Halbturn entführte einen Punkt aus Pama. Die Heimischen verschossen einen Elfmeter und verloren am Ende Daniel Toth mit Rot.
Trainerwechsel beim ASV Draßburg: Meistermacher Florian Gusek geht
OSG Frauen landesliga
Wenige Monate nach dem großen Triumph trennen sich die Wege von Meistertrainer Florian Gusek und dem ASV Draßburg. Nach einem personellen Umbruch und einem durchwachsenen Saisonstart soll Cünyet Sengül bei den Frauen für frischen Wind sorgen.
© Martin Ivansich
Es ist noch gar nicht lange her, da herrschte beim ASV Draßburg großer Jubel. Die Frauenmannschaft krönte sich vor wenigen Monaten zum Meister, der Architekt dieses Erfolgs hieß Florian Gusek. Über Jahre hinweg hatte der Coach hervorragende Arbeit geleistet und das Team schließlich zum Titel geführt. Nun ist die gemeinsame Zeit allerdings vorbei: Gusek und der ASV Draßburg gehen getrennte Wege.
Umbruch nach der Meistersaison
Dass die neue Saison keine einfache werden würde, zeichnete sich bereits im Sommer ab. Nach dem Meistertitel kam es zu einem größeren personellen Umbruch, mehrere Spielerinnen verließen den Verein. Darunter auch die Schwartz-Zwillinge Hannah und Sophie, die den nächsten Schritt wagten und sich Rapid anschlossen.
Die Veränderungen hinterließen ihre Spuren. An die beeindruckende, ungeschlagene Meistersaison konnten die Draßburgerinnen zunächst nicht nahtlos anknüpfen. Nach sechs Spielen stehen drei Siege ebenso vielen Niederlagen gegenüber. Besonders schmerzhaft waren dabei die Derbypleite in Mattersburg (1:2) und das Duell mit Rivale Bad Sauerbrunn (1:4).
6:1-Sieg als Abschiedsgeschenk
Immerhin gelang der Mannschaft am vergangenen Spieltag mit einem deutlichen 6:1 gegen Frauenkirchen ein Erfolgserlebnis. Zu diesem Zeitpunkt war die Trennung von Gusek allerdings bereits beschlossene Sache. Der klare Sieg wurde damit zum versöhnlichen Schlusspunkt einer erfolgreichen gemeinsamen Zeit.
„Das sind die Mechanismen im Fußball. Die Mädels haben mir mit dem Sieg aber ein tolles Abschiedsgeschenk gemacht. Ich bin überzeugt, dass sie eine erfolgreiche Saison spielen werden, und wünsche ihnen viel Glück“, verabschiedet sich Gusek.
Auch ASV-Vorstandsvorsitzender Christian Pfeiffer blickt mit Dankbarkeit auf die gemeinsame Zeit zurück, macht aber keinen Hehl daraus, dass sich der Verein eine andere Entwicklung erhofft hatte.
„Es ist nicht ganz so gelaufen, es gab das eine oder andere Thema. Und wir hatten das Gefühl, ein frischer Wind tut gut“, erklärt Pfeiffer die Entscheidung. Gleichzeitig betont der Funktionär die Verdienste des scheidenden Trainers: „Wir bedanken uns bei Flo, der jahrelang Top-Arbeit gemacht hat und den Titel geholt hat.“
Cünyet Sengül übernimmt
Der angekündigte frische Wind kommt nun mit Cünyet Sengül. Er übernimmt ab sofort das Traineramt bei den Draßburger Frauen. Zuletzt war Sengül als Nachwuchstrainer beim ASV Hornstein tätig.
Für den neuen Coach wartet damit eine reizvolle Aufgabe: Nach dem Meistertitel und dem personellen Umbruch gilt es, die Mannschaft neu zu formen, Stabilität in die Leistungen zu bringen und an die Erfolge der vergangenen Saison anzuknüpfen.