Rund 10.000 Einsatzstunden für Versorgung am Frequency in St. Pölten

Bilanz

Von Dienstag bis Sonntag standen bis zu 120 Personen gleichzeitig beim Frequency bereit. Insgesamt 2.046 Festivalgäste wurden versorgt, 74 mussten ins Krankenhaus.

Von Von Red. St. Pölten

Dienstwechsel am Hauptstützpunkt des Roten Kreuzes am Frequency Festival.

Dienstwechsel am Hauptstützpunkt des Roten Kreuzes am Frequency Festival.

© ÖRK / Anna Schrutka-Sattler

Ein Großaufgebot von Sanitätern, Mitarbeitern der Krisenintervention, Notärzte, Stabs- und Logistikpersonal stand beim Frequency sechs Tage im Einsatz. In diesen rund 120 Stunden arbeiteten rund 120 Personen gleichzeitig zum Wohl der Festivalgäste eng zusammen. 370 Sanitäterinnen und Sanitäter, die nicht nur dem Roten Kreuz St. Pölten angehören, sondern auch aus anderen Bezirken und Bundesländern kamen, leisteten zusammen rund 10.000 Einsatzstunden.

„Das Rote Kreuz St. Pölten hat wieder einmal bewiesen, dass es in der Lage ist, zusätzlich zu seinen laufenden Aufgaben auch Großereignisse bestens zu betreuen“, betont Bezirksstellenleiter Josef Kronister und dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die diese Leistung gemeinsam erbracht haben.

Erfahrene Notärzte konzipierten ärztliche Versorgung am Rotkreuz-Stützpunkt

Neben dem Planungsstab des Roten Kreuzes waren auch erfahrene Notärztinnen und Notärzte mit der Vorbereitung des Großeinsatzes befasst. Diese konzipierten die ärztliche Versorgung im Rotkreuz-Stützpunkt, die vor allem auf die Versorgung kleinerer Wunden ausgelegt war. Aber auch für akute medizinische Notfälle war man gerüstet. Bei 2.046 Interventionen mussten nur 74 Festivalbesucherinnen und Besucher ins Uniklinikum transportiert werden.

Der größte Anteil der Versorgungen entfiel auf kleinere Verletzungen wie Schnittwunden, Abschürfungen, Blasen an den Füßen und Insektenstichen. „Trotz anhaltend hoher Temperaturen konnte kein überdurchschnittliches Auftreten von Kreislauf- und Hitzebeschwerden festgestellt werden. Die Festivalgäste haben sich offenbar gut auf die Witterung eingestellt und sich dieser entsprechend vernünftig verhalten“, hebt man beim Roten Kreuz hervor.

„Durch das große Engagement der Kolleginnen und Kollegen konnte die Patientenversorgung während des Festivals wieder in gewohnter Qualität und ohne gröbere Vorkommnisse abgewickelt werden. Wir danken unseren Sanitäterinnen und Sanitätern und allen weiteren Helferinnen und Helfern für die geleisteten Dienste sowie den Partnerorganisationen vor Ort, insbesondere der mobilen Leitstelle von Notruf Niederösterreich, für die gute Zusammenarbeit.“, erklärt Einsatzleiter Erich Winkler.

Zahlen, Daten Fakten
  • Betrieb von insgesamt sieben Sanitätsstützpunkten mit sechs Zelten und sieben Bürocontainern
  • 370 Rettungs- und Notfallsanitäter im Einsatz
  • in Spitzenzeiten ca. 110 Rettungs- und Notfallsanitäter zugleich vor Ort
  • 13 Notärzte im Einsatz, davon bis zu drei gleichzeitig im Dienst
  • 14 Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams im Einsatz
  • über 10.000 geleistete Einsatzstunden
  • durchgehend Versorgungs- und Logistikpersonal im Dienst
  • 24 Rettungsfahrzeuge bzw. Mannschaftstransporter und ein Notarzteinsatzfahrzeug im Einsatz
  • 2.046 Patientenversorgungen, 74 Transporte ins Klinikum
  • Disposition durch eine vor Ort eingerichtete Leitstelle von Notruf Niederösterreich
  • 650 warme Mahlzeiten, 1.200 Semmeln, Müsliriegel und Äpfel sowie weit mehr als 3.000 Liter Getränke und mehrere hundert Liter Kaffee hielten die Mannschaften bei Kräften.