Am Halloweentag stand das Offene Haus Oberwart ganz unter dem Motto „One Hell of a night“ - und dabei wurde auch ein Geburtstag gefeiert.
Sozialhaus feiert 40. Geburtstag
jubiläum
Seit 1986 begleitet das Sozialhaus Burgenland Menschen in sozialen und finanziellen Notlagen.
Sozialhaus-Leiterin Kerstin Bedenik, Landesrat Leonhard Schneemann, die langjährige Leiterin Gabriele Arenberger, die ehemalige Landesrätin Verena Dunst und SDB-Prokurist Sascha Bock.
© Eva-Maria Leeb
Die Geschichte des Sozialhauses reicht bis ins Jahr 1982 zurück: Damals wurde der Verein „Die Treppe“ gegründet. 1986 mietete der Verein Räumlichkeiten im ehemaligen „Schwesternwohnheim“ in Oberwart an. 2017 wurde das Gebäude generalsaniert. 2021 wurde das Sozialhaus in die Sozialen Dienste Burgenland (SDB) integriert und damit langfristig finanziell abgesichert. Heute stehen im Sozialhaus elf Wohnungen zur Verfügung: fünf Singlewohnungen, vier Wohnungen für Frauen mit Kindern und zwei Familienwohnungen. Drei davon sind barrierefrei. Der Aufenthalt ist kostenlos und anonym. Die Mitarbeiterinnen unterliegen der Verschwiegenheitspflicht und begleiten die Bewohnerinnen und Bewohner auf dem Weg zu einer stabilen Lebens- und Wohnsituation. Sascha Bock, Prokurist der SDB, sagt zum Jubiläum: „40 Jahre Sozialhaus Burgenland zeigen, wie wichtig es ist, Menschen in schwierigen Lebenslagen verlässlich zu begleiten. Diese Arbeit wollen wir auch künftig stärken und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit innerhalb der SDB dafür bestmöglich nutzen.“
Halt, Perspektiven und Chance auf Neuanfang
Rund 2.000 Menschen haben im Laufe der vergangenen 40 Jahre im Sozialhaus gewohnt. „40 Jahre Sozialhaus Burgenland stehen für 40 Jahre gelebte Solidarität. Denn soziale Sicherheit zeigt sich gerade dann, wenn Menschen unverschuldet in eine existenzielle Krise geraten. In solchen Momenten dürfen wir niemanden alleinlassen. Das Sozialhaus bietet nicht nur Schutz und ein Dach über dem Kopf, sondern gibt Menschen Halt, Perspektiven und die Chance auf einen selbstbestimmten Neuanfang. Genau das ist unser Anspruch an ein soziales Burgenland: Wir fangen Menschen auf, wenn sie Unterstützung brauchen, und stärken sie dabei, wieder auf eigenen Beinen zu stehen“, betont Soziallandesrat Dr. Leonhard Schneemann.
Die Unterstützung umfasst unter anderem Krisen- und Konfliktberatung, Finanzberatung sowie Hilfe bei Schulden, Behördenwegen und der Wohnungssuche. Auch bei Fragen rund um die Eltern-Kind-Beziehung und bei der Organisation von Betreuungsplätzen für Kinder stehen die Mitarbeiterinnen zur Seite. Beratung ist zusätzlich auch für Frauen und Familien möglich, die nicht im Sozialhaus wohnen. Durch die Integration in die SDB sind Synergien mit anderen Fachbereichen wie dem Psychosozialen Dienst oder den Angeboten von Netzwerk Kind noch besser nutzbar. Die Leiterin des Sozialhauses, Kerstin Bedenik, erklärt: „Unser Ansatz ist, dass wir Menschen dabei begleiten, neue Perspektiven zu entwickeln und ihre Eigenständigkeit zu stärken. Dabei finden wir einen gemeinsamen Weg aus der jeweiligen Krise in eine stabile Zukunft.“
Das Sozialhaus Burgenland ist erreichbar unter 05 09 44 4100.