Von Winterchaos bis Jahresbilanz: Resümee der Feuerwehren

Bezirk Neusiedl am See

Wenige Tage nach dem intensiven Wintereinsatz kamen die Feuerwehren des Bezirks Neusiedl am See zur Frühjahrsdienstbesprechung zusammen. Im Feuerwehrhaus Neusiedl am See zog das Bezirksfeuerwehrkommando Bilanz über das Jahr 2025, informierte über aktuelle Themen und zeichnete Mitglieder aus. Der Schwerpunkt lag auf Rückblick, Zusammenarbeit und Ausblick.

Von Von Birgit Böhm-Ritter

Bezirksfeuerwehrkommandant OBR (Oberbrandrat) Anton Kandelsdorfer präsentierte bei der Frühjahrsdienstbesprechung Daten und Fakten.

Bezirksfeuerwehrkommandant OBR (Oberbrandrat) Anton Kandelsdorfer präsentierte bei der Frühjahrsdienstbesprechung Daten und Fakten.

© BFKDO Neusiedl am See

Am 1. März 2026 fand am Vormittag im Feuerwehrhaus Neusiedl am See die Frühjahrsdienstbesprechung des Bezirksfeuerwehrkommandos Neusiedl am See statt. Bezirksfeuerwehrkommandant OBR (Oberbrandrat) Anton Kandelsdorfer begrüßte gemeinsam mit seinen Stellvertretern BR (Brandrat) Bernd Kremsz und BR Günther Köstner zahlreiche Ehrengäste sowie Feuerwehrmitglieder.

Kandelsdorfer und Kremsz präsentierten Daten, Fakten und Ereignisse des abgelaufenen Jahres und informierten über aktuelle Themen. Sie dankten allen Anwesenden für die „vorbildliche und, wie gewohnt, höchstprofessionelle Zusammenarbeit sowohl bezirksintern als auch über die Landesgrenzen hinaus“.

Die Zahlen unterstreichen das Einsatzpensum: 28 Freiwillige Feuerwehren und eine Betriebsfeuerwehr in fünf Abschnitten wurden 2025 zu rund 1.300 Einsätzen alarmiert. Etwa ein Drittel davon waren Brandeinsätze, rund zwei Drittel technische Einsätze und Gefahrguteinsätze. Rund 12.000 Mitglieder standen im Einsatz und leisteten insgesamt mehr als 20.000 Personalstunden.

59 Personen wurden aus Notlagen befreit oder aus Gebäuden und Fahrzeugen gerettet. 15 Personen wurden verletzt gerettet, fünf konnten nur mehr tot geborgen werden. Von 29 betroffenen Tieren wurden 23 gerettet, sechs tot geborgen.

Im Anschluss berichteten die Abschnittskommandanten aus ihren Bereichen. Bezirksreferent für Recht und Organisation HBI (Hauptbrandinspektor) Roland Koch hielt einen Fachvortrag zum Thema „Öleinsätze“.

Nach einer Pause richteten die Ehrengäste ihre Grußworte an die Versammlung. Unter ihnen befanden sich Landesfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Harald Nakovich, Bezirkshauptfrau Ulrike Zschech mit ihrem Stellvertreter Andre Zingl-Hansen, Bürgermeisterin Elisabeth Böhm mit ihrer Stellvertreterin Sabine Nyikos sowie Bezirkspolizeikommandant Lukas Liedl.

Weiters nahmen Rot-Kreuz-Bezirksstellenleiterin Gabriele Nabinger, Landesrettungskommandant Florian Bencic vom Arbeiter-Samariterbund, Oberst Markus Ziegler als Kommandant des Bundesheer-Truppenübungsplatzes Bruckneudorf sowie aus Niederösterreich Rot-Kreuz-Landesfachreferent für Freiwilligenwesen Harald Fischer und Abschnittsfeuerwehrkommandant Hainburg an der Donau BR Norbert Kürner teil. Auch die niederösterreichischen Vertreter betonten die professionelle Zusammenarbeit der Einsatzorganisationen über die Landesgrenzen hinweg.

Wie präsent die Arbeit der Feuerwehren ist, zeigte sich erst vor eineinhalb Wochen. Nach dem kräftigen Wintereinbruch am 20. Februar arbeiteten 16 Feuerwehren innerhalb von 48 Stunden rund 100 Einsätze ab. Rund 60 Pkw, 25 Lkw und drei Busse wurden geborgen oder gesichert.

Für solche Lagen stehen im Bezirk 129 Feuerwehrfahrzeuge von 29 Wehren bereit, darunter 50 wasserführende Fahrzeuge mit insgesamt 128.900 Litern Wasser. Zudem verfügen die Wehren über 39 hydraulische Rettungsgeräte und 19 Seilwinden.

Zum Abschluss der Frühjahrsdienstbesprechung verlieh das Bezirksfeuerwehrkommando Ehrungen, Auszeichnungen und Beförderungen. Zugleich dankte es allen Feuerwehren des Bezirks sowie den Behörden und Blaulichtorganisationen für die Zusammenarbeit im vergangenen Jahr und verwies auf die bevorstehenden Herausforderungen im Jahr 2026.