Drachen in Kapfenberg: Diesmal nur 30 Minuten auf Augenhöhe

Basketball Superliga

Ein zehnminütiger Durchhänger verhinderte den zweiten Sieg in Folge für die BBC Nord Dragonz. Die Kapfenberg Bulls setzten sich schließlich klar mit 105:83 durch.

Von Von Peter Wagentristl

Lukas Hahn (l.) und seine Drachen hielten bis auf eine zehnminütigen Schwächephase solide mit den Kapfenberg Bulls mit.

Lukas Hahn (l.) und seine Drachen hielten bis auf eine zehnminütigen Schwächephase solide mit den Kapfenberg Bulls mit.

© BVZ/Archiv, Peter Wagentristl

Nach dem Sieg im Burgenland Derby gegen die Oberwart Gunners gingen die BBC Nord Dragonz erstmals in dieser Saison mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen ins Match.

Die ersten drei Spielminuten hielten die Drachen den Bullen in Kapfenberg auch Stand, dann sahen die Gastgeber aber rot und hängten den Eisenstädtern zehn Punkte in Serie an. Dass sich schon im ersten Viertel auch noch Tino Sebalj verletzte - zum Glück aber nur für das laufende Match aussetzen musste - und der ohnehin dezimierte Kader auf einen weiteren Starting Five-Spieler verzichten musste, machte die Lage natürlich nicht besser. Ebensowenig konnten zwei Time-Outs den Sturmlauf der Steirer stoppen. Im zweiten Viertel fassten sich die Burgenländer zwar, der Schaden war beim Halbzeitstand von 61:34 aber bereits angerichtet.

Solide Leistung, wenig erfreuliches Ergebnis

33 Punkte von Point Guard Austen Awosika - der sich damit zum aktuell besten Scorer der Liga mauserte! - reichten auch nicht aus, um die Partie noch zu drehen. Die Tabellensechsten brachten ihren Vorsprung schließlich ins Trockene, auch wenn der BBC Nord Viertel mit 16:25 klar für sich entscheiden konnten. Zum Buzzer stand eine 105:84-Niederlage für die Kapfenberg Bulls am Scoreboard. Den Jubel der Steirer dämpfte allerdings ein Knöchelbruch von Point Guard Christian Rodriguez, der erst Ende November zum Team stieß und nun sogar operiert werden musste. „Wir wünschen ihm im Namen der Dragonz-Familie eine gute und rasche Genesung“, so die Drachen in einem Statement.

„Wir haben uns von Kapfenberg und ihrer extremen Intensität überrumpeln lassen. Das zeichnet sie aus, dass sie super heiß starten – offensiv und defensiv. Wir waren schon 32 Punkte hinten, ich bin aber super stolz auf meine Mannschaft, wie wir nicht auf gegeben haben“, Headcoach Felix Jambor Licht und Schatten.

Drachen in Kapfenberg: Diesmal nur 30 Minuten auf Augenhöhe

© BVZ/, Peter Wagentristl

Richtig spannend wird es für die Eisenstädter am Samstag zuhause gegen die Vienna Timberwolves. Die Wiener sind zwar finanziell marod und haben dafür von der Liga eine Strafe in Form von zwei Punkten Abzug kassiert, unterschätzen darf man die junge Truppe aber keinesfalls. Mit Elias Wlasek (im Schnitt 16 Punkte pro Match) haben die Timberwolves einen brandgefährlichen Top-Scorer und mit Ziga Fifolt den besten Rebounder der Liga (rund zwölf Rebounds pro Match) in ihren Reihen - gerade letzteres könnte für die Burgenländer, denen zwei Center fehlen, zum Problem werden.

Tip-Off im Allsportzentrum ist um 18 Uhr.