Kulturabend brachte Mehrsprachigkeit auf die Bühne

BUKV

Gedichte, Chormusik und Volkslieder standen im Mittelpunkt des Abends im Festsaal der Reformierten Kirchengemeinde Oberwart.

Von Karina Toth

Ungarische Volksmusik war ein wesentlicher Bestandteil des gelungenen Abends.

Ungarische Volksmusik war ein wesentlicher Bestandteil des gelungenen Abends.

© BUKV

Unter dem Titel „Der Reichtum der Mehrsprachigkeit“ fand im Festsaal der Reformierten Kirchengemeinde Oberwart ein bunter Kulturabend statt. Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam vom Concentrum, dem Burgenländisch-Ungarischen Kulturverein und der Reformierten Kirchengemeinde Oberwart.

Eröffnet wurde das Programm von den Volksmusiker:innen des Burgenländisch-Ungarischen Kulturvereins mit Liedern aus Kalotaszeg. Danach las der aus Siget in der Wart stammende Historiker Gerhard Baumgartner Gedichte, die er unter dem Pseudonym Gyula Pulay im burgenlandungarischen Dialekt verfasst hat. Vorgetragen wurden unter anderem „Der alte und der junge Tod“, „Tante Éti“, „Hundelied“ oder „Minderheit sein“. Besonders bei der älteren Generation sorgten die Texte für großen Wiedererkennungswert.

Auch die Ungarisch-Lehrerin Kerstin Istvanits präsentierte eigene Gedichte. Ihre Texte erschienen im Band „Junge Literatur Burgenland Vol. 7“. Gelesen wurden die Werke jeweils auf Ungarisch und Deutsch.

Zwischen den Lesungen sorgten mehrere Chöre und Volksmusikgruppen für die musikalische Gestaltung des Abends. Der Chor der Reformierten Kirchengemeinde Oberwart sowie der Chor der Evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Siget in der Wart präsentierten kirchliche Lieder, teilweise gemeinsam mit dem Publikum. Geleitet wurden beide Chöre von Dániel Cséfalvay.

Die Volksmusiker:innen des Burgenländisch-Ungarischen Kulturvereins spielten außerdem traditionelle ungarische Volkslieder aus verschiedenen Regionen, darunter auch Stücke aus dem Burgenland.

Unter den Ehrengästen warenGerhard Harkam, Christian Drobits, Michael Leitgeb, Richárd Kádas, Ludwig Frauer und Iris Zsótér.