Nico Müller aus Kobersdorf ist Zivildiener des Jahres

Auszeichnung

Bundesministerin Claudia Plakolm zeichnete den 19-Jährigen aus.

Von BVZ Redaktion

Samariterbund-Präsident Franz Schnabl, Bundesministerin Claudia Plakolm, Marlene Pfeiffer-Wild (operative Leitung im Geschäftsbereich Pflege beim Samariterbund Burgenland), Sonja Treiber (Wohnbereichsleiterin im Pflegekompetenzzentrum Weppersdorf) und Carina Pfneiszl (Wohnbereichsleitung-Stellvertretung im Pflegekompetenzzentrum Weppersdorf) gratulierten Nico Müller.

Samariterbund-Präsident Franz Schnabl, Bundesministerin Claudia Plakolm, Marlene Pfeiffer-Wild (operative Leitung im Geschäftsbereich Pflege beim Samariterbund Burgenland), Sonja Treiber (Wohnbereichsleiterin im Pflegekompetenzzentrum Weppersdorf) und Carina Pfneiszl (Wohnbereichsleitung-Stellvertretung im Pflegekompetenzzentrum Weppersdorf) gratulierten Nico Müller.

© zVg

Der 19-jährige Zivildiener Nico Müller aus Kobersdorf wurde von Bundesministerin Claudia Plakolm zum burgenländischen Landessieger im Rahmen des Wettbewerbs „Zivildiener des Jahres" gekürt. Für Nico Müller war das ein bewegender Moment – nicht nur als Anerkennung für seinen engagierten Einsatz, sondern auch als Bestätigung seiner persönlichen Entwicklung während des Zivildienstes: „Es freut mich besonders, dass mein Einsatz geschätzt wurde“, sagte der Kobersdorfer über die Auszeichnung.

Von 1. September 2024 bis Ende Mai 2025 leistete Nico Müller seinen Zivildienst beim Samariterbund im Pflegekompetenzzentrum Weppersdorf. Die Entscheidung für den Sozialbereich fiel ihm nicht schwer: „Ich habe mich bewusst dafür entschieden. Die Organisation und die Einrichtung waren dann genau so, wie ich es mir vorgestellt habe“, erzählt er. Der Umgang mit älteren und pflegebedürftigen Menschen habe ihn schon im Vorfeld sehr interessiert, da es in seinem persönlichen Umfeld viele ältere Menschen gibt.

„Mit seinem Engagement, seiner Empathie und seinem Pflichtbewusstsein hat Nico Müller ein starkes Zeichen gesetzt. Die Auszeichnung als Landessieger ist nicht nur eine Ehrung für seine Person, sondern auch ein deutliches Signal dafür, wie wertvoll und bedeutsam der Zivildienst im Sozialbereich ist“, hielt Samariterbund-Präsident Franz Schnabl bei der Ehrungsfeier fest.

„Nico Müller hat mit seinem Einsatz im Pflegekompetenzzentrum Weppersdorf weit mehr als nur seine Pflicht erfüllt – er hat Menschlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und echtes Engagement gezeigt. Er war da, wenn Hilfe gebraucht wurde, hat zugehört, mitangepackt und den Alltag vieler Menschen spürbar bereichert. Für unsere Bewohner war er ein geschätzter Begleiter im Alltag, für das Team eine verlässliche Unterstützung. Sein Beitrag war wertvoll und wird in bester Erinnerung bleiben“, so Sonja Treiber, Wohnbereichsleiterin im Pflegekompetenzzentrum Weppersdorf.

Besonders bewegend war für ihn die Erfüllung eines Herzenswunsches eines Bewohners. „Solche Momente zeigen, wie wertvoll unsere Arbeit ist“, sagt Nico Müller. Auch das Erleben von Fortschritten bei Bewohnern, die ohne Hilfe gewisse Dinge nicht geschafft hätten, mache ihn stolz. Als Zivildiener fühlte sich Nico Müller voll ins Team integriert. Die Zusammenarbeit mit den hauptberuflichen Pflegekräften beschreibt er als „sehr gut“, seine Arbeit wurde geschätzt und ernst genommen. Nur selten kam er an seine Grenzen – aber wenn, dann fand er Ausgleich in der Natur und im Wald, wie er erzählt. Auch Unterstützung und Gesprächsmöglichkeiten standen ihm jederzeit zur Verfügung.

Sein Blick auf ältere und pflegebedürftige Menschen habe sich durch den Zivildienst deutlich verändert: Vor allem seine Empathie für Menschen mit Demenz sei gewachsen. Eine berufliche Laufbahn in der Pflege strebe er aber nicht an. Dennoch nimmt er aus dem Zivildienst vieles mit – vor allem persönlich: „Der Zivildienst hat meine Werte und meine Sicht auf die Gesellschaft beeinflusst.“ Anderen jungen Männern empfiehlt er diese Erfahrung ausdrücklich: „Ja, auf jeden Fall.“

„Für unsere Bewohnerinnen und Bewohner war er ein geschätzter Begleiter im täglichen Leben und ein offenes Ohr – für das Team eine verlässliche Unterstützung. Sein Beitrag war wertvoll und wird in bester Erinnerung bleiben“, so Marlene Pfeiffer-Wild, operative Leitung im Geschäftsbereich Pflege beim Samariterbund Burgenland.

Auch Burgenlands Soziallandesrat Leonhard Schneemann stellte sich mit Glückwünschen bei Nico Müller ein. „Der Dienst an der Gesellschaft ist unverzichtbar. Daher ist es umso wichtiger, dass wir auch nicht darauf vergessen, danke zu sagen. Nico Müller hat sich durch seine fürsorgliche und freundliche Arbeit diesen Titel mehr als verdient. Sein Einsatz ist bemerkens- und bewundernswert. Junge Männer wie Nico Müller zeigen tagtäglich, dass der Zivildienst weit mehr ist als eine Alternative zum Wehrdienst ist – er ist ein wichtiger Baustein unseres sozialen Zusammenhalts“, betonte Schneemann.

Der Landesrat war selbst Zivildiener. Eine Zeit, die den heutigen Landesrat sehr geprägt hat und ihn bestärkt, den Zivildienst als tragende Säule einer solidarischen Gesellschaft zu fördern und zu unterstützen. „Junge Männer wie Nico Müller führen uns mit ihrem Einsatz vor Augen, wie wertvoll die Arbeit der Zivildiener für unsere Gesellschaft ist, insbesondere im sensiblen Bereich der Pflege und Betreuung älterer Menschen. Dazu nimmt man selbst auch etwas mit. Man lernt Verantwortung, Empathie und gesellschaftliches Engagement.“

Nico Müller aus Kobersdorf ist Zivildiener des Jahres

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