Daniel Toth: Duell mit Ex-Klub Neusiedl

Burgenlandliga

Daniel Toth (39) hat schon mehrmals ein Duell mit dem Ex-Verein erlebt. Mit dem SK Pama möchte er gegen Neusiedl an den Admira-Cup-Erfolg von 2009 anschließen – sein allererstes, großes Duell dieser Art.

Von Christopher Schneeweiß

Auf geht's! Die Meisterschaft startet los und für Pamas Routinier Daniel Toth ist es am Sonntag (16 Uhr) ein besonderes Math: Er trifft auf seinen Ex-Klub Neusiedl.

Auf geht's! Die Meisterschaft startet los und für Pamas Routinier Daniel Toth ist es am Sonntag (16 Uhr) ein besonderes Math: Er trifft auf seinen Ex-Klub Neusiedl.

© Christopher Schneeweiß

Für Daniel Toth wird der Meisterschaftsauftakt des SK Pama am Sonntag (16 Uhr) gegen den SC Neusiedl zu einer ganz besonderen Angelegenheit. Der 39-Jährige trifft auf jenen Verein, bei dem er das Fußballspielen erlernte und zu dem er nach seiner langen Profikarriere bei der Admira sogar noch einmal zurückkehrte. Groll hegt der Routinier deshalb aber keinen – im Gegenteil. „Ich freue mich auf das Spiel. Es ist für mich wie ein Déjà-vu“, sagt Toth. Als er Neusiedl verließ, sei er davon ausgegangen, nie wieder gegen seinen Heimatverein aufzulaufen. „Genau das habe ich aber schon einmal erlebt. Als ich die Admira verlassen habe und nach Neusiedl ging, dachte ich ebenfalls, dass ich nie gegen meinen Ex-Klub spielen werde. Dann kam das Cupspiel.“ Mittlerweile blickt Toth bereits auf mehrere Duelle gegen einen ehemaligen Verein zurück – mit ganz unterschiedlichen Ausgängen. Das erste fand 2009 statt. Wenige Monate nach seinem Wechsel von der SV Ried zur Admira traf er im ÖFB-Cup auf seinen Jugendverein SC Neusiedl. Die Admira setzte sich nach einem packenden 4:3 im Elfmeterschießen durch, Toth verwandelte dabei selbst einen Strafstoß.

Weniger erfreulich verliefen die beiden folgenden Wiedersehen: 2018 verlor er mit der Admira im ÖFB-Cup ausgerechnet in Neusiedl überraschend mit 0:1, ehe er 2021 mit dem SC Neusiedl gegen seinen Ex-Klub Admira klar mit 0:4 den Kürzeren zog. Im vierten Duell gegen einen ehemaligen Verein soll nun wieder ein Erfolg her.

Von 1995 bis 2003 durchlief Toth sämtliche Nachwuchsmannschaften des SC Neusiedl, ehe ihn sein Weg zur Admira führte. Dort spielte er von 2009 bis 2020 als Profi, bevor er 2021 zum NSC zurückkehrte. Seit Jänner 2025 trägt der ehemalige Bundesligaspieler das Trikot des SK Pama – und ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub beginnt nun die neue Saison.

Von einer Favoritenrolle will Toth allerdings nichts wissen. „Ich höre immer wieder, dass wir Favorit sein sollen. Das sehe ich überhaupt nicht so“, betont der Mittelfeldmotor. Aus eigener Erfahrung wisse er, wie gefährlich solche Gedanken seien. „Man muss in jedes Spiel gehen, als wäre der Gegner der stärkste überhaupt. Nur wenn man 90 Minuten alles abruft, kann man erfolgreich sein.“

Dennoch blickt der Routinier optimistisch auf die neue Saison. Einen großen Vorteil sieht er darin, dass der Kern der Mannschaft zusammengeblieben ist. „Viele unterschätzen, wie wichtig eine eingespielte Mannschaft ist“, sagt Toth. Zwar schmerzen der Rücktritt von Innenverteidiger David Pototschnig sowie der verletzungsbedingte Ausfall von Marcel Szikonya, die Basis stimme aber.

Für Sonntag erwartet Toth ein intensives, aber faires Duell. „Im Fußball kann jederzeit alles passieren. Wichtig ist, dass wir auf jede Situation richtig reagieren und über 90 Minuten fokussiert bleiben.“ Und vielleicht schließt sich diesmal der Kreis: Nach dem gelungenen ersten Wiedersehen mit einem Ex-Klub vor 16 Jahren soll auch das Duell gegen den SC Neusiedl mit einem Erfolg enden. „Ich bin überzeugt, dass wir nach dem Spiel zusammensitzen und gemeinsam etwas trinken werden“, sagt Toth. Am liebsten natürlich nach einem Pamaner Heimsieg.