Burgenlandliga: Erstes Gipfeltreffen der jungen Saison

Burgenlandliga

Leithaprodersdorf und Bad Sauerbrunn sind die Titelkandidaten in diesem Jahr – zumindest wenn es nach den Trainern der Burgenlandliga geht, die bei ihren Meistertipps kein anderes Team als die beiden nannten. Am Freitag steht schon das direkte Duell an und die Meisteraspiranten starteten jeweils mit Siegen.

Von Von Martin Ivansich und Günther Pavlovics

Im Wetterkreuzstadion treffen Bad Sauerbrunn und Leithaprodersdorf aufeinander.

Im Wetterkreuzstadion treffen Bad Sauerbrunn und Leithaprodersdorf aufeinander.

© Martin Ivansich

Bad Sauerbrunn - Leithaprodersdorf; Freitag, 19.30 Uhr.Angekündigte Schlagerspiele werden den Vorschusslorbeeren oft nicht gerecht. In diesem Fall dürften die Fans aber auf ihre Rechnung kommen. Wenn es nach Mario Santner geht.

Der Trainer von Leithaprodersdorf will die sportliche Bedeutung zwar nicht zu hoch hängen, „denn es ist erst die zweite Runde und die Meisterschaft ist ein Marathon“. Die fußballerische Voraussage des 46-Jährigen ist aber klar: „Das wird eine gute Partie, auf die ich mich freue. Bad Sauerbrunn wird sich nicht hinten hineinstellen, sondern will wie wir Fußball spielen.“ Mit Bad Sauerbrunn und Leithaprodersdorf treffen die beiden Titelaspiranten gleich in Runde zwei aufeinander. „Sie haben ein ähnliches Niveau wie wir. Und sie sind Titelkandidat und Favorit wie wir“, sagt Santner. Beide Klubs gehen nach Erfolgserlebnissen in den Schlager. Bad Sauerbrunn hielt beim 3:0-Heimsieg gegen Halbturn sogar die Null. Leithaprodersdorf tat sich gegen Edelserpentin schwerer, leistete sich defensive Aussetzer, setzte sich letztlich aber doch mit 3:2 durch. „Ich hoffe, die Sauerbrunner haben uns beobachtet, denn dann haben sie nicht viel gesehen“, sagte Leithaprodersdorfs Trainer Mario Santner. Er schaute sich die Partie des Gegners im Internet an, weil er am Samstag arbeiten musste. Auf Bad Sauerbrunn wartet nun eine deutlich größere Herausforderung. Viel Grund, seine erfolgreiche Elf zu verändern, hätte Bad-Sauerbrunn-Coach Christoph Stifter eigentlich nicht. Trotzdem will sich der Trainer vor dem direkten Duell der Spitzenteams nicht in die Karten blicken lassen. „Ich bin einer, der gerne rotiert. Wir haben auch einen Kader, der uns viele Optionen gibt“, erklärt Stifter.

Keine Personalsorgen bei beiden Topklubs

Eine dieser Optionen könnte Neuzugang Manuel Baumgartner sein. Der von Horitschon gekommene Offensivspieler war zuletzt noch nicht ganz fit. Ob es diesmal für einen Einsatz reicht, ist weiterhin offen. „Das werden wir nach dem Abschlusstraining entscheiden“, lässt Stifter die Personalie bewusst offen. Klarer ist seine Einschätzung des Gegners. Leithaprodersdorf erwartet der Bad-Sauerbrunn-Coach als spielstarke Mannschaft mit hoher individueller Qualität. „Sie haben Top-Qualität und können es sich leisten, einen Noel Kustor auf die Bank zu setzen“, streicht Stifter die Kadertiefe des Konkurrenten hervor. Dem fehlt aktuell nur Innenverteidiger Christian Berger nach dessen Kreuzbandriss. Der defensive Mittelfeldspieler Nemanja Radivojevic wird nach seiner Schulterverletzung zumindest wieder im Kader stehen.