Die Tormaschine hat Respekt vor den Klingenbachern

Burgenlandliga

Mattersburg hat 45 Tore erzielt, Klingenbach nur 21. Trainer Thomas Klemenschitz will gegen den Tabellenführer nichts ins offene Messer laufen.

Von Martin Ivansich und Günther Pavlovics

Klingenbachs Trainer Thomas Klemenschitz (l.) und sein Co Patrick Metka wollen gegen Mattersburg überraschen

Klingenbachs Trainer Thomas Klemenschitz (l.) und sein Co Patrick Metka wollen gegen Mattersburg überraschen

© Mia Wlaschits, MIA WLASCHITS

Klingenbach - Mattersburg, Freitag, 19.30 Uhr.Bei den Klingenbachern ist die Personalsituation unsicher. Franz Jagschitz wird aus beruflichen Gründen sicherlich nicht dabei sein. Bis zuletzt zittern heißt es für Antonio Vidovic und Juan Monclus, die am Samstag beim Test in der Südstadt gegen die Amateure der Admira umgeknickt sind. Zudem ist Ivan Bosnjak noch immer angeschlagen, auch Maximilian Ivancsits musste gegen die Admira passen. Trainer Thomas Klemenschitz sagt vor dem Duell mit der Tormaschine der Liga: „Ich will nicht, dass wir ins offene Messer laufen." Mattersburg hat mehr als doppelt so viele Tore erzielt als Klingenbach, 45:21 lautet das klare Ergebnis. Also wird Klemenschitz großes Augenmerk auf die Defensive legen. „Je länger wir die Null halten, desto besser für uns." Das war auch schon beim Hinspiel so. Allerdings erzielte Mattersburg in der Nachspielzeit das Goldtor und Klingenbach kehrte mit viel Lob, aber ohne Punkt heim.

Kühbauer warnt vor dem flinken Diakiese

Mit breiter Brust, aber gewarnt, geht der Tabellenführer in die erste Pflichtaufgabe des Frühjahrs. „Wir wollen unser Spiel durchziehen, dominant auftreten und von Beginn an das Kommando übernehmen“, gibt Trainer Josef Kühbauer die Marschroute vor. Der Anspruch des Spitzenreiters ist klar: dem Gegner das eigene Spiel aufzwängen. Trotz der klaren Ausgangslage rechnet Kühbauer nicht mit einem Selbstläufer. „Klingenbach ist eine unangenehme Aufgabe. Sie haben im Winter neue, gute Spieler dazubekommen“, so der Coach. Besonders einen Namen hat er dabei im Blick: „Diakiese ist zurück und ein sehr gefährlicher Offensivmann.“ Die Mattersburger Defensive wird also von Beginn an gefordert sein.

Nur eine Niederlage der Mattersburger

Die Generalprobe verlief nach Wunsch. Mit einem klaren 4:0-Erfolg gegen Bad Fischau holte sich der MSV zusätzliches Selbstvertrauen. „Das war ein richtig ordentlicher Test. Alle haben gespielt, jeder hat seine Minuten bekommen“, zeigt sich Kühbauer zufrieden. Überhaupt lief die Vorbereitung vielversprechend. Bis auf das spektakuläre 5:6 in Neusiedl konnte der MSV alle Testspiele gewinnen. Offensiv präsentierte man sich torhungrig, defensiv über weite Strecken stabil. Ein weiterer Pluspunkt: Der Kader ist fit. „Alle Spieler sind einsatzbereit, wir haben keine Ausfälle“, betont Kühbauer. Damit hat der Trainer die Qual der Wahl – ein Luxus, den nicht jeder Konkurrent vorweisen kann.