Oberwart und Parndorf mit klaren Cup-Siegen

Raiffeisen bfv cup

Die Favoriten gaben sich im Achtelfinale des BFV-Cups keine Blöße: Oberwart feierte im Derby in Pinkafeld ein 7:0-Schützenfest, Parndorf gewann in Rust mit 4:0. Auch Bad Sauerbrunn, Halbturn, der MSV und Leithaprodersdorf stehen in der nächsten Runde. Für eine Überraschung sorgte Mühlgraben.

Von BVZ Redaktion

Oberwart und Parndorf mit klaren Cup-Siegen

© Martin Ivansich

Burgenlands Fußball-Spitzenklubs wurden im Achtelfinale des BFV-Cups ihrer Favoritenrolle gerecht. Für Regionalligist SV Oberwart gab es im Derby beim SC Pinkafeld einen klaren 7:0-Erfolg. Sportdirektor Peter Lehner zog eine positive Bilanz: „Ein souveräner und ungefährdeter Erfolg. Ein Pauschallob an die Mannschaft, die aktuell die Aufgaben reif annimmt.“

Parndorf souverän in Rust

Auch der SC/ESV Parndorf ließ nichts anbrennen und setzte sich beim SCF Rust souverän mit 4:0 durch. Ebrima Fofana, Fabian Szabo und Tormann Aleksandar Mitrovic bekamen eine Pause. Trainer Paul Hafner zeigte sich zufrieden: „Wir haben angeschlagene Spieler draußen gelassen. Rust hat aber auch rotiert. Wir waren fokussiert und haben in der ersten Halbzeit sehr zielstrebig agiert. Der Sieg geht mehr als in Ordnung.“ Bei Rust waren gleich sieben Spieler nicht in der Startformation, die eigentlich Stammspieler sind. "Unsere jungen Spieler haben sehr viel lernen können", meinte Trainer Özgür Nurlu. Julian Gruber und Andreas Leitgeb durften über die volle Distanz spielen. Vom Stamm spielten nur Tormann Roman Scheit sowie die Innenverteidiger Luiz und Aron Gönye durch.

Bad Sauerbrunn und Halbturn weiter

Eine Runde weiter ist auch der Tabellendritte der Burgenlandliga, der SC Bad Sauerbrunn. Die Mannschaft gewann auswärts beim SC Kittsee mit 2:0. Trainer Christoph Stifter bilanzierte: „Das war ein solider Auftritt, wir haben wenig zugelassen und ein erstes Etappenziel, das Überwintern im Cup, erreicht.“ Martin Grabenbauer, Trainer von Kittsee, gestand: „Das Ergebnis geht so in Ordnung. Wir konnten uns heute nicht so in Szene setzen wie sonst. Der Gegner war sehr gut. Das 0:1 hat unseren Plan zunichtegemacht.“

Ebenso souverän präsentierte sich Halbturn, das sich in Gols mit 4:0 durchsetzte. „Die Golser haben in der ersten Halbzeit einige Spieler geschont. Das konnten wir ausnützen“, freute sich Coach Peter Herglotz. Besonders sehenswert war das 2:0. Rastislav Kruzliak legte einen Sololauf hin und versenkte einen Weitschuss aus 20 Metern in den Maschen. „Jetzt hoffe ich auf Parndorf in der nächsten Runde“, sagte Herglotz, für den das Bezirksderby ein Traum wäre.

MSV jubelt spät – Leithaprodersdorf auch durch

Dramatisch verlief das Duell des MSV in Eberau: Erst ein Treffer von Max Wodicka in der 94. Minute brachte die Entscheidung zugunsten der Gäste. Dabei schonte der MSV das Innenverteidiger-Duo Peter Haring und Christoph Leitgeb bereits mit Blick auf das Ostliga-Derby gegen Oberwart.

