Spannende Grabungsarbeiten in Redlschlag

Archäologie

Die Arbeiten geben Aufschluss über prähistorischen Kupferbergbau im Raum Bernstein

Von Bertie Unger

Die Grabungsfirma PannArch untersucht eine Fundstelle in Redlschlag. Manuela Thurner hat die Grabungsleitung.

Die Grabungsfirma PannArch untersucht eine Fundstelle in Redlschlag. Manuela Thurner hat die Grabungsleitung.

© Manuela Thurner

Manuela Thurner ist eine namhafte Archäologin und als solche ist sie gerade im Bernsteiner Ortsteil Redlschlag tätig. Thurner verfasste ihre Masterarbeit über den Bergbau des Bernstein-Rechnitzer-Fenster und widmet sich in Zukunft intensiv der Erforschung des Gebietes. In einem ersten Schritt geht es um Grabungen zur Erforschung der archäologisch-wirtschaftsgeschichtlichen Vergangenheit der Region. „In erster Linie sollte festgestellt werden ob im Fundstellenbereich noch Befunde oder Strukturen "in situ" vorhanden sind – dieses Ziel wurde bereits am zweiten Grabungstag definitiv erreicht“, sagt Manuela Thurner.

Innerhalb von mehreren Tagen wurden richtlinienkonform 4 Öfen ausgegraben. An Funden wurden Ofenteile, Holzkohle und Probenmaterial geborgen. Nach Abschluss der Grabungsarbeiten geht es nun an die Aufarbeitung der Funde und an die Datierung der geborgenen Holzkohle (C14-Methode) und die Untersuchung der Verhüttungsrückstände. Höchstwahrscheinlich handelt es sich bei den Öfen um pyrometallurgische Anlagen - genaueres wird jedoch die Analyse zeigen. „Die Grabungsergebnisse liefern neue Erkenntnisse über die Region und liefern höchstwahrscheinlich erste Erkenntnisse über den prähstorischen Kupferbergbau im Burgenland“, sagt die Archäologin.

Für die Zukunft sind für die Gemeinde und den Ortsteil Redlschlag Vorträge, Kinderarchäologietage und weitere Forschungen geplant.