Schon in einem früheren BVZ-Interview hat Landeshauptmann Doskozil mit einer Annäherung an die Wiener SPÖ und Bürgermeister Ludwig aufhorchen lassen. Im zähen Wechsel an der Parteispitze dürfte nun Tauwetter in der seit Jahren abgekühlten Beziehung einsetzen.
Energie wird günstiger: 220 Euro bei Strom und 180 Euro bei Gas sparen
Burgenland Energie
Über den „Fanclub Burgenland“ können Netzkosten und Strom-Abgaben gesenkt werden, beim Gas erlaubt eine „geschickte Beschaffungsstrategie“ bessere Konditionen: Die Burgenland Energie hat die Preissenkung in beiden Bereichen angekündigt. So funktioniert's.
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Schon seit Jänner 2025 biete man mit dem Modell „Fanclub Burgenland Energieunabhängig“ (FCBE) den sicheren Strompreis von 10 Cent pro Kilowattstunde garantiert auf 20 Jahre an, erinnerte die Burgenland Energie anlässlich der Preissenkungen. Nun können über regionale Energiegemeinschaften zusätzlich die Netzkosten sowie Steuern und Abgaben gesenkt werden. Und das ergibt einen Strompreis von weniger als 10 Cent pro Kilowattstunde.
Ein „typischer burgenländischer Haushalt“ spart - mit dem Fanclub und dem Unabhängig-Tarif der Burgenland Energie - rund 20 Prozent der Kosten, wird vorgerechnet, das ergibt 220 Euro weniger im Jahr. Der Gaspreis wird mit 1. April 2026 um rund 20 Prozent gesenkt, und das spart einem durchschnittlichen burgenländischen Haushalt rund 180 Euro Heizkosten pro Jahr.
An Unternehmen richtet sich die Burgenland Energie mit einem eigenen Strompreis, der ebenfalls mit dem Namen „Unabhängig“ geführt wird und die Möglichkeit bietet, sich langfristig an den Wind- und PV-Anlagen zu beteiligen: Und zwar über einen All-inklusive Strompreis von 10 Cent pro Kilowattstunde, unabhängig von Netzentgelten und Abgaben, wie es heißt.
Mit den Preissenkungen unterstrichen Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Burgenland-Energie-Vorstandsvorsitzender Stephan Sharma die „Energiesicherheit und Unabhängigkeit“ für Haushalte wie Unternehmen. „Die Menschen im Land wollen stabile und günstige Preise“, sagt Doskozil.
Dem komme der Landes-Energieversorger und der „Fanclub Burgenland“ nach; Sicherheit biete die Versorgung mit Windkraft und PV-Anlagen. „Keine Preisabhängigkeit von Putin und Trump, Preisunabhängigkeit mit unseren Wind- und PV-Anlagen“, konkretisiert Stephan Sharma. Und: „Ohne Einmal-Rabatte oder ähnliche Lockangebote im ersten Jahr, um im zweiten Jahr mit den Kunden viel Geld zu verdienen.“
In einer Zeit wachsender Sorge vor Black-Out-Ereignissen bringe der Wind- und PV-Ausbau noch mehr Versorgungssicherheit: Aktuell erreiche man für die Kunden rund 75 Prozent Energieunabhängigkeit von den internationalen Strombörsen und 20 Jahre Preissicherheit mit 10 Cent pro kWh über den Fanclub: „Mit dem Unabhängig-Tarif von BE-Vertrieb für den Reststrombedarf erhält ein burgenländischer Kunde mit der Kombination ‚Unabhängig + FCBE‘ somit einen sicheren Energiepreis“, so Sharma. Das neue Modell für größere Unternehmen wird vorbereitet: Der Preis soll dann „für alle Unternehmen und die gesamten Energiemengen“ gelten. Begleitend dazu wird auch ein Gesetz erarbeitet.
Wie das für Unternehmen funktioniert, erklärt Vorstand Stephan Sharma im Detail: „Mit unserem burgenländischen Unternehmensstrompreis „Unabhängig“ bieten wir über langfristige Strombezugsverträge (PPA) eine Beteiligung bei unseren Wind- und Photovoltaikanlagen um 10 Cent pro Kilowattstunden auf bis zu 20 Jahre an. Burgenländische Unternehmen, die sich im Umkreis von 15 km befinden, haben einen zusätzlichen Vorteil, diese können über eine eigene Direktleitung mit unseren Wind-, PV- und Speicheranlagen verbunden werden. Damit können sich die Unternehmen auf bis zu 20 Jahre die Strompreise unabhängig von den Marktpreisen, Netzkosten und Abgaben zum All-Inklusive Strompreis von 10 Cent pro kWh absichern.“