Das Derby in St. Margarethen ist ein brisantes Duell gegen den Abstieg
Burgenlandliga
Vier Runden vor Schluss käpfenSt. Margarethen und Klingenbach noch immer um den Klassenerhalt. Beim Derby fehlen bei beiden Vereinen wichtige Spieler wegen Sperren.
Stolpern verboten heißt es am Samstag beim Derby für die Spieler aus St. Margarethen und Klingenbach
© Mia Wlaschits, MIA WLASCHITS
St. Margarethen - Klingenbach; Samstag, 16 Uhr. „Das 0:3 war arg, aber es hat auch gezeigt, dass es andere Sachen im Fußball gibt, die wichtiger sind." Klingenbachs Trainer Thomas Klemenschitz war angesichts der schweren Verletzung von Eberau-Verteidiger Manuel Skerlak noch immer nachdenklich. Aber trotz des Knöchel- und Sprunggelenkbruchs des 21-Jährigen geht der Fußball weiter. Und der heißt für Klingenbach nach der Nullnummer gegen die Südburgenländer weiterhin Kampf um den Klassenerhalt. Der geht am Samstag mit einem brisanten Derby weiter.
Denn in St. Margarethen wartet ein Gegner, der die schlechteste Mannschaft der Rückrunde stellt. Und das, obwohl es am Wochenende - im Gegensatz zu Klingenbach - einen Sieg gegeben hat. „Wichtig ist die positive Tendenz", sagte St. Margarethens Trainer Franz Lederer. Man wolle das positive Gefühl diesmal mitnehmen. Das ist nach dem ersten Sieg im Frühjahr nicht gelungen. Dem Sieg gegen Edelserpentin ließ man vier Niederlagen und ein Remis folgen, ehe das 1:0 gegen Neudorf gelang. Dafür hatte Lederer sein System geändert, spielte mit einer Fünferkette hinten, aber mit zwei Stürmern vorne. Es gelang zumindest ein Tor, es war erst das siebente in diesem Frühjahr, was die schlechteste Ausbeute aller 16 Teams ist.
Klingenbach mit einer ganz schlechten Derby-Bilanz
„Wir sind nicht der Favorit", sagt Klemenschitz. Zumal seine Mannschaft gerade in den Derbys des Eisenstädter Bezirks ganz schlecht ausschaut. In den bisher fünf Spielen gegen Siegendorf, Leithaprodersdorf und St. Margarethen gab es gerade mal einen Punkt. St. Margarethen hat zumindest fünf Punkte in den fünf Spielen geholt, darunter einen Sieg, den im Herbst in Klingenbach. „Das Derby ist brisant genug und hat wegen der Ausgangslage für beide noch mehr Bedeutung", sagt St. Margarethens Trainer Franz Lederer.
Diakiese, Weixelbaum und Mario Wenzl sind gesperrt
In den 13 Spielen seit 2017 gab es nur eine Niederlage für St. Margarethen, die letzte Heimniederlage liegt schon fast zehn Jahren zurück. Damals war Thomas Klemenschitz noch als Spieler dabei, wie auch Mario Hartmann, der gegen Eberau eingewechselt wurde. Und bei St. Margarethen spielte Martin Weixelbaum, der aber am Samstag fehlen wird. Er muss wie auch Mario Wenzl eine Gelbsperre absitzen. „Da hast du wieder alle Spieler dabei, dann fallen wieder zwei wichtige Spieler aus", sagt Lederer. Nach langer Verletzungspause gibt Bastian Kucher der Abwehr wieder Stabilität. Und Neuzugang Jakub Hronec wurde nach seiner Verletzung wieder eingewechselt.
Auch bei Klingenbach fehlt ein wichtiger Spieler. Sasha Diakiese sah die Rote Karte, weil er gegen Eberaus Skerlak zu spät gekommen war und diesen am Knöchel verletzt hatte. Dafür kommt mit Jakob Szorger ein Spieler aus der Gelbsperre zurück, der in diesem Frühjahr einer der wenigen ist, die regelmäßig zumindest in Normalform spielen. Aber kann er auch der Leader sein, der momentan so fehlt? Klemenschitz: „Es fehlt momentan einer, der die Kommandos gibt, wann was passiert, wann attackiert wird.“ Das gelingt zum Beispiel in der Reserve besser. Klemenschitz: „Dort haben wird auch mehr Routine. Die fehlt uns oben doch noch etwas.“
Das Restprogramm der fünf Nachzügler
Es sind noch zwölf Punkte zu vergeben. Jennersdorf ist Fixabsteiger. Welche zwei Vereine werden in die 2. Liga folgen? Das Restprogramm:
Neudorf (32 Punkte): Jennersdorf (h), Mattersburg (a), Oberpullendorf (h), Leithaprodersdorf (a)
St. Margarethen (31 Punkte): Klingenbach (h), Jennersdorf (a), Mattersburg (h), Oberpullendorf (a)
Klingenbach (27 Punkte): St. Margarethen (a), SPG Edelserpentin (h), Jennersdorf (a), SK Pama (h)
Horitschon (27 Punkte): Deutschkreutz (a), Bad Sauerbrunn (h), Siegendorf (a), Kohfidisch (h)
Siegendorf* (27 Punkte): Oberpullendorf (h), Leithaprodersdorf (a), Horitschon (h), Halbturn (a)