Schreiben die Dragonz am Donnerstag in Eisenstadt Geschichte?
Basketball Superliga
Die BBC Nord Dragonz aus Eisenstadt konnten nach dem wohl nervenaufreibendsten Match in der Vereinsgeschichte beim 102:97-Sieg in der Vorwoche in Wels nicht nachlegen können. Beim Stand von 2:1 könnten die Dragonz am Donnerstag (19 Uhr) in Eisenstadt aber das Halbfinal-Ticket lösen.
Am Donnerstag könnte der Ausnahmezustand von vergangener Woche im Allsportzentrum sogar noch übertroffen werden.
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Was für ein Basketball-Drama im Allsportzentrum Eisenstadt: In einem historischen Play-off-Krimi setzten sich die BBC Nord Dragonz vergangenen Mittwoch nach drei (!) Verlängerungen mit 102:97 gegen die Flyers Wels durch und holten damit den zweiten Sieg in der „Best of Five“-Serie.
Die Gäste aus Oberösterreich starteten besser in die Partie und führten zur Pause mit 43:37. Im dritten Viertel zogen sie dank des starken Trios Caisin, Rossier und Azor sogar auf 62:50 davon. Doch im Schlussabschnitt kämpften sich die Drachen sensationell zurück, egalisierten einen 19-Punkte-Rückstand und retteten sich mit einem 70:70 in die Overtime.
Was folgte, war ein Nervenkrimi: Auch die erste und zweite Verlängerung brachten keine Entscheidung (82:82, 93:93). Erst in der dritten Overtime konnten sich die Burgenländer absetzen – und holten sich unter dem Jubel eines ausverkauften Hauses den vielumjubelten Heimsieg.

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Ein Matchball vergeben, zwei übrig
Mit dem 2:0 in der Serie ging es für die Dragonz am Mittwoch mit drei Matchballen nach Wels. Dort konnten die Burgenländer allerdings nicht nachlegen, trotz phasenweiser sehr starkem Auftritt. Mit nur einem von 13 verwandelten Dreierversuchen war die Ausbeute der Eisenstädter in der ersten Hälfte miserabel und für die Tabellenzweiten des Grunddurchgangs zu wenig, die 78:67-Niederlage entsprach dabei dem Spielverlauf.
Nicht nur die schlechte Quote aus der Distanz wurde den Drachen zum Verhängnis. Die Flyers aus Wels - die mit dem Rücken zur Wand spielten und daher „aus allen Kanonen feuerten“, wie Dragonz-Kapitän Sebastian Kunc es formulierte - holten deutlich mehr Rebounds, verteilten mehr Assists als die Rayshawn Mart, Lukas Hahn und co., und hatten aus jeder Position die bessere Wurfquote.

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„Wir wollen mehr!“, hielt Kapitän Sebastian Kunc fest: „Nur mitspielen reicht uns nicht. Das haben wir mit den zwei Siegen gezeigt.“
Nach dem Motto „never change a winning team“ hält er aktuell keine Anpassungen für notwendig. „Wir werden uns aber noch mehr auf ihre Zonen-Defense einstellen müssen, da haben wir immer etwas Probleme.“
„Solange wir zusammenhalten, kann alles passieren“, pocht Top-Scorer Rayshawn Mart auf Teamgeist bei seinen Dragonz: „Mit der Verpflichtung von Austen Awosika sind wir das beste Team der Liga. Wir spielen gegen uns selbst, alles ist möglich. Ich glaube wir werden gewinnen“, erklärt der Point Guard mit US-amerikanischer Siegessicherheit.

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„Sie werden alles geben was sie haben - und wir müssen fokussiert dagegenhalten“, so Mart weiter. Der Schlüssel zum Sieg heißt dabei Defensive, ist er überzeugt.
Schreiben die Drachen in Eisenstadt Geschichte?
Sollten die Eisenstädter am Donnerstag im mit Sicherheit restlos gefüllten Allsportzentrum Sieg Nummer drei holen, wäre das nicht nur die nächste Premiere für die Dragonz, sondern auch eine Reminiszenz an frühere Tage, in denen mit den Güssing Knights und den Oberwart Gunners zwei rot-goldene Teams die Liga dominierten.
Übrigens: Wie es das Schicksal so will, ermöglicht der Turnierbaum ein burgenländisches Finale zwischen Oberwart und Eisenstadt. Damit dieser rot-goldene Traum wahr wird, müssen die Dragonz es aber erst einmal den Gunners gleich tun und ihr Halbfinal-Ticket lösen.