Beim Tag der offenen Tür der Akademie der Wirtschaft in Neusiedl am See erkundeten Jugendliche die Ausbildung mit Quizzen, Spielen und Führungen.
ÖBB muss sparen: Baustart für Flughafenspange auf 2028 verschoben
Bezirk Bruck
Rund 2,4 Milliarden Euro dürfte der Neubau der Hochleistungsstrecke zwischen Flughafen Schwechat und Trautmannsdorf samt weiterführenden Maßnahmen bis zum Bahnhof Bruck mindestens kosten. Das aktuelle Sparpaket der Bundesregierung zwingt aber auch die Bahn zu Einschnitten. Die Fertigstellung der Airportspange ist nun für 2035 anvisiert.
Die Flughafenspange soll die S7-Schnellbahnstrecke nach dem Flughafen Schwechat mit der Ostbahn verbinden.
© heiderklausner
Mehr als sechs Jahre wurde an der Flughafenspange geplant, ehe von der ÖBB im Juni 2024 der Antrag für die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) beim Verkehrsministerium eingereicht wurde. Sie zweigt nach dem Schwechater Airport von der S7-Schnellbahnstrecke ab und mündet dann kurz vor dem Bahnhof Sarasdorf in die Ostbahn. Weiterführende Ausbaumaßnahmen auf vier Gleise für den Abschnitt bis Bruck beziehungsweise Parndorf sind ebenfalls Teil des Gesamtprojekts.
Ursprünglich war vorgesehen, mit den Bauarbeiten bis 2033 fertig zu sein. Wobei schon im Vorjahr von einer Fertigstellung erst 2034 die Rede war. Allerdings wird dieser Zeitplan ebenfalls nicht halten, wie ein Blick auf den heute, Mittwoch (14. Mai), präsentierten Rahmenplan 2025–2030 zeigt. Die Fertigstellung der rund 2,4 Milliarden teuren Flughafenspange soll nun erst 2035 erfolgen. Statt mit den ersten Vorarbeiten 2027 zu starten, ist dies nun erst 2028 eingetaktet.
Auflagefrist für Antragsunterlagen noch bis 18. Juni
Wobei bis 2030 „nur“ knapp 680 Millionen Euro für die Errichtung ausgegeben werden, der Löwenanteil der reinen Gesamtbaukosten von 2,2 Milliarden Euro fließt erst in den Jahren danach. Hintergrund der zeitlichen Verschiebung sind die Sparmaßnahmen der Bundesregierung, die auch die ÖBB treffen. Bereits gestartete Projekte, wie der Neubau des Bahnhofs Himberg, werden wie geplant beendet, künftige Vorhaben hingegen zumindest einmal nach hinten getaktet.
Auf NÖN-Anfrage argumentiert die Bahn die Verschiebung der Flughafenspange mit einer „Anpassung an den tatsächlichen Projektverlauf (Stichwort: Behördenverfahren) und der nunmehr vertieften Planung der Bauphasen“. Das UVP-Verfahren läuft jedenfalls unberührt weiter, die ÖBB rechnen im ersten Quartal 2026 mit einem Bescheid. Aktuell liegen die Antragsunterlagen zum Projekt noch bis inklusive Mittwoch, 18. Juni, öffentlich auf, grundsätzlich kann jeder eine schriftliche Stellungnahme abgegeben.
Die Antragsunterlagen sind auf der Ministeriums-Website im Menüpunkt „Flughafen Wien – Ostbahn, Errichtung Verbindungsstrecke“ („Flughafenspange“)“ zu finden sowie in Papierform im Rathaus Schwechat, bei der Bezirkshauptmannschaft Bruck, der Gemeinde Parndorf, der Bezirkshauptmannschaft Neusiedl/See sowie direkt im Verkehrsministerium in der Radetzkystraße 2 in Wien einsehbar.
Die betroffenen Gemeinden im Projektgebiet werden jedenfalls ihre Forderungen, etwa von begleitenden Schutzmaßnahmen während des Baus und dann im Bahnbetrieb, einbringen. Diese wurden zuvor bei parallel geführten Gesprächsrunden jahrelang verhandelt und brachten unter anderem auch eine Teil-Untertunnelung sowie einen lokalen Bahnhof im Bereich Schwadorf und Enzersdorf aufs Tapet.