Der Bezirk Neusiedl am See bietet in den kommenden Tagen ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm. Von Konzerten, Wandertagen über Ausstellungen bis hin zu Halloween-Events ist für jeden etwas dabei.
„Berufsverbrecher“ muss acht Jahre hinter Gitter
Taten in Burgenland & NÖ
Mehrere einschlägige Strafen und Haftstrafen hielten einen Ungar (49) nicht davon ab, im Burgenland, Niederösterreich und Tirol Einbrüche und Diebstähle zu begehen. Am Landesgericht St. Pölten wurde er nun für seine Taten zu acht Jahren Haft verurteilt.
Im Schwurgerichtssaal am Landesgericht St. Pölten wurde der Ungar rechtskräftig verurteilt.
© Beate Riedl
Die Liste der Straftaten ist lang, die ein Ungar (49) in Österreich begangen haben soll, ebenso lang ist wohl auch die Liste jener Taten, für die er bereits in seinem Heimatland verurteilt worden war. Auch Haftstrafen musste er bereits verbüßen. Doch die Verurteilungen hielten ihn nicht ab, auch in Niederösterreich, dem Burgenland und sogar in Tirol sein Unwesen zu treiben und auf Diebestour zu gehen.
Nun musste er sich am Landesgericht St. Pölten vor dem Schöffensenat wegen gewerbsmäßigem Diebstahl durch Einbruch, schwerem Raub, geschlechtlicher Nötigung, Urkundenunterdrückung und Unterdrückung unbarer Zahlungsmittel verantworten.
In Häuser und Autos eingebrochen
Einen „Berufsverbrecher“ nennt ihn der Staatsanwalt in der Anklage, denn der Ungar sei von März bis September des Vorjahres nach Österreich gereist, um in Häuser und Autos einzubrechen. Unter anderem wird ihm zur Last gelegt, dass er maskiert mit einem weiteren unbekannten Täter im April in Maria Anzbach in ein Haus einbrach, dort von der Bewohnerin (86) überrascht wurde, diese niederriss, trat und an der Brust und im Schambereich berührte.
Ein weiterer Einbruch sowie ein Einbruchsversuch in Maria Anzbach im April, mehrere Autoeinbrüche in Mönchhof im Bezirk Neusiedl am See sowie ein Diebstahl in Baumkirchen in Tirol konnten ihm außerdem nachgewiesen werden. In Baumkirchen wurde der 49-Jährige auf frischer Tat ertappt und wenig später von der Polizei festgenommen. Schmuck, Bargeld und Bankomatkarte soll er bei seinen Coups an sich genommen haben.
Angeklagter teilweise geständig
Zu den Taten zeigt er sich geständig, dass er die 86-jährige Maria Anzbacherin verletzte und unsittlich berührte, stritt er vor dem Schöffensenat allerdings ab. „Ich habe die Dame nicht angegriffen, so etwas würde ich nie machen“, erklärt er. Auch das Opfer selbst identifizierte den Ungarn nicht als Täter. „Der war es nicht, der ist zu dick“, sagte sie beim Blick zum Angeklagten.
Der Mann wird wegen gewerbsmäßigen Diebstahls, Einbruch und Entfremdung unbarer Zahlungsmittel (er hatte mit einer gestohlenen Bankomatkarte bezahlt) zu acht Jahren Haft verurteilt. Freigesprochen wird er von den Vorwürfen des schweren Raubes und der geschlechtlichen Nötigung, da dies nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte. „Er ist ein Berufsverbrecher, fährt dafür von Ungarn nach Österreich“, stellte auch die Richterin bei der Urteilsverkündung fest.