Titeltraum geplatzt! Gunners verpassten das Cup-Finale
Basketball
Für Oberwart gibt´s heuer kein Cup-Finale. Im Halbfinale mussten sich die Gunners den Kapfenberg Bulls geschlagen geben. Zum ersten Mal seit neun Spielen setzte es gegen die Steirer eine Niederlage, die das vorzeitige Aus bedeutet.
© © Maryna Solovei, ©Basketball Austria / Maryna
Am Samstagmorgen stiegen die Oberwart Gunners in den Bus Richtung Wien. In der neuen SportArena startete um 13.30 Uhr das Pokal-Halbfinale gegen die Kapfenberg Bulls. Die Gunners hatten zuvor positive Ergebnisse gesammelt, konnten in der Liga gegen Wien und Wels gewinnen. Dennoch waren die Vorzeichen nicht optimal: einige angeschlagene Spieler und ein Quincy Diggs, der erst integriert werden musste, standen im Gunners-Kader. Dafür startete Oberwart gegen die heuer starken Steirer gut und ging nach dem ersten Viertel in Führung (16:12).
Doch dann wendete sich das Blatt, Kapfenberg spielte kraftvoll und drehte das Spiel. Zur Pause führten die Steirer mit 39:31, nach dem dritten Viertel sogar zweistellig (58:45). Und im vierten Abschnitt legte man noch einmal eine Schippe drauf, was schlussendlich zu einem souveränen 75:60-Sieg führte. Die Probleme der Gunners waren vielfältig: Von „außen“ klappte wenig, die Bulls präsentierten sich dagegen deutlich treffsicherer. Zudem kamen die Burgenländer schon früh in Foul-Verzug. Kurz vor dem Ende des dritten Viertels musste Edi Patekar vom Feld, später auch Kapitän Sebastian Käferle.
Bitter: Für die Gunners war es die erste Niederlage gegen die Kapfenberger Bullen seit neun Spielen und die setzte es ausgerechnet im Cup-Halbfinale. Während sich derzeit (Stand, 20.30 Uhr) Wels und Wien den zweiten Finalplatz ausmachen, gilt es für die Gunners das Final Four abzuhaken. Der Blick geht nun auf nächsten Samstag, den 10. Jänner, und das Ligaspiel gegen Klosterneuburg.
„Das Aus ist natürlich bitter, aber ich glaube, wir müssen jetzt einfach die richtigen Schlüsse daraus ziehen, analysieren und ab Montag weitermachen und uns aufs nächste Spiel vorbereiten. Wenn man den Score anschaut, sieht man, dass offensiv deutlich zu wenig drin war und generell glaube ich, dass die Fifty-fifty-Balls auch ein wenig entschieden haben. Es ist eine gute Frage, wieso es nicht so funktioniert hat. Wenn ich es beantworten könnte, hätten wir es wahrscheinlich besser gemacht.“
Daniel Köppel
„Wir haben genug Baustellen, an denen wir arbeiten können, vor allem wenn der Effort nicht stimmt. Es kann sicher jeder noch eine Scheibe drauflegen, mehr Gas geben. Natürlich war es eine schwierige Situation, weil wir in Foulschwierigkeiten waren, aber heute hat Kapfenberg verdient gewonnen. Wir hatten eine schlechte Wurfquote von außen, und als wir die Möglichkeiten hatten zu finishen, haben wir zu viel weitergepasst und eben nicht den Abschluss gesucht. Wir können das Spiel abhaken, wir haben nun noch ein großes Ziel vor Augen, wir wollen Meister werden. Dafür werden wir Gas geben.“
Jonathan Knessl
„Wir haben in unserer Umsetzung versagt. Es ist jetzt nicht wichtig, wie wir uns fühlen, sondern wie wir denken und wo wir hinwollen. Wir haben zu Beginn zwar geführt, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass wir einen guten Start ins Spiel hatten. Es war defensiv okay, aber Kapfenberg hat da auch ihre Würfe nicht getroffen, und wir auch nicht. Um Schlüsse für die nächsten Spiele zu ziehen, ist es jetzt noch zu früh, aber man sieht einfach, dass Eingespieltheit und ein tiefer Kader wichtige Faktoren sind. Kapfenberg hat in meinen Augen momentan den besten Rhythmus, wir haben Rhythmusprobleme. Das ist ein Teil von dem Ganzen.“
Headcoach Horst Leitner
Hefte Helfen Bulls Kapfenberg - UNGER STEEL Gunners Oberwart 75:60 (12:16, 39:31, 58:45).-Bulls:Jones 22, Fields 20, Zotov 11, Lobreau 10, Green 5, Krstic 5, Grgic 2, Bajramovic, Schrittwieser.
Oberwart:Taylor 15, D. Köppel 15, Montgomery, Knessl je 7, Diggs 6, Patekar 4, Käferle 2, F. Köppel 2, Poljak 2, Abou-Ahmed.