„Alles war echt, nichts geskriptet und alles von Herzen“

„Bauer sucht Frau“

Am 27. Mai startet die 23. Staffel des ATV-Formates „Bauer sucht Frau“. Teil der vergangenen Staffel war Daniel Fischer aus Stöttera. Der Landschaftsgärtner aus dem Bezirk Mattersburg war einer der Kandidaten von Hofdame Lisa aus der Südsteiermark. Im Gespräch mit der BVZ erzählt er von emotionalen und besonderen Momenten vor der Kamera.

Von Bernhard Matouschek

Daniel Fischer (rechts im Bild) mit Moderatorin Arabella Kiesbauer, Hofdame Lisa und weiteren Teilnehmern der 22. Staffel von „Bauer sucht Frau“.

Daniel Fischer (rechts im Bild) mit Moderatorin Arabella Kiesbauer, Hofdame Lisa und weiteren Teilnehmern der 22. Staffel von „Bauer sucht Frau“.

© zVg

Auf die Idee, sich bei der Sendung zu bewerben, brachte ihn die Vorstellung der Hofdamen in der ATV-Sendung. Besonders Hofdame Lisa aus der Südsteiermark, die im Weinbau arbeitet, einen Heurigen betreibt und Ferienwohnungen vermietet, habe sofort sein Interesse geweckt. „Das hat mir gefallen“, erzählt Fischer. Nach einigen Tagen Bedenkzeit und motiviert von Freunden aus Antau entschied er sich schließlich dazu, seine Bewerbung an ATV zu schicken. Kurz darauf meldete sich bereits die Redaktion. „Sie wollten wissen, wie es bei mir zu Hause abläuft und was mir an ihr gefällt.“

Die Entscheidung lag am Ende jedoch bei Lisa selbst. Unter zahlreichen Bewerbungen wählte sie jene Kandidaten aus, die sie kennenlernen wollte. „Dann hat ATV angerufen und gesagt: ,Sie hat dich ausgesucht', erinnert sich Fischer. Im Juli 2025 ging es schließlich zu den Dreharbeiten in die Südsteiermark. Zunächst lernte Lisa drei Kandidaten kennen, später kam noch ein vierter dazu. Daniel Fischer war der zweite Kandidat, der die Hofwoche verlassen musste. „Der Moment, als ich gehen musste, hat mich sehr getroffen“, erzählt er.

Die Dreharbeiten selbst beschreibt Fischer als ungewohnt, aber authentisch. „Alles war echt, nichts geskriptet und alles von Herzen.“ Zwar würden Fragen gestellt werden, Vorgaben gebe es aber keine. Besonders die Kameras seien anfangs eine Herausforderung gewesen. „Ich bin eher schüchtern und war oft nervös. Wenn man dann wirklich vor der Kamera steht, ist das gar nicht so einfach.“

Unterstützung bekam er während der Ausstrahlung vor allem von Freunden und Familie. Gemeinsam habe man die Folgen angesehen und mitgefiebert. Auch in der Öffentlichkeit blieb seine Teilnahme nicht unbemerkt. „Beim Bauernbundball bin ich öfter erkannt worden“, erzählt Fischer.

Mit Lisa und einigen anderen Teilnehmern steht er bis heute in Kontakt. Als besonders schönen Moment bezeichnet Fischer das Wiedersehen beim großen Staffelfinale. Dort trafen nach Ende der Staffel noch einmal alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufeinander. Neben seinem Beruf als Landschaftsgärtner in Eisenstadt betreibt Fischer auch eine kleine Landwirtschaft im Nebenerwerb. Er hält Schweine, Hühner und bewirtschaftet Äcker mit Kartoffeln und Gemüse. In seiner Freizeit engagiert er sich außerdem bei der Feuerwehr und geht gerne wandern.

Auch wenn es mit der Liebe bei „Bauer sucht Frau“ diesmal nicht funktioniert hat, schließt Fischer eine weitere Teilnahme nicht aus. „Vielleicht bewerbe ich mich irgendwann selbst wieder, wenn mir jemand besonders zusagt“, sagt er. Die 22. Staffel von Bauer sucht Frau erreichte laut Angaben des Senders ATV die bislang höchsten Quoten der Sendung. Durchschnittlich verfolgten rund 310.000 Zuseherinnen und Zuseher die Staffel im Fernsehen, dazu kamen steigende Abrufzahlen auf der Streamingplattform JOYN.

Nach Senderangaben sahen insgesamt rund vier Millionen Menschen die Folgen der jüngsten Staffel.