Beim Tag der offenen Tür der Akademie der Wirtschaft in Neusiedl am See erkundeten Jugendliche die Ausbildung mit Quizzen, Spielen und Führungen.
Nickelsdorf: Kanalbenützungsgebühren als „Dealbreaker“
Budgetvoranschlag 2025
Beim Punkt der Erhöhung der Kanalbenützungsgebühr und der Einführung einer Müllabgabe war man sich im Gemeinderat uneinig.
Heuer wird auch in Nickelsdorf der Sparstift angesetzt.
© Bilderbox, Erwin Wodicka - wodicka@aon.at
Nickelsdorf Wie in so gut wie allen anderen Gemeinden des Bezirks wird für das Jahr 2025 auch in Nickelsdorf der Sparstift angesetzt. Waren es im vergangenen Jahr noch rund 174.000 Euro, die im Budgetvoranschlag für Investitionen anberaumt wurden, so sind es im heurigen Jahr bloß noch 104.000 Euro, die sich auf einige wenige Positionen verteilen.
Der größte Teil entfällt dabei mit 50.000 Euro auf das mit 75 Prozent von Bund, Land und EU geförderte Projekt „Natur in Sicht“, das die Attraktivität der Naturschätze in den nördlicheren, weniger vom Tourismus geprägten Gemeinden des Bezirks herausarbeiten wil.
Des Weiteren sind 30.000 Euro für Straßensanierungen veranschlagt. Weitere 25.000 Euro werden für notwendige Kanalanschlüsse verwendet. Außerdem werden um 9.000 Euro eine neue digitale Schultafel sowie Laptops für die Volksschule angekauft.
Bürgermeister Gerhard Zapfl meint dazu: „In Nickelsdorf ist die Infrastruktur, dank verantwortungsvoller Politik, auf Letztstand, was bedeutet, dass keine dringenden Investitionen getätigt werden müssen. Die Verwendung von Ersparnissen ist natürlich auf Dauer nicht möglich. Die Lage ist angespannt, daher ist eine finanzielle Stärkung z.B. durch höhere Ertragsanteile in Zukunft unbedingt notwendig!“
Beschlossen wurde der Budgetvoranschlag ausschließlich mit den Stimmen der SPÖ. Sowohl ÖVP als auch FPÖ stießen sich daran, dass die Kanalbenützungsgebühr indexangepasst wurde und eine Müllabgabe für alle Haushalte darin veranschlagt war. Zusammengenommen fallen damit 50 Euro im Jahr für jeden Nickelsdorfer Haushalt an. „Wir befinden uns damit im Bezirk im Schnitt“, merkt Bürgermeister Zapfl an. Die Gemeinde schließt im heurigen Jahr mit einem Minus von rund 147.000 Euro ab, das allerdings mithilfe von liquiden Mitteln in Form von Ersparnissen ausgeglichen werden kann.