Parndorfer Rochaden, Siegendorfer Frust

BFV-Raiffeisen-Cup

Parndorf ließ die Ostligaspieler nicht antreten, kam mit der Landesligatruppe weiter, schied mit den 1c-Spielern aber aus.

Von GÜNTHER PAVLOVICS

Hornsteiner Jubel. Der ASV warf Landesligist Siegendorf im Elfmeterschießen raus. Umjubelter Held: Hornstein-Keeper Tomas Veber.

Hornsteiner Jubel. Der ASV warf Landesligist Siegendorf im Elfmeterschießen raus. Umjubelter Held: Hornstein-Keeper Tomas Veber.

© Johannes Götzinger

In der ersten Runde des BFV-Cups haben sich die drei Ostligaklubs Neusiedl, Oberwart und Parndorf durchgesetzt. Von den 14 Burgenlandliga-Klubs (nur SK Pama und Klingenbach haben sich nicht qualifiziert) sind gleich vier ausgeschieden. Neben Jennersdorf und Deutschkreutz waren dies aus dem Norden Siegendorf und die Juniors von Neudorf/Parndorf. Dies hatte allerdings unterschiedliche Gründe.

Nach der bitteren Heimniederlage zum Auftakt der Regionalliga gegen Krems gastierte Neusiedlam Dienstag in Kittsee. Trainer Stefan Rapp setzte nicht die Junioren ein, er schonte keinen Spieler für das Derby in Parndorf am Freitag. Der Klub aus der 2. Liga Nord ging in Führung, doch der Ostligaklub spielte ruhig weiter. Am Ende stand es 6:1 und Stürmer-Neuzugang Erik Burai hatte vier Mal getroffen.

Siegendorflag in Hornsteinnach einer halben Stunde schon 2:0 vorn, doch der Aufsteiger in die 2. Liga glich kurz nach Seitenwechsel aus. Danach kam Siegendorf durch ein Eigentor in Rückstand, gleich aber in der 75. Minute noch aus. Die Entscheidung über den Aufstieg fiel erst im 14. Elfer, Siegendorf vergab vier von sieben Elfern.

Die Neudorf/Parndorf Juniors, die in Mönchhofmit 1:2 ausgeschieden sind, waren die Parndorfer 1c-Mannschaft, die in dieser Saison in der 2. Klasse Nord einsteigt. Lukas Eisenbarth saß bei der Niederlage auf der Bank. Mönchhof ist der einzige Klub aus der 1. Klasse Nord in der zweiten Cuprunde. Coach Patrick Kasuba: „Wir nehmen aus diesem Erfolg viel Selbstvertrauen mit, aber auch konkrete Punkte, an denen wir arbeiten werden. Die Effizienz vor dem Tor muss besser werden.“

Die Parndorferließen ihre Landesliga-Mannschaft statt der Ostliga-Truppe in Joisantreten. Beim Aufsteiger in die 1. Klasse Nord gab es einen klaren 6:2-Erfolg, bei dem der Klasseunterschied deutlich zum Tragen kam. Wolfgang Fischer saß auf der Bank, nur der Golser Patrick Schmidt war am Freitag in Oberwart im Ostliga-Kader gewesen. Jois-Trainer Günther Reitprecht: „Meiner Meinung nach ist das Ergebnis zu hoch ausgefallen, wir haben uns nie aufgegeben und darauf können wir aufbauen.“

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© Günther Pavlovics

Drei Favoritensiege der Burgenlandliga-Klubs

Die Burgenlandliga-Klubs Leithaprodersdorf, St. Margarethen und Halbturn wurden ihren Favoritenrollen gerecht - wie auch Mattersburg, Bad Sauerbrunn, Kohfidisch, Edelserpentin, Horitschon, Eberau und Oberpullendorf. Leithaprodersdorfkassierte in Deutsch Jahrndorf eine kalte Dusche, Mustafa Atik war der Abwehr enteilt und hatte die Führung für den Klub aus der 2. Liga Nord erzielt. Doch bei einsetzendem Regen behielt der Favorit die Nerven. Nach Vorarbeit von Philipp Hauser erzielte Levi Markhardt den Ausgleich. Nach einem Foul an ihm verwertete Tobias Beran den Elfer zur Führung (29.). Es sollte der Endstand bleiben, auch weil Beran an Latte, Stange und Tormann Michael Unger scheiterte.

