COSMÓ: „Die ESC-Fans sind die Fans, die sich jeder Musiker wünscht“

Burgenländer der Woche

Ob Fernsehen, Radio, Zeitung oder soziale Medien: An COSMÓ führt derzeit kaum ein Weg vorbei. Seit feststeht, dass der 19-jährige Benjamin Gedeon aus Halbturn Österreich beim Eurovision Song Contest (ESC) mit „Tanzschein“ vertritt, wächst die Aufmerksamkeit rund um den jungen Musiker beinahe täglich. Besonders die Choreografie zu seinem Song entwickelte sich zum viralen Phänomen – von Schulklassen bis zu Seniorengruppen wird der Tanz mittlerweile nachgemacht. Vor seinem großen Final-Auftritt am Samstag bat die BVZ COSMÓ zum Interview.

Von Von Birgit Böhm-Ritter

Der Halbturner COSMÓ vertritt am Samstag, 16. Mai, Österreich beim Finale des größten Musikevents der Welt. Seine Tanz zu seinem Song TANZSCHEIN geht aber bereits seit Wochen in den Sozialen Medien viral.

Der Halbturner COSMÓ vertritt am Samstag, 16. Mai, Österreich beim Finale des größten Musikevents der Welt. Seine Tanz zu seinem Song TANZSCHEIN geht aber bereits seit Wochen in den Sozialen Medien viral.

© ORF, Marc Mingels

BVZ: Du trittst derzeit gefühlt in jeder TV- und Radio-Sendung auf. Bleibt überhaupt noch Zeit zum Schlafen? Und wo gab es das lustigste Erlebnis?

COSMÓ:„Ja, mein Zeitplan ist zwar sehr getaktet, aber es findet sich natürlich noch Zeit zum Schlafen (lacht). Am lustigsten war es bei ORF Kids. Das Team hat mich einen Tag lang begleitet. Am Schluss hatte auch der Kameramann einen blauen Stern im Gesicht.“

BVZ: Du warst zuletzt auch bei mehreren ESC-Auftritten im Ausland. Konntest du dort bereits Kontakte zu anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern knüpfen?

COSMÓ:Wir waren bei den ESC-Prepartys in Oslo, Amsterdam und London. Dort hatten wir Auftritte vor großem Publikum. Teilweise waren dort bis zu 6.000 Leute. Dabei hat sich schon eine kleine Clique gebildet mit Eva aus Luxemburg, Jonas aus Norwegen und Sören aus Dänemark.“

BVZ: Die ESC-Community gilt als etwas Besonderes. Was macht sie aus?

COSMÓ:„Die ESC-Community zeichnet diese Offenheit aus. Einerseits sind die Fans total motiviert und singen bei jedem Song mit, egal welche Sprache. Andererseits halten sie wirklich stark zusammen und unterstützen die Artists so, so, so sehr. Ich glaube, die ESC-Fans sind die Fans, die sich jede Musikerin und jeder Musiker wünscht.“

BVZ: Du wirkst trotz des Trubels bei deinen vielen öffentlichen Auftritten sehr ruhig. Kommt keine Nervosität auf?

COSMÓ: „Nervosität kommt eigentlich nicht auf. Es ist mehr Vorfreude, Aufregung und Adrenalin. Meine innere Ruhe ist ziemlich wichtig. Dadurch kann ich auch spontan adaptieren, falls etwas schief läuft.“

BVZ: Wie waren die Proben in der Wiener Stadthalle auf der großen Bühne?

COSMÓ: „Die Proben waren richtig cool. Das Team der Volunteers ist superlieb, das Produktionsteam hochprofessionell. Das überhaupt einmal zu erleben, ist schon etwas Besonderes. Und jetzt auf der Bühne zu stehen, wo Sandro und ich erst vergangenes Jahr so große Bands wie zum Beispiel Green Day gesehen haben, ist einfach Wahnsinn.“

BVZ: Der Tanz zu „Tanzschein“ geht derzeit viral. Welche Reaktionen haben dich besonders überrascht?

COSMÓ:„Mich hat überrascht, dass er wirklich jede Zielgruppe erreicht hat – von Klein bis Groß. Das ist für mich sehr, sehr besonders. Es ist das Schönste, was auf dieser Reise passieren konnte. Der Tanz animiert die Fans. Ich denke, es war vielleicht nicht nur der Song allein, sondern auch ein echtes Bedürfnis nach Tanzen, das die Menschen bewegt hat.“

BVZ: Bist du zuletzt überhaupt noch ins Burgenland gekommen?

COSMÓ:„Im Moment habe ich keine Zeit, ins Burgenland zu kommen. Aber erst zu Ostern war ich zu Hause.“

BVZ: Verfolgst du die Wettquoten?

COSMÓ:„Nein. Unabhängig davon, ob es der erste oder letzte Platz ist: Wir geben unser Bestes und versuchen, die geilste Show wie nur möglich auf die Bühne zu bringen. Unser Ziel ist es natürlich, die Menschen in der Stadthalle und vor dem Fernseher zum Tanzen zu bringen.“

BVZ: Was nimmst du persönlich aus dieser intensiven ESC-Zeit mit?

COSMÓ: „Ich habe sehr viel über Fans gelernt und darüber, was es heißt, eine Community zu haben und mit ihr umzugehen. Das ist das Schönste überhaupt, das möchte ich genauso weiterführen.“

BVZ: Worauf freust du dich nach dem ESC am meisten?

COSMÓ:„Ich freue mich sehr darauf, mit meiner Band wieder aufzutreten. Wir sind auf Support-Tour mit Pizzera & Jaus, Folkshilfe und Aut of Orda und gehen dann im Oktober mit den Liedern meiner EP „Lieber tanz ich weiter“ auf eigene Tour. Und ich freue mich darauf, mehr eigene Lieder zu singen.

Die BVZ begleitet Benjamin Gedeon schon seit Langem auf seinem Weg zu einer Musikkarriere. Schon als 15-Jähriger hat er sein Talent bei der deutschen Castingshow The Voice Kids erstmals auf größerer Bühne unter Beweis gestellt. Lesen Sie in den untenstehenden Artikeln, wie es COSMÓ bis zum Eurovision Song Contest geschafft hat.