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Streit um Geld: Frau drohte mit Dachträger
Auch Mann rabiat
Gegenseitig schenkten sich eine 41-jährige Frau und ein 57-jähriger Mann nichts. Am Donnerstag, 15. Jänner 2025, standen beide vor Gericht.
Ein 57-jähriger Mann und eine 41-jährige Frau mussten wegen gegenseitiger Aggression vor Gericht.
© BVZ/Kirchmeir
Und zwar wegen zwei Vorfällen, die sich Ende Juni und im September 2025 im Bezirk Jennersdorf ereignet hatten.
Die beiden Personen streiten wegen Rechtsanwaltskosten, die im Zuge einer gerichtlichen Auseinandersetzung um die Rückzahlung von Schulden entstanden sind. Im Zuge dieses schon länger schwelenden Streits hielt die 41-Jährige dem 57-Jährigen am 30. Juni 2025 vor, er könnte ihre drei Katzen vergiftet haben. „Er nahm mich seitlich am Hals und schob mich aus dem Haus“, berichtete die Frau.
Das gab der 57-Jährige zu. „Ich habe sie leider zu kräftig am Hals gepackt“, sagte der Angeklagte. „Ich war aufgebracht über ihren Vorwurf, dass ich eventuell ihre Katzen und auch meine eigenen vergiftet habe.“
Am 8. September war die Frau bei dem Mann aufgetaucht, weil sie ihm ihren Hund zum Aufpassen bringen wollte. „Wir wurden streitert, es ging ums Geld“, erzählte die Frau.
„Er nahm mich am Hals, ich hielt mich an ihm fest, da zerriss sein T-Shirt“, so die Frau. Sie griff nach einem von zwei Dachträgern, die sie dort stehen sah, habe damit aber „nicht aufgerieben“, meinte sie.
„Sie hat den Dachträger drohend gegen mich gerichtet“, meinte hingegen der Mann. Er habe sich „dermaßen bedroht gefühlt“, dass er die Polizei verständigte.
Diese stellte fest, dass die 41-Jährige erheblich alkoholisiert, aber dennoch zuvor mit dem Auto gefahren war.
Der Frau wurde daraufhin der Führerschein abgenommen.
„Wir sind kein Pärchen, aber wir halten zusammen“, sagte die Angeklagte. „Wir bemühen uns beide sehr“, sagte der 57-Jährige. „Wir haben jeder einen Hund und betreuen gemeinsam acht Katzen.“ Auch er konsumiere bisweilen zu viel Alkohol.
„Ihr Hauptproblem ist, dass Sie den Alkohol in den Griff bekommen“, stellte die Richterin fest und bot den beiden Angeklagten eine Diversion an. Die Frau muss 400 Euro bezahlen, der Mann 600, dann wird das Verfahren gegen beide eingestellt.