Halbturn unterlag Kohfidisch mit 0:3
Burgenlandliga
Nach dem sensationellen 2:1-Auswärtserfolg beim Titelfavoriten Leithaprodersdorf folgte für den USV Halbturn die Ernüchterung. Gegen das zuvor noch sieglose Kohfidisch setzte es vor eigenem Publikum eine deutliche 0:3-Niederlage. Trainer Peter Herglotz ärgerte dabei vor allem die Art und Weise des Auftritts.
Bitter! Halbturn und Coach Peter Herglotz verloren auf eigener Anlage gegen Kohfidisch mit 0:3.
© Christopher Schneeweiß
Halbturn -- Kohfidisch 0:3. „Wir haben einen rabenschwarzen Tag erwischt“, brachte Halbturns Coach Peter Herglotz die 90 Minuten auf den Punkt. Dabei hatte er seine Mannschaft eindringlich vor den Gästen gewarnt. Kohfidisch war mit nur einem Punkt aus den ersten drei Runden angereist und stand dementsprechend unter Zugzwang. „Ich habe davor gewarnt, dass dieser Gegner sehr gefährlich sein wird. Aber leider hat das nichts gebracht.“
Denn während die Gäste von Beginn an kämpften, rackerten und aggressiv in die Zweikämpfe gingen, vermisste Herglotz genau diese Tugenden bei seiner Mannschaft. „Der Gegner war einfach besser. Das hat man in jeder Szene gemerkt.“
Besonders ärgerlich war für den Trainer die Entstehung des ersten Gegentreffers. Nach einer hohen Hereingabe aus rund 30 Metern köpfelte Nicolas Oswald in der 15. Minute zum 0:1 ein. Ausgerechnet vor Oswald hatte Herglotz seine Spieler gewarnt. Jakub Sulc hätte bei der Standardsituation für den Kohfidischer zuständig sein sollen, stand jedoch zu weit weg. „Solche Situationen machen mich grantig. Ich habe davor gewarnt“, ärgerte sich Herglotz.
Ganz chancenlos war Halbturn vor der Pause dennoch nicht. Andras Meszaros kam aus kurzer Distanz zum Abschluss, scheiterte aber am Kohfidischer Schlussmann Nico Toth. Noch größer war die Möglichkeit in der 34. Minute: Nach einer Flanke von Juraj Kotula tauchte Sulc nur wenige Meter vor dem Tor auf, brachte den Ball aber ebenfalls nicht an Toth vorbei.
Ob ein Treffer die Partie tatsächlich in eine andere Richtung gelenkt hätte? „Das kann ich schwer sagen“, wollte Herglotz darüber nicht spekulieren.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig. Kohfidisch blieb die engagiertere Mannschaft und erhöhte in der 67. Minute. Patrick Mühler setzte sich auf der Seite durch, Rene Summer konnte den Abschluss noch abwehren, doch Yehor Kozhenov verwertete den Abpraller zum 0:2.
Spätestens damit war die Partie praktisch entschieden. In der 89. Minute setzte Matteo Jani noch einen drauf. Noah Leopold verschätzte sich bei einem weiten Ball, Jani schnappte sich die Kugel und sorgte mit dem 0:3 für den Endstand. Herglotz suchte danach keine Ausreden: „Wir haben uns an diesem Tag keinen Punkt verdient gehabt.“
Zusätzlich schmerzt die Halbturner die personelle Situation. Oliver Praznovsky musste bereits nach 29 Minuten mit Problemen an der Fußsohle ausgewechselt werden und droht für das kommende Auswärtsspiel in Eberau auszufallen.
Halbturn – Kohfidisch 0:3 (0:1).
0:1 (15.) Oswald, 0:2 (67.) Kozhenov, 0:3 (89.) Jani.
SR: Batmaz, 250.
Halbturn: Summer; Kotula, Praznovsky (29. Hamm), Leopold, Bauer; Schneider, Hlushko, Sulc, Ecker; Kruzliak, Meszaros (55. Bruck).
Kohfidisch: Toth; Mühler, Dorner, Hannes Polzer, Bernhard; Hasler (86. Konrad), Englitsch (92. Brünner), Oswald, Derkovits, Schreiber (26. Kozhenov); Jani (92. Thomas Polzer).
Reserve: 1:2 (Zinkl; Szabo, Szendi.