Paris-Traum von Künstler Karl Hiess geplatzt

wegen der unruhen

Die Unruhen in Paris zwangen den Künstler auf offener Strecke zur Umkehr.

Von BVZ Redaktion

Paris-Traum von Künstler Karl Hiess geplatzt

© Tritremmel

Es hätte der Höhepunkt seines bisherigen künstlerischen Schaffens werden sollen. Der bekannte Recycling-Künstler Karl Hiess aus Schwarzenbach, der sein Atelier in Kobersdorf hat, stand kurz vor seiner großen Ausstellung im renommierten Carrousel du Louvre in Paris. Noch um 16 Uhr am Abreisetag erhielt er die schriftliche Zusage aus Frankreich. Alles sei vorbereitet, man freue sich auf seine Werke. Doch die Reise endete abrupt und hochemotional auf halber Strecke im Mostviertel.

Gemeinsam mit seiner Frau saß Karl Hiess bereits im Zug Richtung Brüssel, die Vorfreude im Gepäck, Hotel und Rückflug von Paris nach Wien längst gebucht und bezahlt. Auf der Höhe von Amstetten dann der Schock per E-Mail: Aufgrund der eskalierenden Unruhen in der französischen Metropole, behördlich verhängter Ausgangssperren und der kompletten Schließung aller öffentlichen Museen musste die gesamte Veranstaltung in letzter Sekunde abgesagt werden.

„Emotionaler Tiefschlag“

„Es war ein emotionaler Tiefschlag. Man sitzt im Zug, schaut aus dem Fenster und weiß plötzlich, dass monatelange Arbeit und Vorbereitung in einer Sekunde hinfällig sind“, schildert Hiess die Situation. Das Paar reagierte sofort: In Linz stiegen die beiden schweren Herzens aus, nahmen den nächsten Zug zurück nach Wien und traten die Heimreise an. Neben der riesigen Enttäuschung bleibt der finanzielle Schaden für die bereits bezahlten Tickets und Unterkünfte. Doch inmitten der Enttäuschung gibt es für den Künstler einen großen Lichtblick und ein echtes Trostpflaster.

Der internationale Veranstalter reagierte prompt auf das Pariser Debakel und machte Karl Hiess ein exklusives Angebot: Als Wiedergutmachung für die entgangene Chance darf er seine für Paris bestimmten Werke im kommenden April auf einer hochkarätigen Ausstellung in London präsentieren – und das komplett unentgeltlich. „Die Pariser Museen mögen dicht sein, aber die Kunst lässt sich nicht aufhalten“, zeigt sich Hiess wieder kämpferisch. Die aufgewühlte Energie der vergangenen Tage und die Vorfreude auf die britische Metropole fließen nun direkt in die Vorbereitungen für das nächste große Abenteuer im April.