Eisenstadt Dragonz schicken drei von sechs Legionären heim
Basketball Superliga
Die Eisenstadt Dragonz trennen sich von drei ihrer sechs Legionäre und stärken Coach Felix Jambor den Rücken.
Peter Turay, Jacorie Archie und Isaiah Amato (v.l.) werden 2026 nicht mehr das Dragonz-Dress tragen.
© BVZ/Wagentristl
Alles neu im Jahr 2026: Nachdem Erfolge in der bisherigen Saison rar waren und die Leistung der Dragonz am Feld wie am Papier ausbaufähig war - freundlich formuliert -, kündigt General Manager Roland Knor einen großen Umbruch zum Jahreswechsel an. Für Isaiah Amato, Jacorie Archie und Peter Turay geht es zurück in die USA bzw. nach Großbritannien.
„Meine Erwartungshaltung an die Legionäre ist, dass sie das Team stützen und den österreichischen Kern ergänzen. Leider war das bei den betroffenen Spielern nicht der Fall,“ erklärt General Manager Roland Knor den „drastischen Schritt“.
Bei Isaiah Amato scheint der Schritt nur logisch. Der junge Guard wirkte wie ein Eigenbau-Rookie, entschied sich statt dem Zug zum Korb viel zu oft für einen Pass nach draußen. Mit Assists kompensierte er die fehlende Scoring-Gefahr nicht ausreichend. Der Schwager von Rayshawn Mart konnte nicht in seine Fußstapfen treten.
Bei Jacorie Archie bemängelte man im Verein vor allem das Engagement, denn an Potenzial mangelt es dem athletischen Forward definitiv nicht. Teils sehr starke Dreier-Quoten und Games mit über 20 Punkten wechselten sich mit schwachen Matches und defätistischer Körpersprache ab - unterm Strich war es für die Ansprüche der Drachen zu wenig.
Am längsten war Peter Turay mit an Bord. Auf der Center-Position wirkte der Brite fehl am Platz, als Vierer passte er aber durchaus ins Konzept der Burgenländer und war in der vorherigen wie in der aktuellen Saison eine wichtige Stütze. Allerdings gibt es gerade bei den Power Forwards zu starke heimische Konkurrenz um sein Honorar angesichts der finanziellen Situation zu rechtfertigen.
Statt der drei scheidenden Legionärere holen die Eisenstädter nun einen Neuen. Wen verrät der Vorstand noch nicht - aber er soll den Dragonz „die nötige Stärke geben, um die knappen Spiele, die wir heuer in dieser Saison verloren haben“, künftig zu gewinnen, erklärt der Dragonz-Boss: „Eine entsprechende Neuverpflichtung könnte das Team wirklich zünden.“
„Mir ist bewusst, dass in Phasen wie diesen, die Trainer-Frage automatisch mit dem ausbleibenden Erfolg gestellt wird“, weiß Knor um die Fan-Kritik am Headcoach: „Aber davon lasse ich mich nicht beirren. Felix hat nach der erfolgreichen Vorsaison extrem schwierige Rahmenbedingungen vorgefunden und uns trotzdem die Treue gehalten. Diese Treue möchte ich nun auch erwidern.“
Und der oberste Drache betont auch gleich, dass er die Konsequenzen dieser Entscheidungen auf seine Kappe nehmen wird: „Man kann Spieler austauschen, aber die Verantwortung bleibt letztendlich beim General Manager. Dazu stehe ich auch und sollten Entscheidungen sich im Nachhinein als falsch herausstellen, möchte ich auch nicht die Verantwortung auf Spieler und Trainer abwälzen.“