Zwei Siege für die Dragonz, zwei Schritte Richtung Play-off

Basketball Superliga

Die BBC Nord Dragonz aus der Landeshauptstadt gewannen beide Matches der Doppelrunde zum Auftakt der Qualifikationsrunde. Die Siege hätten zwar deutlicher ausfallen können - mehr gibt es am erfolgreichen Wochenende aber nicht zu bekritteln.

Von Von Peter Wagentristl

Sead Hadzifejzovic und die BBC Nord Dragonz starteten mit zwei Siegen in die Qualifikationsrunde.

Sead Hadzifejzovic und die BBC Nord Dragonz starteten mit zwei Siegen in die Qualifikationsrunde.

© BVZ/Wagentristl

Am Freitag starteten die Dragonz aus Eisenstadt auswärts gegen den BC Vienna in den Kampf um die zwei letzten Play-off-Plätze. Während die Burgenländer als Top-Favorit und mit einem soliden Vorsprung ind Qualitifkationsrunde gingen, stand es für die Wiener bereits vor Runde eins Spitz auf Knopf. Mit entsprechendem Druck startete der BC Vienna daher auch in die Begegnung und hielt trotz erwartet temporeicher Spielweise der Drachen solide mit.

Dennoch gelang es den Burgenländern sich mit bis zu 15 Punkten abzusetzen, zwischenzeitlich sah es schon nach einem klaren Sieg für die Dragonz aus. Doch die Wiener ließen nicht locker und pirschten sich nochmals heran. Wie wild es zeitweise hin und her ging, zeigen auch die 26 Führungswechsel der Partie. Beim Stand von 91:92 zugunsten des BBC Nord hatten die Wiener noch wenige Sekunden auf der Uhr und den Ball sowie den Sieg in der Hand. Die letzte Possession endete dank starker Eisenstädter Defensive aber mit einem Fehlwurf und die Partie mit einem Favoritensieg.

Schlussphase zum Nägelbeißen

„Es war ein Spiel auf Messers Schneide, am Ende haben wir Charakter gezeigt, auch wenn Wien es heute genauso verdient hätte", formulierte es Dragonz-Coach Felix Jambor nach dem Match erleichtert über den verdienten, aber hart erkämpften 91:92-Auswärtssieg.

Wie angekündigt setzten die Eisenstädter in der Offensive auf Peter Turay, der den Erwartungen mit 15 Punkten, fünf Rebounds und seinem wie immer penetranten „Hustle“ in der Defensive auch gerecht wurde.

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So kennt man Power Forward Peter Turay: Kein Hechtsprung ist ihm im Kampf um den Ball zu riskant...

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... und kein Spieler bekommt von ihm freie Bahn für einen leichten Pass oder Zug zum Korb.

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Top-Scorer war wenig überraschend Sead Hadzifejzvoic mit 18 Punkten. Der Schlüssel zum Erfolg war, entsprechend der Team-Philosophie der Drachen, starker Teambasketball mit sechs Spielern mit zweistelligem Punktezähler.

Zweites Match, zweiter Sieg

Am Sonntag ging dann das erste Heimmatch der Qualifikationsrunde über das Parkett des Eisenstädter Allsportzentrums. Im Duell zwischen der burgenländischen und der niederösterreichischen Landeshauptstadt hieß es schon vor dem Match vom obersten Drachen Roland Knor: „Nur ein Sieg zählt.“

Sowohl in der Offensive lief es mit einer Trefferquote von 80 Prozent vor und 37 Prozent hinter der Dreierlinie sowie 36 Assists und 29 Rebounds bei den Drachen solide. Die Verwertungsquote war also stark - allerdings bei nur 49 Würfen insgesamt. Bei St. Pölten waren es zehn mehr, allerdings mit deutlich schlechterer Quote.

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Jalen Green spielte eine starke Partie gegen

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In der Defensive machte für die Eisenstädter vor allem Jalen Green gute Figur mit neun Rebounds, zwei Blocks und ständigem Begleitschutz für die zwei stärksten Scorer der Niederösterreicher, Richard Williams und Andrew Sims. Letzterer ist einer der stärksten Scorer der Liga und kommt normalerweise im Schnitt auf 19 Punkte pro Spiel - gegen die Dragonz waren es nur neun mit gerade einmal vier Punkten aus dem Feld, der Rest der Punkte kam von der Freiwurflinie.

Bis auf zwischenzeitliche Schwächephasen, in denen den Burgenländern die Partie kurzzeitig zu entgleiten drohte, war es für die Dragonz aber ein Start-Ziel-Sieg. Über 35 Minuten führte der BBC Nord.

„Wir haben heute einen wichtigen Schritt gemacht und sind sehr zufrieden, das Spiel gewonnen zu haben“, resümierte Headcoach Jambor: „St. Pölten hat wirklich gut gespielt, wir hätten meiner Meinung nach noch besser performen können. Wir werden weiter hart arbeiten, um unser Saisonziel erreichen zu können.“

Auf den Spuren von Oberwart?

Auch wenn der stets (oder zumindest meistens) bescheidene Vorstand der Dragonz davon vermutlich noch nichts hören will: Der Vergleich mit Oberwart in der Vorsaison liegt durchaus nahe. Die Gunners schlossen vergangene Saison den Grunddurchgang auf Platz sieben ab, genau wie heuer die Drachen. In der Qualifikationsrunde marschierten die Südburgenländer ungeschlagen durch und holten schließlich sogar noch den Meistertitel.

Davon mag bei den Dragonz in der dritten Superliga-Saison freilich niemand (laut) zu träumen, der Vergleich bietet sich allerdings an. Zumindest der ungeschlagene erste Platz in der Qualifikationsrunde ist für die Drachen durchaus realistisch.

Wie die Chancen hierfür tatsächlich stehen, zeigt sich bereits am Samstag (18 Uhr) beim Heimmatch gegen die Bosco Bulls, die in der Qualifikationsrunde nach drei Matches ebenfalls ungeschlagen sind und (mit einem Match mehr) nur einen Punkt hinter den Eisenstädtern liegen.

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