Bis Jahresende soll die neue Einrichtung neben dem Pflegewohnheim Haus St. Peter und der Klinik Oberpullendorf fertiggestellt sein.
Starke Frauen wie aus dem Bilderbuch beim Soroptimistclub
BUCHPRÄSENTATION
Raphaela Reinfeld-Spadt und Tanja Peklar-Zarka haben gemeinsam das Bilderbuch „Sorina und der Kreis der starken Frauen“ kreiert. Der Reinerlös unterstützt Soroptimist-Projekte.
Raphaela Reinfeld-Spadt (r.) und Tanja Peklar-Zarka werden ihr gemeinsams Werk am 17. Oktober bei der Soiree in Gold im Rathaus Oberpullendorf präsentieren.
© zVg/Reinfeld
Das Bilderbuch möchte aufzeigen, warum Mut oft mit Hinsehen beginnt. Anhand von vier Alltagssituationen, einer goldenen Lichtgestalt und fünf realen Vorbildern erzählen Raphaela Reinfeld-Spadt und Tanja Peklar-Zarka von Ausgrenzung, Mehrsprachigkeit, Rollenklischees und dem Mut, nicht wegzusehen.
Protagonistin des Bilderbuchs ist Sorina. Sie bleibt stehen, wo andere weitergehen. Sie sieht, wie Olivia wegen ihres Wissens ausgelacht wird, Toni seine Sprache versteckt, Nele bei ihrer eigenen technischen Idee übergangen wird und Tante Nova vor einer digitalen Anmeldung aufgeben will. Neben Sorina leuchtet Eulalia auf, eine Frauengestalt aus goldenem Licht. Sie löst die Situationen nicht. Sie macht sichtbar, dass es etwas zu tun gibt. Den nächsten Schritt muss Sorina selbst setzen. In vier Szenen erlebt sie, was Kinder konkret tun können: zuhören, jemandem glauben, an der Seite eines anderen Kindes bleiben, eine übersehene Leistung sichtbar machen oder einen schwierigen Schritt gemeinsam noch einmal versuchen. Nicht Eulalias Zauber verändert die Lage, sondern Sorinas Entscheidung zu handeln.
Sorina hört zu und handelt
„Viele Kinderbücher sagen, dass man mutig sein soll. Mich interessierte die schwierigere Frage: Was heißt das konkret, wenn direkt neben mir jemand ausgelacht, unterschätzt oder entmutigt wird? Sorina zeigt keine großen Heldentaten. Sie hört zu, bleibt und handelt - genau dort, wo sie gerade ist“, betont Autorin Raphaela Reinfeld.
Die Idee zum Buch entstand aus Reinfeld-Spadts Engagement im Soroptimist International Club Pannonia Oberpullendorf, der heute (17. Oktober) im Rahmen einer Soiree in Gold sein 50-jähriges Bestehen feiert. Dort wird das Buch auch präsentiert werden, da es die Soroptimist International-Haltung „Bewusst machen - Stellung nehmen - Handeln“ in eine Geschichte überträgt, die Kinder verstehen können.
„Veränderung beginnt mit Aufmerksamkeit“
„Sorina macht sichtbar, dass Veränderung nicht erst mit großen Programmen beginnt, sondern mit Aufmerksamkeit und Haltung. Wer hinsieht, Position bezieht und handelt, kann andere stärken. Genau diese Erfahrung sollen Kinder früh machen“, betont Sabine Mach Unionspräsidentin von Soroptimist International Österreich.
Die Geschichte endet mit einem Kapitel, das unter dem Titel „Frauen wie Sorina gibt es wirklich“ fünf reale Frauen aus Finanzwirtschaft, Industrie, Design, Gesundheit und Kommunikation porträtiert: Sabine Mach, Christina Glocknitzer, Tanja Peklar-Zarka, Christiane Hofer-Marbet und Raphaela Reinfeld-Spadt. Damit möchte es eine Brücke von der erfundenen Geschichte zu beruflichen Lebenswegen schlagen und Vorbilder greifbar machen, ohne sie zu unerreichbaren Heldinnen zu erklären.