Oberpullendorf verkaufte sich gegen Oberwart eine Hälfte lang teuer

BFV Raiffeisen-Cup

Die zweite Runde des Raiffeisen BFV-Cups wurde am gestrigen Mittwoch im Mittelburgenland abgeschlossen. Oberpullendorf hielt gegen Ostliga-Titelanwärter Oberwart in der ersten Halbzeit gut mit, war allerdings nicht mit dem Quäntchen Glück gesegnet. Im zweiten Akt verdeutlichte sich die Partie, Oberwart bewies seine Klasse und siegte letztlich klar mit 5:0.

Von Sascha Strodl

Im strömenden Regen mussten sich die Oberpullendorfer Kicker (in Rot) gegen Oberwart klar mit 0:5 geschlagen geben - trotz starker erster Halbzeit.

Im strömenden Regen mussten sich die Oberpullendorfer Kicker (in Rot) gegen Oberwart klar mit 0:5 geschlagen geben - trotz starker erster Halbzeit.

© Mike Rodach

Oberpullendorf - Oberwart 0:5.Die Hausherren mussten in Anbetracht des am Samstag stattfindenden Ligaduells mit Halbturn logischerweise auf die Belastungssteuerung schauen. Dementsprechend schickte Coach christian Staffler gleich sieben neue Kräfte ins Rennen, die beim jüngsten Derbyerfolg gegen Horitschon entweder von der Bank aus kamen oder erst gar nicht im Kader waren.

Einen krassen Klassenunterschied bemerkte man deswegen allerdings kaum. Zwar hatten die Gäste logischerweise mehr Spielvorteile, immensen Ertrag erzielte man daraus aber nicht - obwohl man auch schon vor dem Seitenwechsel die tendenzielln besseren Möglichkeiten vorfand.

Weil diese aber nicht in einer Vielzahl vorkamen und der Regionalligist jene Chancen nicht nutzte, hätte der Gastgeber mit ein wenig Glück sogar für die große Überraschung sorgen können. Die Brüder Raphael und Samuel Fischer scheiterten allerdings an SVO-Keeper Marton Horvath. „Erste Hälfte haben wir gut gearbeitet und hatten auch mit dem Ball ganz gute Umschaltmomente“, fasste Staffler zusammen.

Klare Verhältnisse am Platz, schwache Verhältnisse des Platzes

Mit Wiederbeginn nahmen zwei Dinge besonders zu: Die Überlegenheit des Favoriten und die Auswirkungen des Regens auf das Spielfeld. Es schüttete wie aus Eimern und mit dem aus Sicht des SCO zugegebenermaßen unglücklichen Gegentreffers schwommen auch die Hoffnungen auf eine Sensation davon. „Davor konnten wir das Tempo noch gut mitgehen, mit dem 1:0 ging irgendwie der Glauben verloren“, gestand Staffler.

Dessen Goalie Daniel Koltai in weiterer Folge auch noch vier weitere Male hinter sich greifen musste, letzten Endes trotz der ein oder anderen guten Parade am 5:0 für den derzeit Tabellenzweiten der dritthöchsten Spielklasse des Landes allerdings nicht viel ändern konnte. „Sie waren in der zweiten Halbzeit klar besser, haben demnach total verdient gewonnen und auch gezeigt, warum sie dort stehen“, erkannte Staffler neidlos an, sparte aber auch nicht mit Lob für seine Jungs, dem Tabellenzweiten der Burgenlandliga.

„Klar ist es schade, dass es am Ende ein bisschen zu hoch ausgefallen ist und wir uns mit keinem Treffer belohnt haben. Die Jungs haben aber brav gekämpft, erste Halbzeit die Intensität und das Tempo mitgehen können und haben sicherlich auch gezeigt, warum sie derzeit in der Liga so performen.“

Statistik

SC Oberpullendorf - SV Klöcher Bau Oberwart 0:5 (0:0).-
Torfolge:0:1 und 0:2 (53. und 55.) Hutter, 0:3 (68.) Wisak, 0:4 (73.) Ratkowski, 0:5 (90., Strafstoß) Hutter.
SR:Szombati.- Fenyös-Stadion, 184.
Oberpullendorf:Koltai; Olah, Stefanich, Groß, Tobias Blazovich; Frittum (46. Fabian Blazovich), Soljankic (86. Buczolich), Frühwirth; Sturm (57. Andreas Hofer), Raphael Fischer (77. Baumgartner), Samuel Fischer (57. Rainer).
Oberwart:Horvath; Nagy, Polz (60. Pauliny), Trimmel (70. Mozsar); Schendl (60. Polster), Wisak (70. Postmann), Woth, Gschiel; Halper (60. Ratkowski); Kedl, Hutter.