Einige Favoriten, die Underdogs hoffen auf ein Cup-Märchen
BFV CUP/Südburgenland
Die Saison steht in den Startlöchern und beginnt am Wochenende mit der ersten Runde im Raiffeisen BFV-Cup. Im Südburgenland warten ausgeglichene Duelle, aber auch Spiele mit großem Klassenunterschied. Das absolute David gegen Goliath-Duell steigt in Rohrbrunn, wo am Dienstag der amtierende Cupsieger Oberwart gastiert.
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Großpetersdorf – Grafenschachen; Freitag, 19.30 Uhr. In der Elektro Unger Arena kommt es zu einem ligainternen Duell. „Dementsprechend ist das eine super Standortbestimmung eine Woche vor dem Start in die Meisterschaft“, fiebert der Obmann der Großpetersdorfer, Harry Schneller dem Spiel entgegen. Die Großpetersdorfer wollen die Euphorie vom Aufstieg mitnehmen und in der ersten Runde bestehen. „Wir haben eine ordentliche Vorbereitung gespielt“, ist Schneller zufrieden, mit Bendeguz Sinay hat sich auch der vielversprechende Neuzugang gut integriert. Die Gäste kommen nach einer starken Saison in der 2. Liga mit breiter Brust, für den neuen Trainer Bernd Dorner ist es die Pflichtspiel-Premiere. Dorner kann in seinem ersten Spiel auf einige Rückkehrer zählen: Matthias Wenzl, Stefan Hettlinger und Nico Halwachs sollten nach Verletzungen einsatzbereit sein und wollen die Grafenschachener in die zweite Cuprunde schießen.
Stegersbach – Tobaj; Freitag, 19.30 Uhr.Der erste Auftritt in der neuen Saison von Stegersbach verspricht Spannung pur. Die Thermenortler gehen als Favorit in die neue Saison der 2. Liga, im Cup kommt es zum Kräftemessen mit Tobaj. „Wir haben eine intensive Vorbereitung hinter uns, jetzt wollen wir eine Runde weiterkommen“, so der Sportliche Leiter Stefan Berzkovics. Mit Spannung erwartet wird auch der erste Auftritt von Thomas Herrklotz, der Torjäger konnte in der Vorbereitung überzeugen. Tobaj tätigte im Sommer vielversprechende Transfers, die Hoffnungen in der Offensive liegen auf Roman Rasser. Michael Schendl fällt mit einer Knieverletzung aus.
Welgersdorf – Kohfidisch; Freitag, 19.30 Uhr. Das erste Spiel mit richtig klarer Rollenverteilung steigt in Welgersdorf. Die Heimischen sind gegen Kohfidisch krasser Außenseiter. Im letzten Jahr nahm Kohfidisch die Hürde Welgersdorf problemlos, zog mit einem 4:0 in die nächste Runde ein. „Damals haben uns zwei frühe Tore in die Karten gespielt. Wir sind trotzdem gewarnt, auf dem kleinen Platz sind viele Torszenen möglich, entsprechend konzentriert müssen wir auftreten“, fordert der Sportliche Leiter der Kohfidischer Thomas Polzer. Im letzten Test überzeugte seine Mannschaft und holte gegen TUS Bad Waltersdorf ein 1:1-Unentschieden.
Mühlgraben – Schlaining; Freitag, 20 Uhr. Sowohl Mühlgraben als auch Schlaining haben eine richtig gute Vorbereitung hinter sich. Beide Mannschaften zeigten mit guten Leistungen auf, jetzt wartet die Generalprobe für die Meisterschaft. „Uns werden noch ein paar Spieler fehlen, unter anderem Neuzugang Jan Marcijus, aber die Devise ist klar und lautet Aufstieg“, so Mühlgrabens Pressesprecher Florian Jud. Schlainings Sportlicher Leiter Klaus Arth erwartet ein richtig unangenehmes Spiel: „Am Freitagabend auswärts in Mühlgraben, das ist schwierig. Aber wir werden komplett sein und wollen einen Gegner, der sich auf vielen Positionen verändert hat, fordern.“
St. Martin/Raab – Neuhaus; Samstag, 17.30 Uhr.Cup-Derby in St. Martin! Zu Gast ist der Aufsteiger aus Neuhaus, der mit breiter Brust die Reise zum Nachbarn antritt. Die Neuhauser verstärkten den Kader im Sommer mit zwei Legionären: David Jakab und Balint Kovacs sind neu beim Klub. „Wir sind mit beiden bisher sehr zufrieden“, schätzt der Sportliche Leiter Stephan Knapp die Qualitäten der Neuzugänge. Die Erwartungen für das Cupspiel in St. Martin sind klar: „Wir wollen in die 2. Runde aufsteigen, auch wenn es heiß und unangenehm wird, gibt es keine Ausreden“, so Knapp vor dem Erstrunden-Schlager. Die St. Martiner hoffen hingegen auf die Sensation.
Jabing – Eberau; Samstag, 17.30 Uhr.Im Vorjahr war für Eberau erst im Penalty-Schießen gegen den späteren Cupsieger Oberwart Schluss, heuer startet das Abenteuer Cup in Jabing. Die Herics-Elf nahm die Form aus der letzten Saison ins neue Jahr mit, präsentierte sich in der Vorbereitung gegen gute Gegner defensiv stabil und hat vorne an den richtigen Stellschrauben gedreht. Neuzugang Alexander Resner schlägt bisher voll ein und konnte bereits sechs Tore erzielen. Er soll auch gegen Jabing ein wichtiger Faktor werden. Die Hausherren sind Underdog, aber für eine Überraschung gut. Im letzten Jahr verlor man daheim kein Spiel.
