Wiener Neustädter Luka Wraber kämpft bei EM um letzte Olympia-Chance
Badminton
Nach einem verkorksten Saisonstart rückten die Olympischen Spiele für Luka Wraber in weite Ferne. Die letzte Chance noch auf den Paris-Zug aufzuspringen: Ein Top-Ergebnis bei der Europameisterschaft in Saarbrücken.
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Am heutigen Samstag reist Luka Wraber zur Europameisterschaft im deutschen Saarbrücken an. Das ambitionierte Ziel des ASKÖ Badminton Neudörfl-Spielers ist ein Platz unter den ersten Zehn. Saarbrücken war bisher ein guter Boden für 33-Jährigen, der mit dem dort ansässigen Verein von 2017 bis 2022 drei Meistertitel in der Deutschen Bundesliga geholt hat und sich letzten November in den Hauptbewerb des World Tour Super 300 Turniers gespielt hat.
„Das erste Match am Montag ist gleich entscheidend“, meint der Heeressportler im Vorfeld seiner siebenten Europameisterschaft: „Der Deutsche Roth ist ein Spieler, den ich schlagen kann, aber nur wenn ich in Bestform spiele. Danach wäre es bis ins Achtelfinale ein wenig leichter.“
Negativserie im EM-Gepäck
Die ersten Turniere des Jahres sind alles andere als nach Plan gelaufen, denn der Olympiateilnehmer von 2020 hat fünf Auftaktniederlagen in Folge kassiert. Vier davon gegen Spieler aus den Top 100. „Es war wie verhext. Ich war körperlich fit und habe die kleinen Verletzungen, die ich Ende 2023 hatte, alle auskuriert“, hadert der Olympia-Teilnehmer von Tokio 2021, der mit seinen Leistungen aber nicht unzufrieden war.
„Die war stark, wenn man bedenkt“, resümiert Wraber nach drei knappen Niederlagen gegen Spielern aus den Top 70: „Ich hatte über die Jahre bereits ein paar Negativserien wie diese und weiß, dass man nichts tun kann, außer weiter zu trainieren und den Glauben an sich nicht zu verlieren“, auch wenn die Zeit drängt. Die zweite Olympia-Quali rutschte für den Wiener Neustädter zuletzt in weite Ferne, um die theoretische Chance am Leben zu erhalten braucht es bei der EM im Saarland ein Top-Resultat.