Finals-Wahnsinn made im Burgenland: Dragonz folgen Gunners, und wie!

Basketball Superliga

Unfassbares Comeback der BBC Nord Dragonz gegen die Gmunden Swans! Die Eisenstädter kamen am Sonntagabend nach einem 28:48-Rückstand zur Pause Schritt für Schritt zurück ins Spiel und fixierten rund vier Sekunden vor der Sirene den 84:82-Endstand. Es war der dritte Sieg in der Semifinal-Serie, die somit an die Burgenländer ging. Apropos Burgenland: Der sportliche Basketball-Wahnsinn nimmt somit kein Ende, sondern steuert dem absoluten Höhepunkt entgegen. Am kommenden Sonntag starten die Finals zwischen Titelverteidiger Oberwart und Herausforderer Eisenstadt in der Sporthalle Oberwart.

Von Von BVZ Redaktion

Es ist vollbracht: Die Coldamaris BBC Nord Dragonz haben die Semifinal-Serie gegen Gmunden 3:1 gewonnen.

Es ist vollbracht: Die Coldamaris BBC Nord Dragonz haben die Semifinal-Serie gegen Gmunden 3:1 gewonnen.

© Martin Ivansich

Vor Beginn der Play-offs hätte man eine Prognose, dass es die BBC Nord Dragonz in die Finals schaffen, wohl irgendwo zwischen kühn, waghalsig und verrückt eingestuft. Mittlerweile ist klar: Der Erfolgslauf der Eisenstädter nimmt ein unglaubliches Maß an. Denn die Mannschaft von Headcoach Felix Jambor machte am Sonntag im Sportzentrum den Sack zu, gewann mit 84:82 und löste so mit 3:1 in der Best-of-Five-Serie das Ticket für das Burgenland-Finalderby.

Spiel 5 war lange Zeit viel wahrscheinlicher als der Heimsieg

Dass die Serie nach drei Auswärtssiegen (zweimal Eisenstadt in Gmunden, einmal Gmunden in Eisenstadt) noch nicht zu Ende gehen würde, weil auch das vierte Heimspiel eben nicht an die Gastgeber gehen kann, danach sah es lange Zeit aus. Effizient von der Dreipunkte-Linie, stark in der Defense und solide im generellen Spiel präsentierten sich die Oberösterreicher, bei einem gleichzeitig mageren Auftritt der Drachen. Die logische Konsequenz war eine 20-Punkte-Führung der Swans zur Halbzeit.

Unfassbare Schlussminute mit Happy End

Die besagte Führung bröckelte in Hälfte zwei zwar phasenweise ein wenig, sie schmolz aber nicht nachhaltig. Bis sich im vierten Viertel dann die Ereignisse überschlugen, der Vorsprung kleiner und kleiner wurde, entscheidende Swans-Fehler inklusive. So versemmelte Devon Cooper einfache zwei Punkte zum möglichen 78:81, im Fast Break war es Rayshawn Mart, der es vorzeigte und die Eisenstädter schließlich 80:79 in Führung brachte.

Und es sollte noch dicker kommen, die letzte Minute hatte den historischen Finaleinzug als Belohnung parat. 42 Sekunden vor dem Ende versenkte Arvydas Gydra noch einen Dreier zur 82:80-Führung der Gäste. Dann aber glich Austen Awosika aus, noch immer allerdings hatten die Gmundner die Trümpfe in der Hand. Abermals aber wurde ein einfacher Lay Up zur Hürde, scheiterte Joseph Reece. Da waren noch 12 Sekunden zu spielen - die wussten die Heimischen abermals in Form von Awosika zu nutzen, dessen Energieanfall den 84:82-Endstand bedeutete. Vier Sekunden waren noch auf der Uhr, die halfen den Swans aber nicht mehr - danach kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Die BBC Nord Dragonz feierten den ersten Finaleinzug in der Superliga, und das in ihrer ersten Play-off-Saison.

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Finals-Wahnsinn made im Burgenland: Dragonz folgen Gunners, und wie!

© Martin Ivansi

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© Martin Ivansich

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© Martin Ivansich

Stimmen zum Spiel

Dragonz-Headcoach Felix Jambor:„Ich bin wirklich sprachlos. Die Mannschaft hat einen tollen Charakter gezeigt und ist noch zurückgekommen - vor dieser unglaublichen Kulisse. Ein herzliches Danke an alle, die uns so unterstützt haben. Das Gefühl hier zu gewinnen ist unglaublich. Wir haben echt lange dafür gearbeitet, jetzt ernten wir den Lohn und freuen uns auf das Burgenland-Derby als Finale. Was gibt es Besseres?“

General-Manager Roland Knor: „Ich weiß gar nicht wirklich, was ich sagen soll. Die Mannschaft hat alle überrascht. Dass wir kämpfen können, hat man gewusst, aber bei minus 20 eine Mannschaft wie Gmunden innerhalb einer Halbzeit noch zu schlagen, das ist Superklasse. Ich gratuliere dem Team und den Betreuern zu dieser Superleistung.“

Lukas Hahn: „Wahnsinn. Es war wieder ein sehr intensives Match. Wir haben leider die erste Halbzeit verschlafen. Gmunden hat da wieder über 60 Prozent vom Dreier geworfen, wir haben uns dann aber gefangen, haben immer zusammengehalten. Das zeigt unseren Charakter, den wir haben und wir sind, wie ich glaube, verdientermaßen im Finale.“

Statistik

BBC Nord Dragonz - Swans Gmunden 84:82 (16:23; 12:25; 27:18; 29:16).

Werfer Dragonz:Austen Awosika 25, Jalen Green 17, Rayshawn Mart 16, Sead Hadzifejzovic 14, Lukas Hahn 7, Emilio Banic 5.

Werfer Swans: Devon Cooper 22, Arvydas Gydra 19, Joseph Reece 13, Daniel Friedrich 11, Jakob Lohr 10, Khalil Miller 4, Lukas Schartmüller 2, Vuk Zivanovic 1.

Die Finaltermine

Spiel 1: Sonntag, 18.5., 19.20 Uhr: Gunners - Dragonz.

Spiel 2:Freitag, 23.5., 18 Uhr: Dragonz - Gunners.

Spiel 3:Montag, 26.5., 19.20 Uhr: Gunners - Dragonz.

Spiel 4 (falls nötig):Donnerstag, 29.5., 17 Uhr: Dragonz - Gunners.

Spiel 5 (falls nötig): Sonntag, 1.6., 19.20 Uhr: Gunners - Dragonz.