Langzeit-Ausfall bei den MSV-Damen, zahlreiche fehlende Leistungsträgerinnen beim SC Bad Sauerbrunn: Beide Teams waren zuletzt personell gefordert.
Neudörfl-Trainer Stefan Valenka: „Wir sind auf Kurs“
2. Liga Mitte
Das Onkel/Neffe-Trainerduo Stefan und Markus Valenka haben beim SC Neudörfl den Umbruch eingeleitet.
SC Neudörfl-Trainer Stefan Valenka ist mit der Entwicklung seiner neuen Mannschaft zufrieden.
© Alfred Wagentristl
Die letzten Jahre gehörte der SC Neudörfl in der 2. Liga Mitte zu den Teams, die regelmäßig in vordersten Tabellenregionen mitmischten. Heuer sieht es ein wenig anders aus. Nach elf Spieltagen hält Neudörfl bei elf Punkten und Rang dreizehn, in einer Liga, in der zwischen Schlusslicht und oberem Mittelfeld nur wenige Punkte liegen.
Wie berichtet wurde im Sommer kräftig umgebaut. Man trennte sich von einigen Legionären, die zum Teil in der Liga zweifelsohne zu den Topspielern gehörten. Dazu kam ein Trainerwechsel: Peter Benes, inzwischen bei der Spg. Kaisersdorf/Sankt Martin, wurde durch das Duo Stefan und Markus Valenka ersetzt, Onkel und Neffe die beide früher auch schon als Spieler bei den Rot-Schwarzen engagiert ware. Markus Valenka sieht in der Kombination die Stärke: Viel Erfahrung und Routine beim einen, die moderneren Trainingsideen und Nähe zu jungen Spielern beim anderen.
„Wir sind uns oft einig und ergänzen uns sehr gut“, sagt er. Der Start war dennoch holprig. Einige Entscheidungen fielen spät, der Kader musste schnell zusammengestellt werden. Junge Spieler kamen ohne viel Kampfmannschaftserfahrung, dazu noch die schwere Knieverletzung des bereits fix engagierten Stefan Weidinger, der als Führungsspieler eingeplant war.
„Wir haben gewusst, dass es schwer wird, aber wir sind am Weg. Viele Abläufe werden besser und mit viel Training beziehungsweise auch leichten Korrekturen in der Winterpause werden wir den angepeilten Ligaerhalt schaffen, davon bin ich überzeugt. Der Weg mit jungen, ehrgeizigen Spielern aus der Umgebung soll unbedingt fortgesetzt werden. Natürlich ist auch Geduld gefragt, das ist klar“, meint Stefan Valenka. Erste Fortschritte sind sichtbar: Trainingsbeteiligung, Bereitschaft und Rhythmus haben sich verbessert und auch gegen die vermeintlich stärksten der Liga, wie Rohrbach oder Lockenhaus, kann man mithalten. „Das bestärkt uns in unserer Arbeit“, sagt Markus. Beide Trainer betonen, dass Neudörfl langfristig wieder in höhere Tabellenregionen geführt werden soll. Und bei einer derart engen Tabelle könnte es schneller gehen, als der aktuelle Rang vermuten lässt.