Mehr als 80 Rotkreuz-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter aus dem gesamten Burgenland üben am Samstag an zwei Standorten im Bezirk Mattersburg. Auch Feuerwehr und zahlreiche Statisten sind eingebunden.
Mattersburg setzt auf Energiepartnerschaft mit der Burgenland Energie
Beschluss im Gemeinderat
Die Burgenland Energie installiert Photovoltaik-Anlagen auf Gemeindeimmobilien. Gemeinsam mit einer Energiegemeinschaft und dem Beitritt zum „Fanclub Burgenland Unabhängig“ gibt es unterm Strich auch eine Kostenreduktion.
Auf Gebäuden der Stadtgemeinde werden Photovoltaik-Anlagen installiert.
© zVg
In der am Donnerstag dieser Woche abgehaltenen Sitzung des Gemeinderates wurde die Energiepartnerschaft mit der Burgenland Energie beschlossen.
Das Burgenland-Energie-Paket sieht für Mattersburg 156,8 kWp Photovoltaik-Anlagen (Anm.: Die Angabe „kWp“ (Kilowatt-Peak) beschreibt die maximale Spitzenleistung einer Solaranlage) auf sechs Gemeindeobjekten vor. Diese sind die Kindergärten Mühlgasse und Walbersdorf, die Musikschule, das „Haus des Sports“ beim Pappelstadtion, das FEZ und die Villa Martini.
Gemeinsam mit weiteren Immobilien der Gemeinde mit bereits bestehenden Photovoltaik-Anlagen wird eine „Mattersburger Energiegemeinschaft“ gegründet. Der große Vorteil der Energiegemeinschaft, vereinfacht ausgedrückt: Produzierte Energie von einem Gebäude kann in ein anderes eingespeist werden.
Zusätzlich werden die Straßenbeleuchtung sowie die Ladestationen in der Kremsergasse und der Leitgebgasse ergänzend zur regionalen Energiegemeinschaft in den „Fanclub Burgenland Unabhängig“ der Burgenland Energie integriert.
Die gesamte Infrastruktur der neuen Photovoltaik-Anlagen wird von der Burgenland Energie bereitgestellt und installiert. Für die Stadtgemeinde bedeutet das Gemeindepakt der Burgenland Energie: Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über ein „Contracting“-System, sprich über monatliche Ratenzahlungen der Stadtgemeinde an die Burgenland Energie.
Die Partnerschaft mit der Burgenland Energie bringt bei aktuellen Energiepreisen eine jährliche Ersparnis bei den Energiekosten von rund 13.000 Euro. Die regionale Energiegemeinschaft mit Kommunalbauten ohne Photovoltaik-Anlage bringt zusätzlich rund 4.500 Euro, der Fanclub weitere 1.200 Euro an Einsparungen.
Die Laufzeit der Ratenzahlungen endet nach 20 Jahren, die investierte Infrastruktur ist dann auch im Besitz der Stadtgemeinde. Danach erspart sich die Stadtgemeinde nach aktuellen Berechnungen rund 42.000 Euro pro Jahr.
Bei der Gemeinderatssitzung wurde auch ein ähnliches Modell der „Raiffeisen Energiegenossenschaften“ andiskutiert. Die Raiffeisen arbeitet hier mit dem Energiedienstleister Enlion zusammen.
„Das Paket der Burgenland Energie bringt kommunale Entlastung bei maximaler Umsetzungssicherheit und langfristiger Energieunabhängigkeit. Wir haben uns vor der Entscheidung zur Partnerschaft mit der Burgenland Energie natürlich auch mit alternativen Modellen beschäftigt, welche die Verwendung von lokalen Energiespeichern in der Gemeinde miteinbeziehen. Dieses Modell kann für einzelne Standorte interessant sein, ist aber für die Stadtgemeinde mit deutlich höheren Anschaffungskosten und zusätzlichen Risiken bei Betrieb, Wartung und Ersatz bei allen Objekten verbunden. Der beschlossene Weg mit der Burgenland Energie kombiniert eigene PV-Anlagen und unsere regionale Energiegemeinschaft mit den Vorteilen des landesweiten Fanclub Burgenland durch landesweite Wind- und PV-Erzeugung und den Ausbau großer überregionaler Speicherkapazitäten durch die Burgenland Energie. Dazu kommen Betrieb, Wartung, Förderabwicklung und konkrete Folgeprojekte zur Modernisierung unserer Beleuchtungsanlagen. Das Paket ist die beste Gesamtlösung für Mattersburg“, hielt SPÖ-Bürgermeisterin Claudia Schlager im Rahmen einer Presseaussendung zur Entscheidungsfindung fest.
Bei der Abstimmung über die Energiepartnerschaft zwischen Stadtgemeinde und Burgenland Energie stimmt die SPÖ geschlossen und die ÖVP fast geschlossen dafür. Lediglich ÖVP-Obmann Thomas Haffer und zwei FPÖ-Gemeinderäte enthielten sich der Stimme. „Ich hätte mir gerne ein konkretes Vergleichsangebot gewünscht“, so Haffer zum Grund der Enthaltung.