Mit einer österreichisch-ungarischen Gedenkfeier wurde am Samstag an der Brücke von Andau an den Ungarischen Volksaufstand vor 70 Jahren erinnert. Im Mittelpunkt standen die Flucht tausender Menschen und die große Hilfsbereitschaft der Bevölkerung.
Neue Gedenkplattform erinnert an Fluchtbewegung von 1956
Brücke von Andau
Die lange geplante Gedenkplattform bei der Brücke von Andau wurde vergangene Woche fertiggestellt.
Bis Oktober wird die mittlerweile fertiggestellte Gedenkplattform mit zahlreichen Infotafeln bestückt.
© Klaus Zwinger
Die neue Gedenkplattform bei der Brücke von Andau wurde vergangene Woche fertiggestellt Gemeinsam mit Historiker Herbert Brettl werden laut Bürgermeister Philipp Pelzer bis Oktober noch umfangreiche Informationstafeln angebracht, die sich sowohl mit den Fluchtbewegungen von 1956 als auch mit der Veränderung des Gebietes Hanság-Waasen befassen.
Eine besondere Ergänzung ist die von Brettl und seinen Studierenden entwickelte Didaktik: Anhand runder Betonplatten in der Wiese können verschiedene historische Charaktere und ihre Schicksale nachgespielt werden. Auch hierzu folgen noch ausführliche Informationen vor Ort.
Nach der Niederschlagung des Ungarnaufstands durch sowjetische Truppen flohen damals rund 70.000 Menschen von Ungarn nach Österreich – oft nachts, über sumpfiges Gelände und unter Lebensgefahr. Die ursprüngliche Brücke wurde noch im selben Jahr zerstört, 1996 aber wiedererrichtet.
Andau ist heuer mit dem Gebiet Hanság-Waasen, den Großtrappen, der Brücke von Andau und der Fluchtstraße für „9 Plätze – 9 Schätze“ nominiert. Auch die neue Gedenkplattform wird in der Sendung zu sehen sein.
Die burgenländischen nominierten Plätze werden am Mittwoch, 30. September 2026, um 19 Uhr in „Burgenland heute“ vorgestellt.