Auf Initiative von Barbara Tongisch wurden Anfang September die „Andau Starlets Cheerleader“ gegründet. In dieser kurzen Zeit haben sich bereits 50 aktive Mitglieder gefunden, die den Sport leidenschaftlich betreiben.
Solarstrom für Uganda: Mönchhofer Verein plant nächste Schritte
Burgenländisches Know How
Ein Dach, das mehr kann, als Regen abzuhalten: Auf dem Kinderheim St. Clare im Norden Ugandas fangen Solarmodule inzwischen Sonnenenergie ein. Seit Mitte 2024 liefert die Photovoltaikanlage verlässlich Strom – und damit auch die Grundlage für weitere Projekte. Hinter dem Engagement steht neben dem Parndorfer Energieunternehmen PÜSPÖK auch der Mönchhofer Verein „Pannonia for Africa“.
150 Kinder in Heim und Schule profitieren von der Photovoltaikanlage am Dach des Waisenhauses St. Clare.
© Pannonia for Africa
Für den Verein ist die Unterstützung von St. Clare eine Aufgabe, die über einzelne Hilfsaktionen hinausgeht. Josef „Pepo“ Haubenwallner hatte das Kinderheim über viele Jahre unterstützt und regelmäßig Zeit vor Ort verbracht. Altersbedingt gibt er sein Engagement nun an die nächste Generation weiter. Sein Enkel Lukas Weiss und Christian Mahr gründeten dafür im Vorjahr „Pannonia for Africa“.
Der Verein führt die Unterstützung weiter und will weitere Bildungs- und Infrastrukturprojekte ermöglichen. Ein wichtiger Baustein dafür liegt bereits auf dem Dach des Kinderheims: Die von PÜSPÖK gemeinsam mit mehreren Partnern finanzierte Photovoltaikanlage versorgt das Heim und die angrenzende Schule mit Strom. Rund 150 Kinder profitieren davon.
„Zuverlässiger Strom ist in vielen Regionen Afrikas keine Selbstverständlichkeit. Umso wichtiger ist es, Projekte zu unterstützen, die durch saubere und verlässliche Infrastruktur Bildung und wirtschaftliche Entwicklung ermöglichen“, erklärt Lukas Püspök, Geschäftsführer von PÜSPÖK. „Unsere Photovoltaikanlage schafft die Grundlage dafür, dass sich das Kinderheim und die Schule nachhaltig weiterentwickeln können.“
Die Energieversorgung endet dabei nicht bei Licht und Strom im Gebäude. Die Anlage produziert derzeit rund doppelt so viel Strom, wie das Kinderheim und die Schule benötigen. Damit eröffnet sich Spielraum für weitere Vorhaben.
Geplant sind zusätzliche landwirtschaftliche Flächen, Tierhaltung und ein Brunnen für die lokale Bevölkerung. Auch Ausbildungsangebote wie eine Schneiderwerkstatt sollen entstehen. Die technische Betreuung übernimmt Odur Robson, der bereits am Bau der Anlage beteiligt war. Der gelernte Elektriker absolviert derzeit eine Ausbildung zum Berufsschullehrer für Elektrotechnik.
Christian Mahr, Projektentwickler bei PÜSPÖK, sagt: „Die Energieversorgung durch die Solaranlage verändert den Alltag der Menschen vor Ort spürbar. Sie ermöglicht nicht nur einen stabilen Betrieb des Kinderheims, sondern schafft auch neue Chancen für Bildung, Ausbildung und wirtschaftliche Perspektiven für die Kinder und Jugendlichen.“
PÜSPÖK ist ein Parndorfer Energieunternehmen, das immer wieder mit seinem sozialen Engagement aufhorchen lässt. Auch bei diesem Projekt arbeitete das Unternehmen mit mehreren Partnern zusammen, darunter dem Beschaffungsbetrieb BBM der österreichischen Organisation MIVA, der die Anlage weiterhin technisch begleitet.
Mit Strom allein soll es nicht getan sein. „Pannonia for Africa“ plant als nächstes größeres Vorhaben den Bau einer eigenen Schule für bis zu 300 Kinder aus dem Kinderheim und der Region. Zusätzlich ist eine Photovoltaikanlage für das nahegelegene Krankenhaus vorgesehen.
Die nächste Veranstaltung des Vereins findet am 29. August ab 15 Uhr beim Afrika Tag statt. Schauplatz ist Josef „Pepo“ Haubenwallners Dorfmuseum Mönchhof. Dort soll über die aktuellen Projekte informiert und die Arbeit für das Kinderheim St. Clare weiter unterstützt werden.