Die St. Margarethner Schlappe im Derby fiel ein bisschen zu hoch aus
Burgenlandliga
Leithaprodersdorf war an diesem Tag die bessere Mannschaft und der verdiente Sieger. St. Margarethen fing sich beim 0:4 im Finish durch grobe Schnitzer noch zwei Gegentore ein.
Gergö Fönyedi ging enttäuscht in Richtung Kabine, während die Leithaprodersdorfer noch ausgelassen feierten.
© Günther Pavlovics
St. Margarethen - Leithaprodersdorf 0:4. Das letzte Derby-Heimspiel ging 2:3 verloren, damals gingen die Wogen hoch, weil die Leithaprodersdorfer zur Feier des Abends den Kabinensong der St. Margarethner aufgedreht hatten. Diesmal verzichteten die Gäste auf die Provokation. Doch die Vermutung lag nahe, dass die Reaktion nicht so emotional ausgefallen wären wie im August 2024. Denn diesmal waren die St. Margarethner nach dem 0:4 geknickt. Da war es nur ein schwacher Trost, dass Mario Santner, Trainer der Leithaprodersdorfer, sagte: „Der Sieg war verdient, aber doch etwas zu hoch." Dem konnte Franz Lederer zustimmen. Der Trainer von St. Margrethen sagte: „Die letzten zwei Tore dürfen nicht passieren. Nimmt man noch den Elfer weg, bei wir uns ungeschickt angestellt haben, der Leithaprodersdorfer aber geschickt, dann war die Partie viel enger, als es das Ergebnis vermuten lässt." Letztlich meinte Lederer aber: „Sie haben sich den Sieg an dem Tag mehr verdient, weil sie die besseren Einzelspieler hatten."
Leithaprodersdorf mit allen drei Neuzugängen
© Günther Pavlovics
Das Duell der Rivalen war intensiv, aber mit vorerst wenigen fußballerischen Höhepunkten. Den Unterschied machten die Stürmer. Heimkehrer Noel Kustor, der viel für die Mannschaft arbeitete und vor allem Levi Markhardt, der einen Elfer herausholte und ihn auch verwertete (44.). So ging Leithaprodersdorf mit einem Erfolgserlebnis in die Pause. Dabei hatte es in der Woche vor dem Spiel eine Hiobsbotschaft gegeben, Christian Berger fällt wegen einer Knieverletzung länger aus. Damit spielte Neuzugang Julian Mihalits an der Seite von Christian Ehrnhofer, der sein erstes Bewerbsspiel seit mehr als vier Monaten bestritt, in der Innenverteidigung. Im zentralen Mittelfeld ersetzte Nemanja Radivojevic den abgewanderten Luca Dellantonio.
Leithaprodersdorf knapp vor der Pause vorn
St. Margarethen hielt vor allem in der ersten Halbzeit gut dagegen, man wurde aber vor allem aus Standards gefährlich. Die beste Chance vor der Pause gab es nach einem Eckball von Philipp Wenzl, der an die Stange hüpfte. Auch die weiten Einwürfe von Thomas Jusits brachten immer etwas Nervenkitzel. Doch aus dem Spiel heraus schien es, dass die Mannschaft noch nicht den Abgang der Kreativspieler Milos Jovanovic und Ernest Grvala verarbeitet hat. Neuzugang Jakub Hronec mühte sich zwar, fand aber kaum Abnehmer seiner Pässe und er ist auch nicht der Individualspieler wie Grvala, an den man oft Verantwortung abgeben konnte. Lederer wollte das so nicht gelten lassen. „Sicherlich war Grvala ein Ankerspieler. Aber wir haben ihn in der Vorbereitung gut ersetzt und guten Fußball gespielt." Wegen der Verletzung von Bastian Kucher und der Bundesheer bedingten Trainingsabsenz von Jan Fortunits musste Lederer Kapitän Martin Weixelbaum als Linksverteidiger aufbieten. Rechts spielte David Granabetter, weshalb Ahmed El-Baali im Zentrum für Dynamik sorgen sollte. Florian Dörfler bekam auf dem rechten Flügel den Vorzug gegenüber Gergö Fönyedi.
Rabenschwarzes Finish für Tormann Wenzl

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Nach der Pause konnte Philipp Wenzl noch in höchster Not gegen Kustor klären. Auf der anderen Seite verpasste Dominik Csomos mit einem Kopfball die beste Möglichkeit. Und schließlich setzte sich Levi Markhardt auf der Seite durch und bediente Fabian Dinhof zum 2:0 (73.). Damit schien die Moral von St. Margarethen etwas gebrochen, die letzten wütenden Angriffe verpufften und hinten besiegelte Tormann Michael Wenzl die Schlappe. Erst wurde er von Kustor gestört und ließ den Ball fallen, den Levi Markhardt zum 3:0 abstaubte. Und in der Nachspielzeit passte der Goalie genau auf Tobias Beran, der den Endstand herstellte. Beran war erstmals seit seiner Knie-Operation ins Spiel gekommen, für ihn hatte Luca Pöschl, der am Sonntag 16 Jahre alt wird, begonnen. Santner freute sich nach dem 4:0 über seine Torschützen. „Es waren zweieinhalb Leithaprodersdorfer", sagte der Wiener, der die Dorfstruktur schon gut kennt. Levi Markhardt gilt als Leithaprodersdorfer, auch Beran. Dinhof hingegen kommt jenseits der Leitha aus Deutsch Brodersdorf.
Statistik
St. Margarethen - Leithaprodersdorf 0:4 (0:1).
0:1 (44., Foulelfer) Levi Markhardt, 0:2 (73.) Fabian Dinhof, 0:3 (89.) Levi Markhardt, 0:4 (93.) Beran.
SR: Windisch. - Greabochstadion, 700.
St. Margarethen:Michael Wenzl; Granabetter (68. Gergö Fönyedi), Jusits, Philipp Wenzl, Martin Weixelbaum; Igor Bosnjak; Dörfler (87. Laky), El-Baali, Hronec, Mario Wenzl (79. Schindler); Csomos.
Leithaprodersdorf: Haberl; Simeon Markhardt, Ehrnhofer (91. Fromwald), Mihalits, Koch (75. Wimmer); Fabian Dinhof, Radivojevic (75. Schühler); Luca Pöschl (60. Beran), Hauser; Kustor (91. Serdar), Levi Markhardt.
Reserve: 0:1 (Dudjak).