Auftaktrunde: 1. Klasse-Frühjahr startet mit einem Top-Spiel!

1. Klasse Süd-Vorschau

Gleich zum ersten Rückrunden-Spieltag reisen die Winterkönige von der Gemeinde Tobaj zum schärfsten Verfolger aus St. Martin.

Von Patrick Bauer, Max Wiesler & Kevin Hasler

Abschied nach oben? Die ASV Gemeinde Tobaj mit Offensiv-Allrounder Luka Dragovic (r.) hielt über den Winter seinen Kader beisammen und fährt so eingespielt zum großen Schlager nach St. Martin. Das Team von Jochen Keglovits würde den Weg in die 2. Liga Süd gerne schon in diesem Jahr gehen.

Abschied nach oben? Die ASV Gemeinde Tobaj mit Offensiv-Allrounder Luka Dragovic (r.) hielt über den Winter seinen Kader beisammen und fährt so eingespielt zum großen Schlager nach St. Martin. Das Team von Jochen Keglovits würde den Weg in die 2. Liga Süd gerne schon in diesem Jahr gehen.

© Bauer, Bauer

NEUHAUS - DEUTSCH KALTENBRUNN, SAMSTAG, 14.30 UHR. Schon am ersten Rückrundenspieltag gilt für beide Mannschaften: Verlieren verboten! Prinzipiell gilt dieses Motto zwar immer, in diesem Fall trifft es aber wirklich zu. Sowohl die Neuhauser als auch die SVDK-Elf waren mit großen Erwartungen in die Saison gegangen und wollten ein kräftiges Wörtchen um den 2. Liga-Aufstieg mitspielen. Etwas mehr als ein halbes Jahr später ist man nur noch in der Außenseiterrolle. Die USV-Elf von Sebastjan Vogrincic hat sieben Punkte Rückstand auf Herbstmeister Tobaj, während die Kaltenbrunner im Herbst drei Zähler weniger als der Auftaktgegner machten. „Wir wollen kleinere Brötchen backen“, meinte Kaltenbrunns Sportlicher Leiter Hannes Thier und schoss den Gang in den Landessüden betreffend nach: „Neuhaus ist sicher weiter ein Anwärter auf den zweiten Platz, wir wollen aber punkten.“ Das hofft man auf Hausherren-Seite zu verhindern, erklärte der Sportliche Leiter Stephan Knapp: „Ich schätze sie auch gut ein. Offensiv fehlt uns aktuell ein bisschen was, defensiv stehen wir dafür relativ gut.“

Aktuelle Infos: Die Hausherren müssen das Frühjahr ohne Legionär Valentin Juric bestreiten. Kaltenbrunn fehlen zum Start Jens Koch, Kevin Berger und Dominik Schlener.

WELGERSDORF - ZUBERBACH, SAMSTAG, 15.30 UHR. Der SV Welgersdorf stellte über den Winter alles auf null und holte neben neuen Legionären mit Ewald Bogendorfer auch einen neuen Cheftrainer. So versucht man laut Pressesprecher Dietmar Kaiser „das Unmögliche noch möglich zu machen“ und den Klassenerhalt doch noch zu schaffen. Dafür braucht es zu Beginn aber eigentlich schon Zählbares. „Es zählt auch genau nur das“, so Kaiser weiter, der die Marschroute gleich vorgab. Der Zuberbacher Aufsteiger punktete im Herbst beständiger und kann etwas gelassener ins Auftaktspiel gehen. „Wir wissen, dass es schwer wird“, sagte Sektionsleiter Klaus Brandstätter, um anzufügen: „Sollten wir gewinnen, wären wir schon zehn Punkte vor ihnen. Das wäre schon sehr viel wert.“

Aktuelle Infos: Bei den Hausherren fehlen Niko Urbauer und Milan Kosik. Die Gäste müssen sicher auf Peter Farkas verzichten – Christopher Tuba war zu Wochenbeginn fraglich.

LOIPERSDORF - GOBERLING, SAMSTAG, 15.30 UHR. Ein Duell zweier richtig kompakter Mannschaften aus dem Herbst steigt am Sonntag in Loipersdorf, wenn der SCLK Goberling empfängt. Die Heimischen stehen dabei noch eine Spur besser da als die Gäste, das schlug sich auch in der Winter-Transferpolitik wieder. „Wir haben unseren Kader zusammengehalten, sahen keinen Grund zur Änderung und hoffen, dass wir so als Mannschaft gleich voll da sind“, so SCLK-Sektionsleiter Roland Szander. Die Gäste tätigten schon einige Transfers, die Neuen zu integrieren fiel aber nicht leicht. „Wir hatten oft einige Verletzte“, sprach Sektionsleiter Rainer Hotwagner von einer nicht optimalen Vorbereitung. Credo zum Start: „Ein Punkt wäre schon super.“

Aktuelle Infos: Im Gegensatz zu vielen Testspielen sollte Goberling komplett sein, dem SCLK fehlen Henry Darko und Manuel Glatz (beide gesperrt).