St. Margarethen ging in Wulkaprodersdorffrüh in Führung, Ahmed El-Baali hatte nach einer Ecke getroffen. Unmittelbar nach dem 2:0 durch Philipp Wenzl gelang dem Aufsteiger in die 1. Klasse Nord durch Johannes Wieser der Anschlusstreffer. Es war dies die beste Phase von Wulkaprodersdorf, doch der Favorit machte durch das 3:1 von Ernest Grvala kurz nach Seitenwechsel alles klar. Wulkaprodersdorfs Sportlicher Leiter Gerald Kain: „Wir haben leider in beiden Hälften die ersten zehn Minuten verschlafen, aber ich gratuliere dem Team für die starke Leistung, denn sie haben alles gegeben.“

Auch Halbturnspielte gegen einen Klub aus der 1. Klasse Nord und setzte sich dabei mit zehn Mann in St. Andräletztlich doch noch klar durch. Beim Stand von 1:1 sah Christian Bauer die Rote Karte (54.). Danach aber trafen noch Ivan Hlushko und Fabian Ziniel zum Aufstieg. St. Andrä-Trainer Michael Guttmann: „Ich kann meiner Mannschaft zu dieser Leistung nur gratulieren, es war von jedem einzelnen Spieler eine top Leistung.“

Gols schrammte knapp an der Blamage vorbei

Neben Hornstein schafften weitere vier Klubs aus der 2. Liga Nord den Aufstieg in die zweite Runde. Tadten und Gols wurden ihrer Favoritenrolle gerecht, Gattendorf und Wimpassing setzten sich in Duellen auf Augenhöhe durch.

Golsging gegen Schützendurch Felix Schmelzer früh in Führung (2.). Trainer Hans Thüringer war verhindert, meinte aber nach dem Videostudium: „Die erste Halbzeit war okay, wir haben halt kein weiteres Tor gemacht“. Ein Treffer wurde wegen Abseits nicht gegeben. Nach der Pause dann ein dummes Foul im Strafraum und der Klub aus der 2. Klasse Nord glich durch einen Elfer von Milan Jankovic noch aus (65.). Thüringer: „Vielleicht haben wir den Gegner auf die leichte Schulter genommen. Aber Schützen hat das wirklich gut gemacht.“ Beim Elferschießen waren zwei Schützener Schützen aber nicht mehr so treffsicher, nur Jankovic verwertete wieder, alle vier Golser trafen.

Tadtensetzte sich in Podersdorfknapp mit 1:0 durch. Tamas Fekete brachte aber erst in der 88. Minute mit seinem Treffer die Entscheidung gegen den Klub aus der 1. Klasse Nord. „Aufgrund unserer Chancen nach der Pause hätten wir das Spiel schon vorher entscheiden müssen“, sagte Tadtens Sportlicher Leiter Michael Lendway. Anfangs habe man dominiert, vor der Pause aber war Podersdorf stark aufgekommen. Podersdorf-Coach Franz Ziniel: „Meine Mannschaft war gut auf den Gegner eingestellt und wir konnten dem UFC Tadten absolut Paroli bieten.“ Tadten fehlten fünf Stammspieler. Bei den Liga-Duellen gab es einen Heim- und einen Auswärtssieg.

Gattendorfgewann daheim gegen Steinbrunnmit 3:1. Alan Kovac war der Matchwinner mit seinen Toren zum 1:0 und 2:1. Es war das erste Bewerbsspiel unter Heimkehrer Dietmar Bader auf der Bank. Der war mit der Leistung vor allem nach der Pause zufrieden: „Da war es ein Spiel auf ein Tor.“ Sein Gegenüber, Dadi Maxell, ärgerte sich über die Eigenfehler vor dem 0:1 und dem 1:2. „Wir waren lange gleichwertig, aber Gattendorf hatte eine erfahrene und gute Mannschaft, die verdient gewonnen hat“, sagte der Steinbrunner Trainer.

Bei Wimpassinghieß der Matchwinner Jakub Stefancin. Der schoss in Neufelddas 1:0. Der Aufsteiger konnte in der 78. Minute durch Ömer Bas ausgleichen, aber Stefancin traf nur zwei Minuten später zum Endstand von 2:1.

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© Johannes Götzinger

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Jubel nach dem Elfmeterschießen

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