Die Stadtfeuerwehr Oberwart rückte zu einem Lkw-Brand auf die Umfahrung B63 aus - jedoch handelte es sich um eine geplatzte Kühlmittelleitung.
Serbe löste Tankchip und blieb 9.000 Euro schuldig
Tankbetrug
Großzügig ließ ein 43-Jähriger auch seine Freunde mit seinem Tankchip Sprit zapfen. Geld sah der Betreiber keines.
Der Angeklagte wollte die Schuld auf seinen "Taufpaten" schieben.
© Kirchmeir
Am 3. Mai 2024 hatte ein heute 43-jähriger Serbe mit Wohnsitz in Wien beim Betreiber einer Tankstelle im Bezirk Neusiedl einen Tankchip gelöst. In den nächsten Wochen wurde fleißig getankt. Die Rechnung von über 9.000 Euro blieb der Serbe schuldig. Am Donnerstag, 29. Oktober 2026, stand er in Eisenstadt wegen schweren Betrugs vor Gericht.
"Ich habe den Chip für meinen Taufpaten genommen", sagte der Angeklagte. "Er hat mich darum gebeten."
Sieben- bis zehnmal habe er mit dem Chip getankt, so der 43-Jährige. Das Geld für die Tankfüllungen habe er seinem Taufpaten gegeben und darauf vertraut, dass dieser die Rechnung bei der Tankstelle bezahlen würde.
Er ließ auch andere Personen mit dem Tankchip tanken. Ob er dafür einen Schuldennachlass bekam oder sich von den Autobesitzern den an der Zapfsäule angezeigten Betrag in bar auszahlen ließ, konnte während der Gerichtsverhandlung nicht genau geklärt werden.
Ein Zeuge hatte bei der Polizei angegeben, er habe mit dem Chip des Serben getankt und diesem dann 80 Euro gegeben. "Ja, kann sein", sagte der Angeklagte.
60 Kilometer zum Tanken gefahren
Im Mai 2024 fuhr er jeden zweiten, dritten Tag die 60 Kilometer lange Strecke von seiner Wohnadresse zur Tankstelle im Seewinkel, um Sprit in sein Auto und mitgebrachte Kanister zu füllen. "Ich gab meinem Taufpaten immer das Geld", behauptete der Angeklagte.
"Er sagte, Sie schuldeten ihm 2.000 bis 3.000 Euro, die wollten Sie mit Sprit ablösen", verwies die Richterin auf die Aussage des "Taufpaten". "Nein, Euer Ehren, das stimmt nicht", widersprach der Angeklagte. Die Frau des "Taufpaten" hatte angegeben, der Angeklagte sei spielsüchtig und immer wieder in einem Casino in Bratislava anzutreffen.
Der Betreiber der Tankstelle gab an, dass sich für seine Kunden ein kleiner Preisvorteil von zirka zwei Cent pro Liter Diesel ergebe, weil er kein Personal beschäftigen müsse. Der Angeklagte sei kürzlich bei ihm aufgetaucht und habe zwischenzeitlich 200 Euro überwiesen.
Der 43-Jährige wurde zu sieben Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. An den Tankstellenbetreiber muss er 8.994 Euro bezahlen. Der "Taufpate" war übrigens in dieser Sache auch schon vor Gericht gestanden: Er wurde wegen Hehlerei verurteilt.