Derby mit Gipfelcharakter in der 1. Klasse Mitte: Unterfrauenhaid gegen Raiding

1. Klasse Mitte

Unterfrauenhaid gegen Raiding – selten war ein Derby so aufgeladen. Doch auch abseits des Spitzenspiels warten in der 11. Runde reizvolle Duelle.

Von Dominik Falk

Andreas Niklos und der SC Unterfrauenhaid (22 Punkte, 35:9 Tore) treffen im Nachbarschaftsderby der 11. Runde auf den ASK Raiding.

Andreas Niklos und der SC Unterfrauenhaid (22 Punkte, 35:9 Tore) treffen im Nachbarschaftsderby der 11. Runde auf den ASK Raiding.

© Joseph C. Estl

Unterfrauenhaid Besser hätte die Konstellation nicht ausfallen können: Wenn am Freitag der SC Unterfrauenhaid und der ASK Raiding aufeinandertreffen, ist das nicht nur das Nachbarschaftsderby schlechthin, sondern auch ein Duell der Tabellenspitze. Unterfrauenhaid liegt mit 22 Punkten auf Rang zwei, nur einen Zähler hinter Tabellenführer Dörfl, und hat ein Spiel weniger absolviert. Raiding folgt als Vierter mit 21 Punkten, ebenfalls mit einer Partie weniger. „Wenn man die Spielanzahl berichtigt, ist es das vermeintliche Duell Erster gegen Zweiter“, sagt Unterfrauenhaid-Trainer Jürgen Eidler. Die Zahlen, die Eidler liefert, sind beeindruckend: 22 Punkte aus neun Spielen, 35 Tore bei nur neun Gegentreffern, 25 Treffer allein in den vergangenen vier Partien, verteilt auf acht bis neun verschiedene Torschützen – „fast beängstigend“, findet er selbst. Das Erfolgsgeheimnis sieht er im Gesamtpaket: 26 bis 28 Spieler im Training, ein Kader, der Ausfälle stets kompensiert, und ein Verein, in dem alles zusammenpasst. Großes Lob hat er für Obmann Thomas Lämmermayer, sportlichen Leiter Andreas Rozsenich und Co-Trainer Andreas Schmidt: „So eine Zusammenarbeit von vier Personen in einem Verein habe ich noch nie erlebt.“ Aufstiegsdruck verspüre man nicht, die Vorgabe lautete Top 5 und das gebe „eine gewisse Leichtigkeit“. Auf der anderen Seite steht ein Gegner, der selbst für Überraschungen gut ist. Dass Raiding am dritten Platz steht, hatte vor der Saison kaum jemand erwartet, betonte Trainer Anton Drabeck. Sein Team lebt vom Zusammenhalt: Die Reserve wird „keinen Gramm schlechter“ behandelt als die Kampfmannschaft und hilft regelmäßig oben aus. Das Derby sei „ein besonders wichtiges Spiel“, aus dem man unbedingt etwas mitnehmen wolle. Mit Torwart Patrick Stickler, der zum wiederholten Male eine Glanzleistung im Tor der Raiding vollbracht hatte, hat das Team einen Rückhalt, der in engen Spielen den Unterschied machen kann.

Stoob will Auswärtsfluch brechen

Einen Fluch möchte am Samstag der ASK Stoob beenden. Zu Hause ist das Team eine Macht: fünf Spiele, fünf Siege, zuletzt das 3:1 gegen Rabnitztal. Auswärts holte es aus vier Partien nur einen Punkt, wenn auch gegen die Gegner aus der oberen Tabellenhälfte. „Irgendwann müssen wir den Auswärtsfluch beerdigen“, sagt Trainer Arnold Landauer. Woran es liegt, wisse man nicht, der Fluch ziehe sich schon seit der vergangenen Saison. Aber: „Ein gutes Team gewinnt auch auswärts, und wir sind definitiv ein starkes Team.“ Die Ausgangslage macht das Spiel bei der SPG Nikitsch/Kroatisch Minihof besonders reizvoll: Mit einem Sieg wäre Stoob punktgleich mit dem Gegner und hätte den direkten Vergleich für sich. Nikitsch-Trainer Daniel Pratl erwartet eine attraktivere Partie als zuletzt in Unterpullendorf, wo der Platz kaum Fußball zuließ: Stoob versuche, spielerisch zu kommen, und sei „sicher nicht einfach zu knacken“.

Kryptonit aus Mattersburg

Schon am Freitag steigt in Antau die Partie gegen Dörfl. Der Tabellenführer, der gegen Loipersbach einen 2:0-Vorsprung aus der Hand gab, trifft auf die nächste Mannschaft aus dem Bezirk Mattersburg – „gegen diese Teams tun wir uns immer schwer“, sagt Dörfls Kurt Putz. Antau kommt nach dem späten 1:1 in Mannersdorf, bei dem Torhüter Straussberger glänzte, mit Selbstvertrauen. Baumgarten empfängt Mannersdorf zum ersten Heimspiel nach fünf Wochen, mit Oktoberfest im Anschluss. Mannersdorfs Trainer Reinhard Schock hofft auf die Rückkehr einiger Verletzter und warnt: Baumgarten sei ein Team, das zusammenhält, und trete nach dem Sieg in Geresdorf mit breiter Brust auf. Loipersbach will gegen Neckenmarkt, wie Trainer Markus Schmidt sagt, das Spiel viel mehr selbst machen und zu Hause drei Punkte holen. Am Samstag trifft Rabnitztal auf Tschurndorf, das beim 1:5 gegen Unterfrauenhaid lange mithielt, und Hrvati will nach dem 6:0 gegen Neckenmarkt auch gegen Unterpullendorf

Die SPG Nikitsch/Kroatisch Minihof empfängt am Samstag den ASK Stoob.Nnach dem 2:0 in Unterpullendorf erwartet Trainer Daniel Pratl eine attraktive Partie gegen einen spielerisch starken Gegner.

Die SPG Nikitsch/Kroatisch Minihof empfängt am Samstag den ASK Stoob.Nnach dem 2:0 in Unterpullendorf erwartet Trainer Daniel Pratl eine attraktive Partie gegen einen spielerisch starken Gegner.

© Bernhard Fenz