Vor ein paar Jahren wurde eine moderne Mehrzweckhalle in Neutal eröffnet. Nun braucht es eine Adaptierung für den in der Halle befindlichen Tennisverein.
Von den „Schäfchen“ in der Gemeinde zum einfach tierischen Ruhestand
IN Bürgermeister-Pension
Nach 58 Jahren in der Politik, davon 26 im Gemeinderat, hat Herbert Schedl nun alle seine politischen Ämter zurückgelegt.
Herbert Schedl wird sich im Polit-Ruhestand vermehrt um den familiären „Tierpark“ kümmern, dem unter anderem einige Zwergziegen angehören.
© Privat
Vor Kurzem hat Herbert Schedl sowohl auf sein Amt als Bürgermeister als auch auf sein Gemeinderatsmandat verzichtet. Er zieht sich nun also nach mehr als einem halben Jahrhundert gänzlich aus der Politik zurück. Seine ersten „politischen“ Schritte machte er 1968 in der Jungen ÖVP in Oberloisdorf. Dass er nun allerdings als SPÖ-Bürgermeister in seine Polit-Rente ging, ist eine lange Geschichte, wobei ein zentrales Kapitel Schedls 26 Jahre in der Kommunalpolitik bilden.
1987 wurde er als Gemeinderat der Großgemeinde Mannersdorf angelobt und 1992 wurde er Vizebürgermeister, ein Amt, das er acht Jahre lang ausüben sollte. Es folgte eine längere Pause von der Kommunalpolitik, ehe Schedl 2012 für die ÖVP in den Gemeinderat zurückkehrte. Nichtsdestotrotz war es just der damalige SPÖ-Bürgermeister Hans Schedl, der den „schwarzen“ Herbert 2016 zum Ortsvorsteher von Mannersdorf gemacht hat.
Bürgermeister von 2021 bis 2026
„Mir ist es immer um die Leute gegangen“, betont Schedl. Er hatte damals eigentlich vor bei den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen für die ÖVP als Spitzenkandidat zu kandidieren, was Unstimmigkeiten in der Partei vereitelten. Und so kam es, dass Schedl zwar schon für das Bürgermeisteramt kandidierte, allerdings für die SPÖ, für die er von 2017 bis 2021 als 2. Vizebürgermeister und schließlich von 2021 bis 2026 als Bürgermeister tätig war.
Heute ist er sowohl Mitglied bei der SPÖ als auch beim Seniorenbund. „Ich wollte etwas für die Gemeinde bewegen“, bringt Herbert Schedl nochmals sein Animo auf den Punkt. „Weh tut mir, dass ich einige Projekte nicht umsetzen konnte, wie den Gemeindeamtneubau, aber viele andere sind vorbereitet oder im Laufen“, zieht er durchwegs eine positive Bilanz.
Auf der Liste der Projekte, die er begleitet, federführend umgesetzt oder mit auf Schiene gebracht hat, stehen unter anderem der Kauf des Gasthauses Hofer, der Bau der Arztpraxis samt Wohnungen, die Errichtung des Pflegestützpunkts, die Anschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeugs und Kanalerweiterungen in Mannersdorf, der Bau von Rückhaltebecken, das Kanaltrennsystem und die Einhausung des Siebenbründlbachs in Rattersdorf, die Vermietung der alten Volksschule, der Glasfasernetz-Vollausbau und die Errichtung einer Photovoltaikanlage in Unterloisdorf, die Aufschließung der Steinwiese und der Umbau des Schweinstalls der Klosteranlage zum Veranstaltungsraum in Klostermarienberg und ein neues Feuerwehrauto für die FF Liebing.
In der Bürgermeister-Pension freut sich Schedl vor allem darauf, mehr Zeit für die Familie zu haben. Außerdem möchte er sich verstärkt dem familiären „Tierpark“ widmen. Die Schar der Haustiere umfasst nämlich 8 Zwergziegen, 35 Zwerghühner, 6 Tauben und einen Hund.