Leithaprodersdorf ließ in Neudörfl nichts anbrennen und zog mit einem 2:0-Erfolg ebenfalls in die nächste Runde ein. Neudörfl-Trainer Stefan Valenka: „Ein klassisches Cupmatch. Beim Stand von 0:0 hatte Yusuf Borazanoglu einen Stangenschuss, beim Stand von 0:1 traf Matthias Müller nach einem Freistoß ebenfalls die Stange. Der Sieg war aber schon hochverdient, da der Gegner noch einige weitere Chancen ausgelassen hat. Mit etwas Spielglück wäre für uns aber durchaus auch etwas drin gewesen.“

Leithaprodersdorf-Trainer Mario Santner ließ Spieler, die in der Meisterschaft derzeit nur auf der Bank beginnen, Spielzeit sammeln. Dazu zählten Tormann Lukas Siegl, Jonah Koch, Manuel Haring, Gergö Fönyedi, Stephan Heiss und Luca Pöschl. Einen Schreckmoment gab es kurz vor der Pause. Levi Markhardt hatte einen Schlag auf den Knöchel bekommen und wurde durch Noel Kustor ersetzt. Der erzielte dann auch das erlösende 1:0. Santner: „Mich hat gefreut, dass meine Spieler wieder sehr fokussiert waren.“ Und sie schrieben auch ein bisschen Vereinsgeschichte, denn Leithaprodersdorf hat noch nie im BFV-Cup überwintert.

Mühlgraben sorgt für die einzige Überraschung

Für die Überraschung des Achtelfinales sorgte schließlich Mühlgraben. Der Klub aus der 2. Liga Süd setzte sich gegen Landesligist Deutschkreutz mit 2:0 durch und warf damit einen höherklassigen Gegner aus dem Bewerb. Pressesprecher Florian Jud jubelte: „Eine Topleistung der Mannschaft, wir waren aktiv und sehr gut, haben hinten nicht viel zugelassen und vorne unsere Chancen genutzt. Lieber wäre mir aber, wenn wir in der Liga 10 Punkte mehr hätten.“ Dort hinkt Mühlgraben hinterher, liegt nur auf Platz 13.

Deutschkreutz-Trainer Mike Hartl ärgerte sich über das Aus. Er nahm das Spiel - insbesondere die Verletzung von Tobias Gager - auch als Anlass, ein bisschen Dampf abzulassen. Deutschkreutz hätte nämlich eigentlich an einem anderen Termin spielen wollen. Hinzu kommt, dass Schiedsrichter Claus Wisak eine Situation nicht abpfiff, die nicht hätte weiterlaufen dürfen. „Das war der Grund, wieso ihr Stürmer Tobi überhaupt erst umstoßen konnte.“ Gager verdrehte sich dabei das Knie und musste ausgewechselt werden. „Die große Erkenntnis war, dass viele junge Spieler noch nicht das Niveau für die Landesliga haben. Insgesamt war das von uns gerade in Halbzeit eins zu wenig“, so Hartl.

Statistik

SC HERZ Pinkafeld - SV Klöcher Bau Oberwart 0:7 (0:3). 0:1 (1.) Polster, 0:2 (14.) Ried, 0:3 (32.) Fejes, 0:4 (47.) Fejes, 0:5 (78.) Pauliny, 0:6 (86.) Schendl, 0:7 (87.) Vielgut. SR: Tekeli, 1000. Pinkafeld: Diridl, Gamperl, Neubauer (60. Bauer), Herczeg, Bekö, Pickl (60. Sifkovits), Wohlmuth, Martinov (60. Kirnbauer), Kappel, Zapfel (76. Böhm), Tadic (76. Pfeiffer). Oberwart: Kraus (72. Brunner), Schendl, Polster (51. Kedl), Jandrisevits (HZ. Woth), Trimmel, Vielgut, Fejes, Kögl, Siegl (HZ. Pauliny), Mozsar, Ried (72. Keszeg).