BUCHSCHACHEN - OBERDORF, SAMSTAG, 15.30 UHR.Mit einigen neuen Gesichtern will der SC Buchschachen in diesem Jahr erneut den Klassenerhalt schaffen. Neu ist dabei vor allem der Cheftrainer: Toni Dorner, der in seiner langen Karriere für viele Vereine sehr erfolgreich spielte, übernahm über den Winter und wird dabei auch als Spieler tätig sein. Mit ihm ist auch Stürmer Tomas Marolt neu, der in nahezu allen Testspielen seine Treffsicherheit unter Beweis stellte. „Unsere Vorbereitung war gut, aber das zählt alles nichts mehr, denn jetzt geht es um die Wurst und Punkte“, so SCB-Coach Dorner. Die Oberdorfer beobachtete er zuletzt noch bei einem Testspiel. „Die sind gut und sicher stärker als im Herbst, aber ich glaube schon, dass wir uns auf Augenhöhe begegnen.“ Fast noch mehr neu als in Buchschachen ist beim ASK Oberdorf. Diese installierten mit Ex-Kicker Goran Vincetic ebenfalls einen neuen Chefcoach und wechselten bei den Legionären ebenfalls kräftig durch. Klar ist, dass der ehemalige 2. Liga-Verein unter keinen Umständen in die 2. Klasse will. Schritt Nummer eins soll zum Auftakt folgen. Sektionsleiter Wolfgang Halper: „Wir wollen positiv starten und zumindest nicht verlieren. Ziel ist, so schnell wie möglich weg von der bedrohten Zone zu kommen.“

Aktuelle Infos: Den Hausherren fehlen Flamur Kacanolli und Thomas Lechner. Oberdorf reist wohl komplett an.

KEMETEN - SANKT MICHAEL, SAMSTAG, 16 UHR.Eine super Vorbereitung liegt hinter dem SC Kemeten, der Jabing mit 7:1 besiegte und dann auch Markt Allhau mit 2:0 schlug. Erst im letzten Vorbereitungsspiel gegen Buch hatte man dann personelle Probleme, die die gute SCK-Stimmung aber nicht trüben sollte. „Wenn wir vollzählig antreten können, sind wir sicher nicht schlecht drauf“, war Obmann-Stellvertreter Gerald Halper nur vorsichtig optimistisch. Den Auftakt-Gegner aus „Michö“ schätzt man nämlich stark ein: „Die sind immer gefährlich, wobei wir im Angriff vor allem Filip Hanzic unter Kontrolle bringen müssen.“ Beim SV St. Michael gab es in der langen Winterpause ebenfalls kaum Grund zu meckern. Die Spiele liefen großteils gut und bis zur letzten Woche kam man auch ohne größere personelle Probleme durch den Winter. Zuletzt fielen aber einige Kicker aus, die nun aber nach und nach wieder einsteigen sollen. So war St. Michaels Sektionsleiter Rudi Kopitar schon vorfreudig: „Die Erwartung ist, dass wir gut ins Frühjahr starten. Die Vorbereitung war super, Meisterschaft ist aber natürlich was anderes, dennoch erwarten wir uns zum Start schon Punkte.“

Aktuelle Infos: Eigentlich sollten beide Teams in Bestbesetzung antreten können, wobei einige Spieler zuletzt krank ausfielen und noch nicht ganz sicher war, ob alle bis zum Start auch fit werden würden.

SANKT MARTIN - GEMEINDE TOBAJ, SONNTAG, 15.30 UHR.Das Top-Spiel der ersten Frühjahrs-Runde steigt am Sonntag beim ASV St. Martin/Raab. Der Herbstmeister aus Tobaj gibt sich die Ehre und trifft dabei auf seinen derzeit schärfsten Verfolger. Nur ein Punkt trennt die beiden Spitzenklubs des Herbstes und die restliche 1. Klasse hofft insgeheim auf eine Punkteteilung. Allzu viel änderte sich bei beiden Vereinen nicht. Die Hausherren wechselten von Sasa Hojski auf Luka Vhrunc Pfeifer – Tobaj holte nur zwei junge Kicker hinzu. So will man weiter ein kräftiges Wörtchen um den Aufstieg mitsprechen. „Wir hoffen, dass wir vorne mit dabei bleiben. Das ist derzeit noch schwer einzuschätzen“, meinte ASV-Obmann Edwin Janosch, der ergänzte: „Die Tobajer sind schon richtig gut.“ Diesen Respekt erarbeitete sich der Winterkönig, der aber an seine Leistungen des vergangenen Jahres anknüpfen will. Kapitän Lukas Spirk: „Es geht gleich ans Eingemachte. Unser Ziel ist es, etwas mitzunehmen. Wir haben Respekt vor ihrer Heimstärke, aber sicher keine Angst.“ Nachsatz: „Wir werden alles daran setzen, um unseren Platz zu verteidigen.“

Aktuelle Infos: Dominik Windisch und Kevin Lang werden den St. Martinern fehlen. Tobaj sollte komplett anreisen.

WIESFLECK - UNTERSCHÜTZEN, SONNTAG, 15.30 UHR. Schafft der SKU das, was er im letzten Jahr auf dramatische Weise am letzten Spieltag noch verspielte? Trotz sechs Punkten Rückstand auf Tabellenführer Tobaj hat die Elf von Neo-Trainer Christoph Kuh den 2. Liga-Aufstieg noch im Blick. „Wir haben im Vorjahr gesehen, wie schnell es gehen kann. Klar ist aber auch, dass wir uns kaum etwas erlauben dürfen“, so der SKU-Trainer, um anzufügen: „Wiesfleck ist für seine Kampfstärke bekannt. Die werden uns nichts schenken.“ Dem stimmte man im SCW-Lager zu. „Klar wollen wir sie ärgern“, erklärte Trainer Rene Mahlknecht, der im Frühjahr auf Christian Plank und Gabor Dallos, die ihre Karrieren beendeten, verzichten muss, dafür aber zwei neue Legionäre ins Boot bekam.

Aktuelle Infos: Dem SKU fehlt Mark Toth. Bei Wiesfleck waren die Einsätze von Marc Mikolaschek, Patrick Siman und Nico Nemejc fraglich.

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