Am Sonntag lud die SPÖ Kroatisch Minihof zum Familienwandertag ein. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, gemeinsam die Natur zu erkunden und einige gesellige Stunden zu verbringen.
„Nur Ja heißt Ja“: In Oberpullendorf wurde gegen Gewalt mobil gemacht
Aktion
„Nur JA heißt JA“ – unter dieses Motto stellte die Frauenberatungsstelle Oberpullendorf ihre diesjährige Aktion im Rahmen der internationalen Kampagne „16 Tage gegen Gewalt“.
Die Damen der Frauenberatungsstelle machten gemeinsam mit Polizist Ronald Subosits und Autorin Jutta Treiber gegen Gewalt an Frauen mobil. Auch Bürgermeister Johann Heisz nahm an der Aktion teil.
© Michaela Grabner
Am Hauptplatz las Autorin Jutta Treiber vor Passanten und einigen Schülerinnen und Schülern aus Gymnasium und Handelsakademie aus ihrem Buch „Vergewaltigt“. Das Team der Frauenberatungsstelle Oberpullendorf und die Polizei als Kooperationspartner informierten gemeinsam zum Thema.
In Österreich gab es heuer bereits 14 Femizide und 31 Mordversuche bzw. schwere Gewalttaten gegen Frauen und Mädchen.
Weltweit wird laut Sozialabeiterin Katharina Müllner alle zehn Minuten eine Frau von einem Partner oder männlichen Verwandten ermordet. „Das Wort Femizid umschreibt die Tatsache, dass Frauen fast ausschließlich von Männern getötet werden, mit denen sie in einer Beziehung stehen oder standen“, so Müllner. In Österreich liege die Rate an Frauenmorden in Relation zur Bevölkerung weit über dem EU-Durchschnitt. Müllner wies darauf hin, dass Gewalt meist lange vor einem Mord beginnt etwa in Form von Kontrolle, Einschüchterung, Freiheitsentzug, Demütigung, Drohungen, körperlichen Übergriffen. sexueller Nötigung und Vergewaltigung bis hin zu schwerster Körperverletzung.
„Frauenberatungsstellen stehen betroffenen Frauen solidarisch und ermutigend zur Seite und begleiten sie auf ihrem Weg zur Selbstermächtigung“, so Müllner weiter. Und meinte abscließend: „Eine bessere Welt braucht klare Richtlinien und Werthaltungen gegen Gewalt, sie braucht Gesetzgebungen und politische Positionierung, sie braucht aber auch die Bereitschaft zur individuellen Übernahme von Verantwortung und zur Solidarität und zur Offenheit jeder und jedes einzelnen, anderen Menschen jedes Geschlechts mit Respekt für dessen oder deren Grenzen und mit größtmöglicher Achtsamkeit zu begegnen. Nur Ja heißt Ja.“
© Michaela Grabner
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