Erwartete Niederlagen kurz vor Saisonende für den BBC Nord

Basketball Superliga

Die Wochenend-Bilanz für die BBC Nord Dragonz lautete erneut: zwei Matches, zwei Niederlagen. Im Gegensatz zur Vorwoche ging man aber nicht als ebenbürtiger Gegner oder gar Favorit in die Begegnung, sondern als klarer Underdog.

Von Von Peter Wagentristl

Guard Lukas Hahn war nicht mit allen Pfiffen der Schiris einverstanden.

Guard Lukas Hahn war nicht mit allen Pfiffen der Schiris einverstanden.

© BVZ/Wagentristl, Peter Wagentristl

Schon vor dem Match zeichnete sich bei den Dragonz ein Muster ab: Zwar spielt man über weite Strecken auf Augenhöhe mit den starken Teams der Liga, aber selten über 40 Spielminuten. So auch im ersten Match der Oster-Doppelrunde am Karsamstag gegen die Kapfenberg Bulls.

In der ersten Hälfte zeigten sich die Drachen von ihrer Schokoladenseite, das erste Viertel konnte man gar für sich entscheiden. Zur Halbzeit trennten Eisenstadt und Kapfenberg nur fünft Punkte. Daraufhin sahen die Bullen aber rot und überrannten die Defensive der Burgenländer. Die Führung wuchs zuerst auf 20 Punkte und bis zum Buzzer sogar noch auf 26 Punkte an. Endstand: 112:86.

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Erwartete Niederlagen kurz vor Saisonende für den BBC Nord

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© BVZ/Wagentristl, Peter Wagentristl

Den Ostermontag verbrachte der BBC Nord dann im Hallmann Dome in der Bundeshauptstadt, wo man die Feiertage beim BC Vienna sportlich ausklingen ließ. Die Drachen starteten ohne Top-Scorer Austen Awosika in die Partie, Center Mario Spaleta, mit dem man im Verband zuletzt nicht gerade zufrieden war, spielte nicht einmal vier Minuten.

Dennoch legten die Burgenländer einen „soliden Start“ (Headcoach Felix Jambor) hin. Anschließend reichten aber wenige Minuten, um den Drachen die Bilanz gänzlich zu verderben. Nach ausgeglichenem Spielstand setzten die Wiener zu einem 16:0-Lauf an, bis Schluss erholten sich die Drachen davon nicht mehr.

„Wir haben solide begonnen und auch das zweite, dritte und vierte Viertel waren vollkommen in Ordnung. Aber ich weiß nicht, was wir uns gedacht haben, wie wir die letzten dreieinhalb Minuten des ersten Viertels aufgetreten sind“, ärgert sich der leidgeprüfte Headcoach: „Da haben wir das Spiel hergeschenkt, das darf natürlich nicht passieren. Einige unsere jungen Spieler haben aber wieder einmal eine Talentprobe abgegeben. Darauf können wir aufbauen.“

Dogus Demirel sorgte für zumindest ein lachendes Auge

Erwartete Niederlagen kurz vor Saisonende für den BBC Nord

© BBC Nord/Hahofer

Gemeint ist damit in erster Linie Dogus Demirel. Der 19-Jährige Eisenstädter brachte mit einem Double-Double seine bisher beste Karriere-Leistung aufs Parkett. In allen drei wichtigen Rankings war er der beste Drache am Platz. Seine Bilanz: 16 Punkte, zwölf Rebounds und vier Assists.

An der klaren 103:78-Niederlage änderte das aber ebenso wenig wie die 19:20-Überlegenheit der Dragonz im letzten Viertel. Die Tabellensituation ist ebenso festgefahren, Platz elf scheint den Drachen gewiss, die letzten beiden Matches werden in erster Linie Ergebniskosmetik.

Noch zwei Matches in der Qualifikationsrunde

Am Samstag (18 Uhr) geht es für die Dragonz im letzten Heimmatch der Saison ein letztes Mal gegen die Oberwart Gunners. Im Burgenland-Derby sind die Südburgenländer haushoher Favorit: Während es bei den Dragonz in der heißen Saisonphase einfach nicht laufen will, legten die Gunners bei steigendem Druck einen Zahn zu und sind in der Qualifikationsrunde nach acht Matches noch immer ungeschlagen.

Das Ziel der Drachen ist es natürlich, die Serie zu brechen - das scheint weniger unrealistisch, als man auf den ersten Blick meinen möchte. Oberwart liegt den Eisenstädtern nämlich in der Regel ganz gut, zwei starke Matches zum Abschluss wären für die Drachen dringend notwendig, damit die Mundwinkel vor Saisonende vielleicht doch noch nach oben schauen.