Rohrbach setzt sich im Cupkrimi gegen Schattendorf durch

BFV CUP

Früher Rückstand, verletzungsbedingte Ausfälle und ein dramatisches Penaltyschießen – der SV Rohrbach rang Schattendorf nach einem echten Cupfight nieder und durfte am Ende über den Aufstieg jubeln.

Von Von Alfred Wagentristl

Schattendorfs Innenverteidiger Niklas Guttmann lieferte sich vor allem mit Rohrbachs Neuerwerbung Emil Haladej packende Zweikämpfe im Cup-Derby.

Schattendorfs Innenverteidiger Niklas Guttmann lieferte sich vor allem mit Rohrbachs Neuerwerbung Emil Haladej packende Zweikämpfe im Cup-Derby.

© Alfred Wagentristl

Das Gansbärenstadion bekam am Dienstagabend genau das geboten, was den Cup ausmacht: Spannung, Emotionen und ein nervenaufreibendes Finish. Der favorisierte SV Rohrbach geriet gegen Schattendorf früh ins Hintertreffen, bewies aber Moral und setzte sich schließlich im Elferschießen mit 5:4 durch. Der Auftakt verlief aus Sicht der Gastgeber denkbar ungünstig. Nach wenigen Augenblicken wurde Leon Koch, nach einem Missverständnis in der Rohrbacher Hintermannschaft, im Strafraum zu Fall gebracht. Die Schiedsrichterin zeigte sofort auf den Punkt. Roman Bobak übernahm die Verantwortung und verwandelte souverän zur frühen Schattendorfer Führung – ein echter Paukenschlag im Gansbärenstadion.

Die Gäste spielten in der Folge mutig nach vorne, standen defensiv gut organisiert und machten es den Rohrbachern schwer. Nach rund 25 Minuten fand die Heimelf besser in die Partie, übernahm zunehmend die Kontrolle und kam verdient zum Ausgleich. Tobias Wendl bekam den Ball von Viktor Vondryska perfekt serviert und schlenzte diesen aus rund 14 Metern unhaltbar ins lange Eck. Danach entwickelte sich zwar kein Chancenfestival, das Tempo blieb aber hoch. Rohrbach verzeichnete mehr Spielanteile, während Schattendorf vor allem in Umschaltmomenten gefährlich blieb. Bitter verlief der Abend für beide Teams in personeller Hinsicht. Rohrbachs Neo-Stürmer Viktor Vondryska, der den Ausgleich mustergültig vorbereitet hatte, musste verletzt vom Feld. Auf der anderen Seite erwischte es Niklas Guttmann, der ebenfalls mit Schmerzen vom Feld musste. In der Schlussphase noch ein guter Abschluss von Wendl ins Außennetz und ein elfmeterwürdiges Foul an Lukas Wenninger. Nachdem nicht gepfiffen wurde, musste die Entscheidung vom Elfmeterpunkt fallen.

Dort bewahrte Rohrbach die besseren Nerven. Alle fünf Schützen der Heimelf verwandelten sicher, während Schattendorfs Daniel Haring seinen Versuch über das Tor setzte. Sekunden später war der Jubel im Gansbärenstadion groß. Letztlich ein harter, aber verdienter Sieg der Friesenbichler-Elf. „Das war die erste Standortbestimmung. Der Auftritt der Mannschaft war sehr positiv, auch wenn ein Ausscheiden im Elferschießen immer schade ist“, so SVS-Trainer Gerald Linshalm. Rohrbach-Trainer HannesFriesenbichler resümiert: „Es waren durchwachsene erste 20 Minuten, da waren wir nervös. Schattendorf war die erste Mannschaft die uns angepresst hat. Zweite Halbzeit ist uns dann einiges besser gelungen und im Elfrschißen war es dann glücklich. Von den Spielanteilen her geht der Aufstieg aber in Ordnung.