Halbturn: Der Sprung ins kalte Nass
Burgenlandliga
Halbturns Coach Peter Herglotz verlor eine Wette und löste sie prompt mit einer eiskalten Bade-Einheit im Stausee ein.
Peter Herglotz löste seine Wettschulden ein und sprang in den Stausee Burg.
© Johannes Götzinger
Der USV Halbturn hat eine intensive Woche eindrucksvoll abgeschlossen – und Trainer Peter Herglotz lieferte nach dem Auswärtssieg in Eberau die Kirsche auf der Sahnetorte. Vor dem Spiel hatte er seiner Mannschaft versprochen: ein Sieg in Eberau bedeutet für ihn den Sprung in den Stausee Burg. Gesagt, getan. Der Coach zog nach dem 2:0-Auswärtserfolg durch, sprang ins eiskalte Wasser und lieferte seiner Mannschaft sogar den Foto- und Videobeweis. Eine Aktion, die nicht nur für Lacher sorgte, sondern auch den Teamgeist weiter stärkte.
Dabei begann die „englische Woche“ alles andere als erfreulich. Im Cupmatch gegen Rohrbach musste sich Halbturn nach Elfmeterschießen geschlagen geben – und das unter höchst strittigen Umständen. „Krasse Fehlentscheidungen haben diese Niederlage besiegelt“, ärgerte sich Herglotz. Ein klares Abseitstor zum 2:2 sowie ein nicht gegebener Elfmeter sorgten für Frust. Im Shootout vergaben dann alle drei Halbturn-Schützen – das Aus war besiegelt. Doch die Antwort folgte nur wenige Tage später eindrucksvoll. Beim Auswärtsspiel in Eberau zeigte Halbturn eine starke Leistung. Herglotz hatte seine Mannschaft perfekt eingestellt – mit einer Fünferkette und klarer Kontertaktik nahm man dem Gegner die eigenen Stärken. „Ich habe Eberau fünfmal beobachtet – sie spielen immer auf Konter. Also haben wir ihnen den Spiegel vorgehalten“, erklärte Herglotz. Und der Plan ging voll auf: Eberau kam im gesamten Spiel zu keiner einzigen Torchance.
Halbturn hingegen dominierte das Geschehen. Aus einer Vielzahl an Chancen wurden schlussendlich zwei genützt und der USV jubelte über einen 2:0-Erfolg.
Nach dieser emotionalen Woche richtet sich der Fokus nun auf das nächste Meisterschaftsspiel gegen Edelserpentin (Samstag, 17 Uhr). Ziel ist klar: Halbturn will in der Tabelle vor dem direkten Konkurrenten bleiben. Personell gibt es Hoffnung: Christoph Bauer und Adrian Lehotsky könnten zurückkehren. Ein Fragezeichen steht hingegen hinter Youngster Tobias Hoffmann, der sich in Eberau am Knöchel verletzte.