Swans waren in Runde zwei zu treffsicher für die Dragonz
Basketball Superliga
Die BBC Nord Dragonz mussten das zweite Match der Halbfinal-Serie den Gmunden Swans überlassen. Vor Rekord-Publikum im Allsportzentrum glichen die Oberösterreicher zum 1:1 aus - dank 62-prozentiger (!) Dreierquote.
Rayshawn Mart und die BBC Nord Dragonz mussten sich überragend werfenden Schwänen aus Gmunden geschlagen geben.
© BVZ/Wagentristl
Die zweite Begegnung zwischen den BBC Nord Dragonz und den Gmunden Swans startete äußerst ausgeglichen, die meiste Zeit hatten dabei aber die Eisenstädter die Nase vorne. Mit einem Vorsprung von sechs Punkten ging es ins zweite Viertel. Mit fortschreitendem Spielverlauf warfen sich die Schwäne langsam warm, in die Halbzeitpause ging es mit einem 45:45-Gleichstand.
Im dritten Viertel ging dann aber eine Kluft auf: im Ergebnis und noch mehr bei der Wurfquote. Bei den Angriffen der Drachen wollte der Ball einfach nicht den Korb finden, Gmunden dagegen legte eine statistische Anomalie hin: Die Oberösterreicher netzten 62 (!) Prozent ihrer Dreierversuche ein. In absoluten Zahlen: 18 von 29.
Zum Vergleich: Die Dragonz trafen nur knapp jeden fünften Dreier. Angesichts dieser beiden statistischen Ausreißer verwundert die klare 72:99-Niederlage nicht.
Mart und Hadzifejzovic stark, Reece und Friedrich stärker
Beste Eisenstädter am Platz waren Rayshawn Mart mit 15 Punkten und Sead Hadzifejzovic - der erneut mit fünf Fouls vom Platz musste - mit 14 Punkten. Jalen Green lieferte nicht nur starke Defensivarbeit sondern auch 13 Punkte, genau wie Lukas Hahn. Assist-Leader war Austen Awosika mit 9 Vorlagen.

© BVZ/Wagentristl
Die überragenden Spieler am Platz waren aber Joseph Reece mit 27 Punkten und 6 Rebounds sowie Daniel Friedrich mit 23 Punkten und 10 Assists.
Swans on fire, Dragonz nur „haß“
Während die Swans also Dreier um Dreier bejubelten, ärgerten sich die Burgenländer Pfiff um Pfiff. So wurde etwa ein Foul an Sead Hadzifejzovic zum Halbzeit-Buzzer nicht gepfiffen - dieser kassierte dafür später ein technisches Foul, weil er eine Fehlentscheidung zu laut kritisierte. Inhaltlich zurecht, die Referees nahmen nach der Challenge von Dragonz-Coach Felix Jambor zurück. Jambor fuhr sich übrigens auch ein technisches Foul wegen Kritik am Schiedsrichterteam ein.
An der Niederlage waren aber nicht die fragwürdigen bis falschen Pfiffe schuld, sondern überragend werfende Gmundener und zu abschlussschwache Drachen in Hälfte zwei.
Wir waren grundsätzlich gut eingestellt in der ersten Halbzeit und gleichauf mit Gmunden. Normalerweise haben wir am Anfang Probleme, heute war es umgekehrt. Im dritten Viertel haben wir kaum etwas getroffen, dafür Gmunden umso mehr.“ BBC Nord Dragonz General Manager Roland Knor.

© BVZ/Wagentristl
Gleichstand im Halbfinale
Die Niederlage hat aber auch einen positiven Nebeneffekt für Eisenstädter Basketballfans: Nachdem es in der Best-of-Five-Serie nun 1:1 steht, wird es fix ein zweites Match gegen die Gmunden Swans in Eisenstadt geben. Stand heute könnten die Burgenländer also vor heimischem Publikum den Finaleinzug fixieren.
Gespielt wird am Sonntag um 17.30 Uhr im Allsportzentrum. Zuvor steht aber noch am Donnerstag Match Nummer drei am Spielplan, Tip-off ist um 19.20 Uhr in Gmunden.
„Wir müssen versuchen, die Swans in Gmunden nicht diesen Wurfrhythmus finden zu lassen“, warnt der oberste Drache vor Match Nummer drei am Donnerstag (nach Redaktionsschluss; Anmerkung BVZ).