungen und Haushalte zuverlässig mit Wärme und wurde dabei laufend an die Infrastruktur sowie neue technologische und energiewirtschaftliche Anforderungen angepasst. Mit der neuen Biomasseanlage wird diese Entwicklung konsequent fortgesetzt. Das rund 15 Kilometer lange Fernwärmenetz schafft die Voraussetzungen für ein effizientes und integriertes Energiesystem und hat Potential weitere Bereiche zu erschließen.
Adrian Kubat, Bürgermeister der Stadtgemeinde Pinkafeld: „13 Millionen Euro investiert man nicht irgendwo. Man investiert dort, wo man an die Zukunft glaubt. Dass die Kelag Energie & Wärme diese Investition in Pinkafeld tätigt, ist ein starkes Bekenntnis zu unserem Wirtschaftsstandort. Mit der neuen Anlage erhält Austrotherm eine nachhaltigere Energieversorgung und damit eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft am Standort Pinkafeld. Gleichzeitig kommen wir als Gemeinde beim Ausstieg aus fossiler Energie einen wichtigen Schritt weiter. Denn entscheidend ist nicht, wie viel über die Energiewende gesprochen wird, sondern was tatsächlich umgesetzt wird. Mein besonderer Dank gilt den Verantwortlichen der Kelag Energie & Wärme und Austrotherm für ihren unternehmerischen Weitblick und das Vertrauen in unseren Standort.“