Das Land, die Burgenland Energie und die Landesholding planen einen Datencenter-Campus mit bis zu 500 Megawatt Leistung in Nickelsdorf. Mit möglichen Investoren wird verhandelt, eine Errichtung soll nur unter Einhaltung der festgelegten Umwelt- und Standortkriterien erfolgen.
Wasserstand im Neusiedler See nun auf neuem Tiefstwert
Pegel von 2022 unterschritten
Der Wasserstand des Neusiedler Sees hat am Donnerstag mit 114,891 Meter über Adria einen neuen Tiefstwert seit 1965 erreicht.
Neusiedler See bei Weiden am See
© Birgit Böhm-Ritter
Zuletzt war der Wasserstand 2022 auf ähnlichem Niveau, lag damals jedoch einen Zentimeter darüber (114,9 Meter über Adria). Im Vorjahr stand das Wasser im See zur selben Zeit rund 40 Zentimeter höher. Ein halber Meter fehlt auf das langjährige Mittel und fast ein Meter auf den Höchstwert aus 2014.
Aktuell entwickle sich der Wasserstand ähnlich wie 2022, meinte Christian Sailer, Leiter des Hauptreferats Wasserwirtschaft im Amt der burgenländischen Landesregierung, kürzlich im Gespräch mit der APA. Der Regen der vergangenen Wochen habe jeweils nur wenige Millimeter gebracht und sei für den See zu gering ausgefallen. Zu hoffen sei nun, dass sich der See, aber auch die Salzlacken und der Grundwasserspiegel über den Winter erholen.
Der Vorteil des Neusiedler Sees sei, dass er schnell auf Niederschläge reagiere und der Wasserstand bei Regen rasch ansteige. Zäher gestalte sich die Lage beim Grundwasser, das sich derzeit ebenfalls im niedrigen Bereich bewege, so Sailer. Vom Niedrigwasser betroffen seien zudem Bäche und Flüsse. Auch sie würden auf Regen warten.
Landesrat Dorner verweist auf Zuleitung aus Donauwasser
Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner (SPÖ) bekräftigte in einer Aussendung das Bestreben des Landes, die 2024 vom Bund und den Ländern Niederösterreich und Burgenland unterzeichnete Grundsatzvereinbarung zur Sicherung der Wasserressourcen im Osten Österreichs rasch in Umsetzung zu bringen. Als erstes überregionales Projekt soll laut dem Abkommen die Zuleitung von Donauwasser in die Ostregion in Niederösterreich südlich der Donau und in das nördliche Burgenland im Rahmen einer Machbarkeitsstudie gemeinsam entwickelt werden: „Aus Sicht des Burgenlandes ein ganz wesentlicher Punkt zur langfristigen Absicherung für die gesamte Region, woran auf Expertenebene mit Nachdruck an einer Lösung gearbeitet wird.“
Eine wichtige Maßnahme, um das Wasser in der Region Seewinkel zu halten, wofür in den vergangenen zwei Jahren mehr als 30 Wehranlagen errichtet bzw. instandgesetzt wurden. „Durch gezielten Rückstau an mehreren Entwässerungsgräben wird der Abfluss von Wasser bereits gedrosselt“, erklärte der Landesrat. „Wir haben uns im Zukunftsplan 2030 klar zum Erhalt des Naturjuwels Neusiedler See bekannt. Dafür sind die genannten Maßnahmen, aber insbesondere die Stützung der natürlichen Wasserressourcen durch die Zuleitung von Wasser aus der Donau für die Dotierung des Grundwasserspiegels im Seewinkel, unerlässlich“, so Dorner.