Rust - SC / ESV Parndorf 1919 0:4 (0:4). 0:1 (11.) Lamster, 0:2 (20.) Schmidt, 0:3 (25.) Haider, 0:4 (33.) Schmelzer. SR: Leitner, 80. Rust: Scheit, Nascimento, Kovacs (HZ. Neto), Gönye, Gruber, Hamdaoui (HZ. Filho), Mandalovic, Honc (70. Lukas Leitgeb), Manya (HZ. Hauptmann), Andreas Leitgeb, Kondrlik (70. Stagl). Parndorf: Stifter-Bader, Haider (70. Schweiger), Marton, Bubalovic, Lamster, Rigo, Pointner (29. Krikler), Krutzler (70. Savoric), Schmelzer, Bucur (59. Perassino), Schmidt (HZ. Gollowitzer).

Kittsee - SC Bad Sauerbrunn 0:2 (0:1). 0:1 (45+1.) Gallei, 0:2 (63.) Gallei (Strafstoß). SR: Telek, 150. Kittsee: Hronsky, Thaller (78. Kozuch), Kamasik (82. Belko), Valach (82. Leitner), Santos, Slezak, Drobela, Oswald (82. Honz), Fekete, Konc, Pernicka (55. Wisak). Bad Sauerbrunn: Stifter, Puchegger, Tisch (74. Kornholz), Mayrhofer (65. Majnovics), Spadt, Huber, Lang, Gallei (74. Beck), Baumgartner (29. Ivanovic), Knessl, Gräf (65. Precilla).

Gols - Halbturn 0:4 (0:3). 0:1 (14.) Sulc, 0:2 (19.) Kruzliak, 0:3 (41.) Kruzliak, 0:4 (84.) Meszaros. SR: Gruber, 400. Gols: Hros, Wendelin (62. Achs), Petrak (HZ. Toth), Schmelzer, Sommer (HZ. Angelovic), Kettner (62. Egerszegi), Limbeck, Roth, Marton, Krikler (HZ. Schöttel), Krutzler. Halbturn: Summer (79. Peck), Leopold, Praznovsky, Bauer, Hamm, Kruzliak (83. Ulram), Schneider, Burian (HZ. Ecker), Sulc (83. Lang), Meszaros, Bruck (63. Nekowitsch).

SV hpt Eberau - Mattersburger Sportverein 2020 1:2 (1:1). 0:1 (34.) Markl, 1:1 (40.) Resner, 1:2 (90+4.) Wodicka. Rot: Kristianidi (90+5., Foul). SR: Thiel, 300. Eberau: Sebastian Kracher, Stampfel, Bárdics, Stranzl (68. Heindl), Jagodics, Dominik Kracher, Csikos (81. Lendl), Wiesler, Pomper, Urbauer, Resner. MSV: Michael Stöger, Nezaj, Lukas Kaiser (90+1. Karanezi), Tobias Stöger, Schranz, Wodicka, Federer (78. Kristianidi), Ortner (87. Zefferer), Kitenge (87. Linhart), Markl, Pöttschacher.

SV Mühlgraben - FC Deutschkreutz 2:0 (0:0). 1:0 (68.) Matic Donko, 2:0 (90.) Korkusuz. SR: Wisak, 150. Mühlgraben: Vörös, Pelzmann, Konrad, Kahr, Maučec, Omladic, Heiter, Marcijus, Domen Donko, Matic Donko, Maric (80. Korkusuz). Deutschkreutz: Horváth, Furtner, Stutzenstein, Leon Treiber, Fellinger (HZ. Petö), Tobias Gager (24. Godovitsch), Nagy, Thumberger, Eric Neubauer (72. Marc Neubauer), Jonas Gager (72. Lipowsky), Osze (55. Luca Treiber).

Neudörfl - SV Leithaprodersdorf 0:2 (0:0). 0:1 (58.) Kustor, 0:2 (90+2.) Mihalits. SR: Braunschmidt, 220. Neudörfl: Polanz, Moritz Lackner, Reisner, Ruisz (67. Gökmen), Müller, Tafallari (40. Gennelli), Borazancioglu, Junior (67. Rucker), Max Lackner, Kastler, Hegedus. Leithaprodersdorf: Siegl, Simeon Markhardt, Koch, Mihalits, Haring (67. Schühler), Dinhof, Heiss, Luca Pöschl, Beran, Levi Markhardt (42. Kustor), Fönyedi.