Mattersburger am Gipfel des Kilimandscharo: „Gefühl der Freiheit“

Auf 5.895 Metern

Der Mattersburger Marko Amminger setzt mit seinem Verein „Freunde kicken für Afrika“ seit mittlerweile 15 Jahren Hilfsprojekte für Waisenkinder in Tansania um. Er ist regelmäßig vor Ort, um sich einen Überblick über die Projekte zu verschaffen. Dieses Mal stand ein besonderer Abschluss seiner Afrika-Reise an: Die Besteigung des Uhuru Peaks auf 5.895 Metern, dem Gipfel des Kilimandscharo.

Von Redaktion BVZ

Marko Amminger mit seinem Guide am Gipfel des Kilimandscharo.

Marko Amminger mit seinem Guide am Gipfel des Kilimandscharo.

© zVg

Am 19. Juli hob der Flieger von Amminger und weiteren Helfern in Richtung Tansania ab. Am 5. August ging es dann für den Großteil der Gruppe heim nach Wien-Schwechat, Amminger machte sich auf zum höchsten Berg Afrikas. Amminger wählte für die Besteigung des Kilimandscharos die berüchtigte Marangu-Route.

„Es gibt mehrere Routen zum Gipfel. Ich habe diese Route gewählt, weil es die einzige ist, bei der man in Hütten schläft. Der Startpunkt, das Marangu-Gate, befindet sich auf etwa 1.800 Metern Höhe. Täglich bewältigt man zirka 1.000 Höhenmeter. Damit sich der Körper noch besser an die Höhe gewöhnen kann, wird am dritten Tag ein Akklimatisationstag eingelegt – man steigt nur wenige hundert Meter auf, geht dann wieder retour und verbringt die Nacht auf rund 3.800 Metern“, erzählt Amminger.

Ab dem vierten Tag ging es zum Hauptberg, dem Kibo – da wurde es richtig steil. Erneut wurden am vierten Tag rund 1.000 Höhenmeter geschafft. Am fünften Tag stand der Anstieg zum Gipfel am Programm. Los ging’s um halb eins Uhr in der Früh. Rund sechs Stunden im Dunkeln, 1.100 Höhenmeter – und der Anstieg zum Uhuru Peak auf 5.895 Metern Höhe war geschafft. Danch begann sofort der Abstieg, der am sechsten Tag vollendet wurde.

„Ich war im Vorfeld regelmäßig laufen und habe den einen oder anderen ‚Hügel‘ bestiegen. Großartig Höhenluft kann man bei uns natürlich nicht trainieren“, berichtet Amminger von seinen Vorbereitungen.

Mattersburger am Gipfel des Kilimandscharo: „Gefühl der Freiheit“

© zVg

Die Intention, den Kilimandscharo zu besteigen, schildert er wie folgt: „Ich war mittlerweile elfmal in Tansania, der Berg hat mich schon immer fasziniert. Er hat für mich eine besondere, spirituelle Anziehung. Vor drei Jahren habe ich bereits den Mount Meru – dieser ist 4.800 Meter hoch – in Tansania bestiegen. Dieses Mal wollte ich zum höchsten Punkt Afrikas.“

Die Strapazen waren enorm. „Bei dieser Anzahl von Höhenmetern ist die Belastung für den Körper extrem. Die Höhenluft erschwert den Aufstieg erheblich“, hält Amminger fest.

Der Moment, dort oben zu stehen, wird Amminger ewig in Erinnerung bleiben. „Ich hatte ein besonderes Gefühl der Freiheit und des Friedens, der Leichtigkeit und habe eine Nähe zum Schöpfer verspürt – einfach ein großes Glücksgefühl“, so Amminger abschließend.