Ein Oberwarter „rockt“ die diplomatische Akademie

Burgenland Stipendium

Mit dem „Burgenlandstipendium“ fördert das Land außergewöhnlich talentierte Studierende und ermöglicht ihnen eine Ausbildung, die sonst nahezu unerreichbar wäre. Der erste Stipendiat dieses Programms ist der Oberwarter Felix Raphael Schmidt. Er absolviert den Diplomlehrgang an der Diplomatischen Akademie Wien.

Von Bertie Unger

Felix Rapahael Schmidt hat sich viel vorgenommen.

Felix Rapahael Schmidt hat sich viel vorgenommen.

© LMS

„Wir ermöglichen eine postgraduale Ausbildung, die für viele nicht leistbar wäre. Es braucht mehr denn je Brückenbauer, die in den diplomatischen Dienst gehen“, betonte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil bei der Vorstellung des Programms. Das Stipendium in Höhe von 14.700 Euro pro Studienjahr eröffnet Felix Raphael Schmidt die Möglichkeit, sich auf eine akademische und berufliche Zukunft vorzubereiten, die im Zeichen des internationalen Austauschs und gegenseitigen Verständnisses steht.

Felix Raphael Schmidt erfüllt die strengen Kriterien des Programms, doch es ist nicht nur seine akademische Brillanz, die ihn auszeichnet. Seine Oberwarter Wurzeln haben ihn geprägt. „Mir ist mit meinen Wurzeln in Oberwart schon seit klein an ein starkes Gemeinschaftsgefühl und ein Fokus auf das Miteinander vermittelt worden. Das hat mich nachhaltig geprägt und ist auch der Grund, warum eine akademische und berufliche Laufbahn, in der gegenseitiges Verständnis im Vordergrund steht, für mich so inspirierend ist“, sagt Schmidt.

Der einjährige Diplomlehrgang bietet eine intensive Ausbildung in internationalen Beziehungen. Unterrichtet von renommierten Professor:innen und erfahrenen Diplomaten aus aller Welt, vertieft Schmidt sein Wissen in Politikwissenschaft, internationalen Wirtschaftsbeziehungen, Völkerrecht und weiteren Disziplinen. Die Lehrveranstaltungen finden auf Englisch statt, ergänzt durch Französischkurse. „Meine Mitstudierenden aus über sechzig verschiedenen Ländern machen das Ganze natürlich noch viel spannender“, freut sich der Oberwarter.

Diplomatie ist seine Berufung

Felix Raphael Schmidt hat die ersten Prüfungen erfolgreich hinter sich gebracht und schmiedet große Pläne für die Zukunft. „Ich finde die Arbeit an Entwicklungsprojekten äußerst spannend, weswegen ich mir auch internationale Organisationen wie zum Beispiel die UNO vorstellen kann. Für mich haben Diplomaten nicht nur die ehrwürdige Aufgabe, das eigene Land auf der ganzen Welt zu vertreten, sondern sind unumgängliche Brückenbauer, die sich tagtäglich für ein friedlicheres, besseres Zusammenleben einsetzen“, sagt er. „Das Studium bietet mir eine einzigartige Perspektive und Zugang zu einem Netzwerk, das meine beruflichen Möglichkeiten enorm erweitert.“

„Ich wünsche Felix Raphael Schmidt alle Gute für die Zukunft und freue mich, wenn er seine burgenländischen Wurzeln und die burgenländische Mentalität in die Welt hinausträgt“, betont Landeshauptmann Hasn Peter Doskozil.

Und eines steht fest: Ohne das Stipendium wäre der Traum von einer internationalen Diplomatenlaufbahn für Felix nicht realisierbar gewesen. „Dann würde ich wahrscheinlich Kaffeeröster werden – oder es zumindest versuchen“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

Das „Burgenlandstipendium“ fördert Studierende, die eine postgraduale Ausbildung an der Diplomatischen Akademie Wien oder in einem ähnlichen Masterprogramm anstreben. Für das Studienjahr 2024/2025 beträgt die Förderhöhe 14.700 Euro für Diplomlehrgänge. Masterstudierende erhalten Unterstützung in der Höhe von zwei Studiengebühren.