Redlschlag – Pinkafeld; Samstag, 17.30 Uhr. Für die SG Redschlag ist das Erstrunden-Spiel im Cup ein echtes Highlight, mit Pinkafeld ist ein Top-Klub zu Gast. Am Platz möchten die Pinkafelder Taten sprechen lassen und gegen den Dritten der 2. Klasse Süd A in die 2. Runde einziehen. „Wir wollen heuer im Cup eine gute Rolle spielen, dementsprechend die Auftakthürde packen. Wir nehmen das Spiel sehr ernst“, verspricht der Trainer Benjamin Posch. Für die Pinkafelder ist es die Generalprobe für die Meisterschaft, die eine Woche später startet. In der ersten Runde der Burgenland Energie Landesliga empfängt die Mannschaft Kohfidisch.
Loipersdorf/Kitzladen – St. Michael; Samstag, 17.30 Uhr. 1. Klasse gegen 1. Klasse lautet das Duell in Loipersdorf/Kitzladen. Favorit sind die Hausherren, die im letzten Jahr nur knapp den Aufstieg verpassten. Der Sportliche Leiter Roland Szander hofft auf einen gelungenen Pflichtspielstart: „Die Vorbereitung war durchwachsen, im Cup brauchen wir jetzt die nötige Ernsthaftigkeit und Konzentration, um das Ticket für die 2. Runde zu lösen. Außerdem ist das Spiel eine tolle Standortbestimmung für die Meisterschaft“, so Szander. Die Gäste sprangen spät auf den Cup-Zug auf, gehen als gefährlicher Außenseiter ins Spiel.
Wolfau – Riedlingsdorf; Samstag, 17.30 Uhr.Die Cupfighter aus Wolfau sind auch heuer im Pokal dabei. Im letzten Jahr sorgte der Klub aus der 2. Klasse für Furore und stieß bis ins Halbfinale vor. „Das war eine irre Reise, die uns viel Kraft und am Ende wohl auch den Aufstieg gekostet hat“, so Sektionsleiter Christian Petz. „Heuer werden wir nicht so viel investieren, Priorität hat die Meisterschaft.“ Statt Wolfau stieg am Ende Riedlingsdorf auf, die Gäste reisen also mit breiter Brust an. Zumal man im Frühjahr auch das direkte Duell gegen die Wölfe mit 4:0 gewann. Diesmal wird wohl die Tagesverfassung über den Sieger entscheiden.
Kukmirn – Rechnitz; Samstag, 17.30 Uhr.Dritter gegen Fünfter aus der 2. Liga der abgelaufenenen Saison heißt es in Kukmirn. „Ein undankbares Erstrunden-Los, noch dazu auswärts. Außerdem sind ihre Topstars geblieben“, erwartet Rechnitz-Obmann Harry Füzi eine richtig schwere Partie in Kukmirn. Doch verstecken muss sich Rechnitz nicht, in der Vorbereitung sammelte man tolle Eindrücke und Ergebnisse. Kukmirns Coach Mario Bauer ist vor dem Pflichtspiel-Start fokussiert: „Mit Rechnitz kommt ein guter, eingespielter Gegner zu uns. Es wird eine knappe Partie, aber wir wollen die erste Runde überstehen.“
Eltendorf – Oberpullendorf; Samstag, 19 Uhr. Eltendorf bekommt es in der ersten Runde mit dem SC Oberpullendorf zu tun. Die Favoritenrolle ist klar, die Mittelburgenländer reisen als klarer Favorit an und haben einen Trainer in ihren Reihen, der das Südburgenland richtig gut kennt: Florian Hotwagner. Für Aufsteiger Eltendorf ist es kurz vor dem Start in die Meisterschaft eine ordentliche Herausforderung: „Wir werden uns ins Zeug hauen und versuchen dagegenzuhalten, aber nicht alles riskieren. Priorität hat für uns die Meisterschaft“, so der Sportliche Leiter Rainer Pummer. Ausfallen wird Top-Stürmer Alex Österle (angeschlagen).
Rohrbrunn – Oberwart; Dienstag, 18.30 Uhr.Ein Duell, das mehr für den Cup steht als jedes andere, findet zum Abschluss der ersten Runde in Rohrbrunn statt. Der Klub aus der 2. Klasse Süd B bekommt es mit Regionalligist und dem amtierenden Cupsieger aus Oberwart zu tun. Die Gäste sind klarer Favorit und wollen in die zweite Runde einziehen – alles andere wäre eine faustdicke Überraschung. Im Vorjahr stürmte Oberwart bis ins Finale vor und gab sich auch dort keine Blöße, bezwang in einem einseitigen Endspiel den MSV 2020 mit 4:0. Für Rohrbrunn ist es bereits früh in der Saison das absolute Highlight. Sportlich gesehen rechnet man sich wenig Chancen aus. „Wir wollen so lange es geht gut dagegenhalten, sind aber natürlich der klare Außenseiter“, weiß Obmann-Stellvertreter Dietmar Gmoser. Der Kader der Heimmannschaft steht, für Kapitän Florian Kernbichler wurde rechtzeitig ein Ersatz gefunden. Gespielt wird am Dienstag um 18.30 Uhr, aus dem Grund, weil Oberwart bereits am Wochenende mit der Liga startet.